Ancotel verteilt digitale Multiplex-Signale an die großen Kabelnetzbetreiber

Die ARD setzt bei Colocation und Interconnection auf ancotel

29.06.2009 | Autor / Redakteur: Thomas Möller / Florian Karlstetter

Die ARD nutzt bei der Verbreitung digitaler Multiplex-Signale die Colocation- und Interconnection-Dienste von Ancotel.
Die ARD nutzt bei der Verbreitung digitaler Multiplex-Signale die Colocation- und Interconnection-Dienste von Ancotel.

Im Sommer 2008 hat die ARD ihr neues Kabel-Multiplex- und Compression-Center (KCC) in Frankfurt in Betrieb genommen. Im KCC werden die neuen, breitbandigen TV- und Radio-Signale der ARD aufbereitet, die dann an die großen deutschen Kabelnetzbetreiber der sogenannten Netzebene 3 verteilt werden. Als Übergabeort für die kabelgebundenen digitalen Signale hat die ARD den Colocation- und Interconnection-Dienstleister ancotel in Frankfurt gewählt.

Das Kabel-Multiplex- und Compression-Center (KCC) der ARD in Frankfurt versorgt die Kabelnetzbetreiber Unity Media, Kabel BW, Kabel Deutschland und NetCologne mit den digitalen und breitbandigen TV- und Hörfunkprogrammen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Als Übergabeort für die kabelgebundenen digitalen Signale hat die ARD die Kleyerstraße 90 in Frankfurt gewählt. Dort befinden sich die Colocation- und Interconnection-Einrichtungen von ancotel, dem Betreiber des größten und wichtigsten Telekommunikations- und Datennetzknotens in Kontinentaleuropa.

Für Carsten Gertzen von den ARD-Sternpunkten war ancotel ein logischer Ort für die Übergabe: „Nachdem die großen Kabelgesellschaften alle bereits mit Points of Presence bei Ancotel vertreten sind, war es einfach naheliegend, genau dort die Interconnection zwischen ihnen und dem ARD Kabel-Multiplex- und Compression-Center zu realisieren.“

Das neue Kabel-Multiplex- und Compression-Center der ARD gehört zu den ARD-Sternpunkten. Die ARD-Sternpunkte, auch ARD-Stern genannt, sind eine Gemeinschaftseinrichtung der ARD-Rundfunkanstalten. 1960 gegründet und auf dem Gelände des Hessischen Rundfunks in Frankfurt untergebracht, ist der ARD-Stern der zentrale Knotenpunkt für die Kommunikation der ARD-Rundfunkanstalten.

Über den ARD-Stern tauschen die Anstalten Programmmaterial aus, sowohl für die Hörfunk- als auch für die Fernsehprogramme. Auch das Gemeinschaftsprogramm „Das Erste“ wird technisch vom ARD-Stern abgewickelt. Eine weitere wichtige Aufgabe der ARD-Sternpunkte: die zentrale Programmverbreitung für TV- und Radioprogramme der ARD an die Kabelnetzbetreiber. Während früher die großen Kabelnetzbetreiber die Programme ausschließlich per Satellit rückempfingen und QAM 64 moduliert in die Kabelnetze einspeisten, erlaubt die leitungsgebundene Übergabe eine Anpassung an die modernisierten Kabelnetze, die durch den Einsatz einer QAM 256 Modulation eine deutlich höhere Kanalkapazität von 50,8 Mbit/s zu Verfügung stellen können.

„Im Grunde haben wir die ARD-Sternpunkte mit dem neuen Kabel-Multiplex- und Compression-Center aufgerüstet, um die größere Kanalkapazität bei der kabelgebundenen Übergabe auch nutzen zu können“, erklärt Carsten Gertzen, der KCC-Verantwortliche beim ARD-Stern in Frankfurt. „Zudem war es uns wichtig, die Multiplexhoheit zu behalten, das heißt selbst für die gleichbleibend hohe technische Qualität der digital ausgestrahlten ARD-Programme in den Kabelnetzen zu sorgen.“

weiter mit: Vorteile der Digitalisierung

Inhalt des Artikels:

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2022689 / Co-Location)