Report von Appdynamics

Digitale Transformation benötigt Agenten

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Agents of Transformation brauchen den Willen, das Vertrauen und die Motivation, die Zukunft des Unternehmens zu verändern.
Agents of Transformation brauchen den Willen, das Vertrauen und die Motivation, die Zukunft des Unternehmens zu verändern. (Bild: gemeinfrei, rawpixel/Pixabay / CC0)

Die Cisco-Tochter Appdynamics hat seinen „Agents-of-Transformation“-Report veröffentlicht. Die Macher kommen zu dem Ergebnis, dass gerade einmal 22 Prozent der weltweit mit Technologie befassten Mitarbeiter sehr optimistisch sind, dass ihre Firma für den technologischen Wandels gerüstet ist - Deutschland 19 Prozent. Um mit steigenden Anforderungen Schritt zu halten, benötigen Unternehmen Vorreiter in der IT: „Agents of Transformation“.

Diese Tranformationsagenten verfügen idealerweise über Fähigkeiten, um Innovationen voranzutreiben. Sie arbeiten in Unternehmen, die über die richtige Kultur und Führung sowie die passenden Tools verfügen. Laut Bericht „Agents of Transformation A new breed of technologists to shape our future““ sind heute jedoch lediglich neun Prozent der „Technologen“ weltweit Agents of Transformation - in Deutschland 4 Prozent. „Um jedoch in den nächsten zehn Jahren wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen mindestens 45 Prozent der Technologen als Agents of Transformation agieren“, so Appdynamics.

Die Barrieren, die eine Digitale Transformation behindern, sind vielfältig.
Die Barrieren, die eine Digitale Transformation behindern, sind vielfältig. (Bild: Appdynamics)

Technologen betrachten Innovation als große Chance für sich persönlich. Ganze 96 Prozent der Befragten nennen mindestens einen Faktor, der sie am Gedanken begeistert, ein Agent of Transformation zu werden. Dazu gehören die Möglichkeit, an spannenden Projekten zu arbeiten, mehr Erfüllung und Zufriedenheit am Arbeitsplatz, die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen sowie andere zu inspirieren.

„Die Technologie schreitet unglaublich schnell voran, und oft werden Technologen aus ihrer Komfortzone gedrängt, um Schritt halten zu können. Die Bereitschaft, Risiken einzugehen und neue Dinge auszuprobieren, ist der Schlüssel zur Transformation der Unternehmen, für die wir arbeiten“, so Nicolas Matelot, DevOps Manager, La Poste, den die Studie als „Agenten“ identifizierte. „Agents of Transformation brauchen den Willen, das Vertrauen und die Motivation, mutige Entscheidungen zu treffen und die Zukunft unserer Unternehmen zu verändern. Der Erfolg dieser Entscheidungen wird unser Vermächtnis sein.“

Keine Altersbeschränkung

Agenten der Transformation können jedes Alter, jedes Geschlecht, jedes Land, jede Ebene sein. Allerdings gehören Vertreter der 25-34jährigen zur wahrscheinlichsten Altersgruppe, um derzeit Agenten der Transformation zu sein - 13 Prizent gegenüber dem 9-Prozent-Durchschnitt über alle Altersgruppen. Die Altergruppe der über 55 Jahre alten Mitarbeiter gehören mit nur 2 Prozent zu den am wenigsten wahrscheinlichen.

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Über die Studie

so gilt zwar generell, dass es in jeder Altersgruppen welche gibt, die von der Idee, ein Agent der Transformation zu sein / zu werden begeistert sind. Typischerweise können mehr als 95 Prozent der Befragten mindestens eine positive, damit verbundene Aufgabe sehen. Der Anteil sinkt auch nur auf 85 Prozent in den über 55jährigen.

  • Gefragt nach der persönlichen Motivation, ein Transformations-Agent sein zu wollen, steht der Wunsch, die Digitalisierung im eigenen Umfeld zu beinflussen, hinter allen einzelnen Angeben. Die befragten wollen (46 Prozent) sich darauf fokussieren, wie die IT das Geschäft vorantreiben und unterstützen kann: Sie streben nach mehr Softwareerfahrung und zeigen Interessse an kommerziellen Ergebnissen.
  • 44 Prozent wollen einen collaborative und flexiblen Stil pflegen und erhoffen sich, dass sie wissen, wann sie ein Team leiten und wann unterstützen müssen, wenn sich der Kontext ändert.
  • Ebenfalls 44 Prozent wollen neugierig und kreativ sein dürfen und Probleme aus verschiedenen Perspektiven betrachten können. Sie wollen zudem keine Angst vor Experimenten oder Misserfolgen haben müssen.
  • 39 Prozent würden es schätzen, wenn sie logische, analytische und kritische Denker sein dürften, die nach Mustern in Daten suchen und so Grundursachen für Probleme und Möglichkeiten in Daten aufspüren könnten.
  • 34 Prozent gehen davon aus, dass Entschlossenheit und Hartnäckigkeit, sicheres und schnelles Handeln auf Informationen und Instinkt einen Transformationsagenten auszeichnet.
  • Schließlich bekennen 29 Prozent, dass sie als Tranformationsagenten einflussreich, glaubwürdig und vertrauenswürdig sein würden und jemand, der einen signifikanten positiven Einfluss auf das Geschäft hat.

Die zugeschriebenen Chancen der Transformation

Somit sehen die Befragten großes Potenzial in der Transformation - auch über das eigene Unternehmen hinaus:

  • So sind 73 Prozent der IT-Leiter und -Manager sind der Ansicht, dass der technische Fortschritt der Gesellschaft mehr Chancen und Vorteile bieten wird als Herausforderungen und Bedrohungen.
  • 71 Prozent der IT-Leiter und -Manager sehen gar eine Dringlichkeit echter Innovationen in ihren Unternehmen.
  • Rund 71 Prozent der Techniker gaben an, dass sie sich sehr dafür interessieren, wie die Technologie unsere Welt verändert.
  • Und wie schon in der vorhergehenden Frage angeklungen wollen 69 Prozent in der Welt etwas bewegen und durch ihre Arbeit ein dauerhaftes Erbe hinterlassen.
  • Zudem sind 76 Prozent der Ansicht, dass die rasanten Fortschritte in den kommenden Jahren ihnen größere Möglichkeiten bieten werden, Karriere und Fähigkeiten zu entwickeln.

Die hehren Ziele und der Ansporn scheinen jedoch im jetzigen Alltagsgeschäft zum Sterben verurteilt. So äußern 73 Prozent der IT-Leiter und -Manager, dass der Zugang zu genauen, kontextabhängigen Daten unerlässlich sei, um die richtigen Entscheidungen zu treffen und die richtigen Verbesserungen zu liefern. In Deutschland geben nur 4 Prozent der Befragten, dass sie bislang über die notwendigen Sklills und eine entsprechende Arbeitsumgebung verfügen.

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