Rechenzentrumsumfrage von Forbes Insights und Vertiv

Die Rechenzentren können nicht, was sie sollen

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Studie „The Modern Data Center, How IT Is Adapting To New Technologies And Hyperconnectivity“ von Forbes Insight und Vertiv enthüllt einige Funktionslücken existenter Rechenzentren.
Die Studie „The Modern Data Center, How IT Is Adapting To New Technologies And Hyperconnectivity“ von Forbes Insight und Vertiv enthüllt einige Funktionslücken existenter Rechenzentren. (Bild: Forbes Insight/Vertiv)

Rund 71 Prozent der in einer Studie befragten Rechenzentrumsentscheider sagen, dass ihre aktuellen Rechenzentren nicht all ihre Anforderungen erfüllen. Für die Untersuchung „The Modern Data Center: How IT is Adapting to New Technologies and Hyperconnectivity“ hat Forbes Insights im Auftrag von Vertiv 150 Rechenzentrumsbetreiber und -ingenieure aus unterschiedlichen Branchen und Regionen befragt.

Gerade einmal 29 Prozent der Rechenzentrumsentscheider sind der Meinung, dass ihre Anlagen derzeit sämtliche Bedürfnisse abdecken. Nur sechs Prozent geben an, dass ihre Rechenzentren auf künftige Anforderungen vorbereitet sind.

Nach Angaben der Studienmacher zeigen die Studienergebnisse einen Sorgen bereitenden Mangel bei der Planung und Vorbereitung der sich entwickelnden Datenökosysteme von heute. Bei genauerer Betrachtung der Ergebnisse ergibt sich ein starker Kontrast zwischen der Einschätzung von Führungskräften und Ingenieuren: 10 Prozent der Executives sind der Meinung, dass ihre Rechenzentren ihrer Zeit voraus sind, während nur ein Prozent der Ingenieure das Gleiche sagen.

Martin Olsen, Vice President of Global Edge Systems bei Vertiv, sucht den Fehler in der Planung: „Da sich Rechenzentren von heute entwickeln, um Enterprise-, Cloud- und Edge-Ressourcen einzubeziehen, braucht es eine gute Planung und Voraussicht, um den Computing-Anforderungen und den Geschäftszielen gleichermaßen zu entsprechen.“ Er setzt hinzu: „Allerdings ist auch klar, dass viele Organisationen in diesem Bereich noch nicht mit der Entwicklung Schritt halten können. Mit dieser Aussage im Hinterkopf, gehen wir davon aus, dass Unternehmen beträchtlich investieren und Aktivitäten tätigen werden, um am Ball zu blieben und den Veränderungen einen Schritt voraus zu sein.“

Weitere Ergebnisse der Studie

  • 92 Prozent der CIOs und CTOs sagen, dass ihr Unternehmen in naher Zukunft schnellere Download- und Antwortzeiten benötigt.
  • 63 Prozent melden Schwierigkeiten, jederzeit ausreichend Bandbreite bereit stellen zu können.
  • Die zwei Bereiche mit dem größten Handlungsbedarf für Upgrades sind Sicherheit (45 Prozent) und Bandbreite (43 Prozent).
  • Sicherheit (43 Prozent), die Vorbereitung auf Backups und Notfälle (33 Prozent), die Fähigkeit, neue Technologien zu implementieren (28 Prozent) und Bandbreite (27 Prozent) sind die am häufigsten genannten Merkmale, wenn es um Wettbewerbsvorteile für Unternehmen geht.

Außerdem suchen die Befragten einen Aufwärtstrend in Bezug auf selbstkonfigurierende und selbstreparierende Rechenzentren. 24 Prozent sagen, dass die Hälfte ihrer Rechenzentren in 2025 selbstkonfigurierend sein wird. 32 Prozent gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte auch selbstreparierend sein wird.

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