Ancotel verteilt digitale Multiplex-Signale an die großen Kabelnetzbetreiber

Die ARD setzt bei Colocation und Interconnection auf ancotel

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Vorteile der Digitalisierung

Während zu Zeiten der alten analogen Technologie ein Kanal auch immer nur ein Programm transportieren konnte, erlaubt es die Digitalisierung, mehrere Programme in ein Signal einzubetten – die sogenannte Multiplex-Technologie. Aktuell kann das KCC darum fast alle Fernseh- und auch 64 Radioprogramme der ARD-Anstalten über vier Fernseh- und einen Hörfunk-Transponder übertragen. Derzeit ausgenommen sind nur der Saarländische Rundfunk, Radio Bremen und die meisten Regionalfenster der WDR-Programme.

Auch etliche Sparten-TV-Programme der ARD wie etwa EinsExtra, EinsFestival, EinsPlus, arte und Phoenix gehören zum neuen digitalen Programmbouquet des KCC. „Derzeit ist bei uns sogar schon eine Kapazität für ein TV-Programm in High Definition verfügbar“, erklärt Carsten Gertzen, „wenngleich der HDTV-Regelbetrieb von ARD und ZDF erst am 12. Februar 2010 mit den Olympischen Winterspielen in Vancouver beginnen soll.“ Schon jetzt ist man beim ARD-Stern aber um eine generell sehr hohe Qualität der KCC-Multiplex-Signale bemüht – die Multiplexhoheit kommt der Signalqualität zugute.

„Unsere Datenrate pro Service liegt im Durchschnitt bei 7 Mbit/s, während private Fernsehsender im Durchschnitt mit ungefähr 3,5 Mbit/s arbeiten“, sagt Gertzen. Auf großen Flachbildschirmen führen solche 3,5 Mbit/s schon zu wahrnehmbaren Qualitätsproblemen. Abhilfe verspricht da die HDTV-Zukunft. Ein Fernsehprogramm in High Definition benötigt zwar eine Datenrate von circa 12 Mbit/s, aber dank Multiplex-Technologie lassen sich immerhin vier digitale HDTV-Programme über einen ehemaligen analogen Kanal in den Kabelnetzen verbreiten. „Für die Zuschauer bedeutet das in der Zukunft mehr Programmvielfalt in den Kabelnetzen bei einer zugleich deutlich höheren technischen Qualität“, erklärt Carsten Gertzen. „Die Voraussetzung dafür haben wir mit dem KCC prinzipiell geschaffen.“

Aus Gründen der Sicherheit und der Redundanz nehmen die im KCC aufbereiteten Multiplex-Signale vom Gelände des Hessischen Rundfunks aus ihren Weg durch Frankfurt über zwei verschiedene Kabelstrecken – bis hin zu den Colocation-Einrichtungen von ancotel in der Kleyerstraße 90. „ancotel war für uns in der Anfangsphase, beim Aufsetzen der Verbindung mit den Kabelnetzbetreibern sehr hilfreich,“ berichtet Carsten Gertzen.

weiter mit: Colocation mit Serviceorientierung

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