Mehr Rechenzentrumskapazität

Digital Realty eröffnet Datacenter Nr. 2 in Frankfurt

| Redakteur: Ulrike Ostler

So soll die Bebauung mit Rechenzentren bei Digital Reality auf dem neuen Campus einmal aussehen.
So soll die Bebauung mit Rechenzentren bei Digital Reality auf dem neuen Campus einmal aussehen. (Bild: Digital Reality)

Digital Realty, Anbieter für Rechenzentrums-, Co-Location und Verbindungsdiensten hat Anfang November das zweite Rechenzentrum in Frankfurt eröffnet. Das Datacenter ist der erste Teil eines neuen Campus, das rund 2,5 Hektar umfasst und Platz für drei RZ-Hallen inklusive zugehörigen Parkplätzen bietet – jedes mit einer Leistung von neun Megawatt, also einer zukünftigen Gesamtleistung von 27 Megawatt, bei 40 Megavoltamper-Zuleitung.

Die neue Anlage in der Wilhelm-Fay-Straße in Sossenheim ist an das bestehende Rechenzentrum in der Lyoner Straße angebunden. Damit wird, so der Betreiber eine Carrier-neutrale Anlage mit hoher Leistungsdichte und Zugang zu großen Netzbetreibern, Internet- sowie globalen Cloud-Anbietern errichtet.

William Stein, CEO von Digital Realty, bei der Eröffnung.
William Stein, CEO von Digital Realty, bei der Eröffnung. (Bild: Digital Reality)

William Stein, CEO von Digital Realty, erläutert: „Frankfurt ist einer der wichtigsten Rechenzentrumsmärkte der Welt – nach London der zweitgrößte im europäischen Raum. Aufgrund seiner zentralen Lage, hervorragender Infrastruktur und Konzentration führender internationaler Unternehmen gilt Frankfurt als das Anbindungs-, Handels- und Finanzzentrum Deutschlands.“

Die geplanten Gebäude sollen eine Nettofläche von insgesamt 16.700 Quadratmeter einnehmen. In jedem Gebäude werden sich sechs Data-Suites mit je 930 Quadratmetern befinden. Dazu kommen rund 5.500 Quadratmeter Nebenflächen für Büros, Auspackräume, Testräume und Betriebsanlagen.

Die Ausstattung

Die Rechner-Räume weisen eine lichte Höhe von 3 Metern zwischen Doppelboden und abgehängter Decke auf. Der 800 Millimeter starke Doppelboden ist für eine Traglast von 12,5 Kilonewton pro Quadratmeter ausgelegt.

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In den dreistöckigen Gebäuden sollen 3 Megawatt 2N IT-Leistung je Etage zur Verfügung stehen, erzeugt von 3 + 1 verteilt-redundanten USV-Systemen für jeweils zwei Rechner-Räume pro Etage. Die einzelnen Gebäude werden von einem Mittelspannungs-Dieselgenerator-System (10 Kilovolt) versorgt, der im laufenden Betrieb gewartet werden kann.

Die Kühlung erfolgt über ein ebenfalls bei laufendem Betrieb wartbares System. Nach Angaben von Digital Reality erlaubt das Anlagendesign alternative Systeme, zum Beispiel Wasser oder Luftkühlung, die auf Wunsch beim Ausbau weiterer Rechnerhallen zur Verfügung gestellt werden können. Bis jetzt ist ein PUE-Wert von 1,3 vorgesehen.

Das Rechenzentrum ist als große, Carrier-neutrale Anlage mit hoher Leitungsdichte konzipiert und soll Zugang „zu allen wichtigen Carriern, Service-Providern (ISP) und Internet-Knotenpunkten (IXPs) sowie zu Global Cloud-Anbietern“ haben. Die unterirdischen Einstiegspunkte zu zwei zwei separaten Point-of-Presence-Räumen (POP) befinden sich auf entgegengesetzten Seiten der Anlage. Jeder POP-Raum ist durch biometrische Zutrittskontrollsysteme gesichert.

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