Höhere Effizienz und Leistung durch Datacenter-Infrastruktur-Management, Teil 2 Die Pauschalabrechnung von Energie- und Raumkosten ist beim Computacenter-Hosting passé

Autor / Redakteur: Stephan Bossert / Rainer Graefen

Der Nachweis der Energieeffizienz war bei der sogenannten Green-IT ein Kulminationspunkt der Kritik. Mit einer ausgefeilten DCIM-Software gelingt diese rechenleistungsbezogene Abrechnung von IT-Komponenten mühelos.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die DCIM-Suite von nlyte wurde zunächst in Computacenters neu errichtetem Rechenzentrum in Manchester installiert. Obwohl sie nur den Standardeinführungskurs in das Produkt besucht hatten, stellte dies die Fachleute des Rechenzentrumsbetreibers vor keine Probleme.

Eine andere Vorgehensweise war bei der Installation der Lösung in den Datacentern in Leeds und Nottingham notwendig. Hier wurden auf das Expertenwissen der DCIM-Fachleute von nlyte zugegriffen, da die Software in eine bereits existierende Rechenzentrums-Umgebung implementiert werden sollte.

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Präzisere Daten

Dank der DCIM-Software ist Computacenter in der Lage, schnell und präzise Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators, KPI) für jedes Rechenzentrum zu ermitteln, etwa den Stromverbrauch. Die Lösung von nlyte ermittelt die Daten in Echtzeit, sodass diese jederzeit auf dem aktuellen Stand sind.

Dies erleichtert die Planung, etwa wenn es um die Installation neuer Server, Switches und Storage-Systeme geht, und verringert die Fehlerquote. In vielen Rechenzentren ist es dagegen immer noch Usus, KPIs „von Hand“ zu ermitteln und in Excel-Tabellen einzutragen.

Der Nachteil: Diese Daten sind innerhalb kürzester Zeit veraltet und taugen nur in beschränktem Maße als Planungsgrundlage. Computacenter dagegen liefert ein aktuelles Bild der Situation. Die Überlastung der vorhandenen Ressourcen oder eine unzureichende Auslastung der Systeme wird so frühzeitig erkannt.

Optimale Platzierung von Systemen

Damit die Kosten für Kühlung und Strom nicht aus dem Ruder laufen und dennoch der verfügbare Raum in einem Rechenzentrum optimal genutzt wird, ist eine präzise Planung notwendig. Dies betrifft beispielsweise den Standort der Racks, die mit Servern, Speichersystemen oder Switches bestückt werden.

Außerdem müssen die Fachleute die passende Rack-Dichte ermitteln. Werden hier Fehler gemacht, reicht möglicherweise die Stromversorgung nicht aus oder die Kühlung der Geräte muss nachgebessert werden. Mit der Lösung von nlyte ist es dagegen einfach, den optimalen Standort der Systeme zu finden.

Das wirkt sich wiederum positiv auf den Nutzungsgrad des Datacenters aus – und somit auf die Kosten für Kühlung und Strom. Den Strombedarf der Systeme misst Computacenter alle 30 Minuten mithilfe von nlyte.

Da die Software auch Langzeitanalysen erstellt, können die Fachleute von Computacenter ermitteln, wie sich der Stromverbrauch jedes einzelnen Systems im Rechenzentrum entwickelt und welche Faktoren ihn beeinflussen. Zudem ist es möglich, die Energiekosten auf jede Komponente beziehungsweise einzelne Racks herunter zu brechen.

Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch

Auch die Kunden von Computacenter profitieren vom Datacenter-Infrastruktur-Management. Die DCIM-Lösung erlaubt es, die genutzte Rechenleistung und die damit verbundenen Kosten, etwa für Energie und Kühlung, detailliert aufzuschlüsseln.

Dies erfolgt bis hinunter auf die Ebene einzelner Racks. Für Kunden von Computacenter bedeutet dies beispielsweise, dass sie keine Pauschale für den Strombedarf bezahlen müssen, die auf Basis des gesamten Stromverbrauchs des Rechenzentrums ermittelt wird. Vielmehr werden die exakten Verbrauchswerte der Systeme herangezogen, die der Anwender bei Computacenter nutzt.

Dieses feinkörnige Abrechnungsmodell ist nicht nur aus Kostengründen attraktiv. In einigen Ländern, wie etwa Großbritannien, müssen Unternehmen eine CO2-Abgabe zahlen. Nur dann, wenn eine leistungsfähige DCIM-Lösung installiert ist, lässt sich der CO2-Anteil ermitteln, den auf jeden Nutzer von Rechenzentrums-Dienstleistungen entfällt.

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