Cloud-Spezialisten sind überaus gefragt

Diese IT-Skills bringen das meiste Gehalt

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ludger Schmitz

Je stärker die Spezialisierung Richtung Cloud geht, desto kräftiger fließt das Gehalt.
Je stärker die Spezialisierung Richtung Cloud geht, desto kräftiger fließt das Gehalt. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Know-how in fünf unterschiedlichen IT- und Software-Bereichen bringt derzeit das meiste Gehalt – das ergab die Umfrage eines IT-Karriereportals. Neu darunter ist Cloud Foundry. Ab Juni bietet die Cloud Foundry Foundation einen Online-Kurs an.

Die Gehälter in einer Branche verraten nicht nur, wer mehr oder weniger verdient. Sie zeigen gleichzeitig an, wo der größte Bedarf liegt, wo Unternehmen verstärkt Experten suchen und untermauern Trends in der Technologieentwicklung. Dice.com, ein Karriereportal für Professionals der Tech-Branche hat ausgewertet, welche IT-Skills das meiste Gehalt bringen.

Größter Gehaltsanstieg im Bereich Storage- und Netzwerktechnologien

Die IT-Gehälter sind quer durch die Branche unverändert hoch. Kenntnisse, die Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation und Wachstumsstrategie unterstützen, waren im letzten Jahr stark gefragt. Den größten Gehaltsanstieg registrierte Dice im Bereich Storage- und Netzwerktechnologien. Doch der Bedarf an hochspezialisierten Experten bleibt unverändert hoch.

Das sind die fünf bestbezahlten IT-Skills 2016

Die höchsten Jahresgehälter gab es 2016 für diese Spezialkenntnisse:

1. HANA: 128,958 US-Dollar Jahresgehalt

2. MapReduce: 125,009 US-Dollar

3. Cloud Foundry: 124,038 US-Dollar

4. Hbase: 123,934 US-Dollar

5. Omnigraffle: 123,782 US-Dollar

Neueinsteiger Cloud Foundry gleich auf Platz 3

Ein Neueinsteiger in dieser Top-Liste ist Cloud Foundry, die Cloud-native Plattform, die Unternehmen nutzen, um neue und Legacy-Applikationen besonders schnell zu entwickeln und zu betreiben.

Cloud Foundry geht auf eine Technologie zurück, die Pivotal – ein Jahr nach seiner Gründung – im Jahr 2014 Open Source freigegeben hat. Zur Cloud Foundry Foundation zählen unter anderem EMC, HP, IBM, Intel, SAP und VMware, um eine rasche Adaption in Unternehmen zu fördern. Heute arbeitet Pivotal mit über einem Drittel der Fortune-100-Unternehmen und einem zunehmenden Teil der Fortune 2000 zusammen. Doch es gibt weitere Gründe, warum Cloud-Foundry-Spezialisten gefragt sind.

Finanzdienstleister sind Vorreiter in der Nutzung von Cloud Foundry

Cloud-Foundry-Lösungen sind besonders beliebt bei Finanzdienstleistern. Etablierte Banken spüren die Bedrohung und Chancen, die neue FinTech-Modelle mit sich bringen. Vielen ist bewusst, dass bessere Software zu bauen einer der wichtigsten Schritte ist, um Kunden, Partnern und Mitarbeitern jene digitalen Services zu bieten, die sie erwarten. Das Gleiche gilt für die Versicherungsbranche. Cloud Foundry hilft Entwicklungsteams, spürbar produktiver zu werden.

Doch auch andere Branchen sind interessiert: Deutsche Konzerne wie Bosch und Volkswagen nutzen die Software, um ihre Unternehmen zu transformieren. Auch Google stellt verstärkt Cloud-Foundry-Experten ein.

IT-Experten, die sich mit Cloud Foundry auskennen, sind meistens auch in anderen Gebieten versiert. Mit Cloud Foundry lernen Entwickler, verteilte Systeme zu bauen und zu betreuen, die sich kontinuierlich verändern.

Online-Kurs „Cloud Foundry for Developers“ ab Juni

Das hohe Gehalt spiegelt auch hier den Bedarf wieder: Die Cloud Foundry Foundation schätzte erst kürzlich, dass weltweit rund 250.000 Entwicklerjobs unbesetzt seien. Abhilfe soll ein neuer Online-Kurs schaffen, der ab Juni zur Verfügung steht. Das Training qualifiziert Developer, Anwendungen auf Cloud Foundry zu bauen. Das lohnt sich, offensichtlich auch finanziell.

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