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Ein Apache Tomcat mit Enterprise-Funktionen Der vFabric tc Server von VMware als Applikationsserver, Teil 1

| Autor / Redakteur: Dr. Götz Güttich / Ulrich Roderer

VMware kündigte im August auf der VMworld die neue Lösung vFabric an, eine Cloud Applications-Plattform. Diese basiert auf den Springsource-Technologien, die VMware Anfang des Jahres gekauft hat. Grund genug, den vFabric tc Server unter die Lupe zu nehmen.

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Das Webmaster-Dashboard von Hyperic HQ, des Verwaltungstools für den tc Server.
Das Webmaster-Dashboard von Hyperic HQ, des Verwaltungstools für den tc Server.
( Archiv: Vogel Business Media )

Applikationsserver für Webanwendungen spielen im IT-Umfeld eine immer größere Rolle. Die Gründe dafür liegen nicht nur in der generell zunehmenden Bedeutung von Web-Applikationen, sondern auch in der Virtualisierung von IT-Umgebungen und der Auslagerung von immer mehr Anwendungen in die Cloud.

Applikationsserver sind demzufolge sowohl für Service-Provider als auch für IT-Abteilungen in Unternehmen interessant (auch wenn letztere sie oft nur remote warten müssen). Vmware hat diesen Trend erkannt und mit Springsource einen wichtigen Anbieter von Application-Server-Software übernommen. Deswegen ergibt es Sinn, sich die Springsource-Lösung „vFabric tc Server“ einmal genauer anzusehen, den wir wohl in Zukunft verstärkt als Anwendungsserver in virtualisierten Umgebungen sehen werden.

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Application Server

Bevor wir konkret auf den vFabric tc Server von Springsource eingehen, zunächst ein paar Worte zu Applikationsservern im Allgemeinen. Der Begriff „Application Server“ beschreibt ein Framework, das die Ausführung all der Prozeduren unterstützt, die zum Betreiben von Anwendungen nötig sind. Meistens handelt es sich bei diesen Anwendungen um Web-Applikationen.

Die Softwareentwickler arbeiten folglich beim Erstellen ihrer Anwendungen mit Komponenten des Applikationsservers. Heutzutage geht die Leistungsfähigkeit des Server-Systems deutlich über das Generieren dynamischer Webseiten mit Hilfe von in Datenbanken gespeicherten Informationen hinaus und implementiert oftmals auch andere Dienste wie Authentifizierung, Load-Balancing und Failover.

Ein Großteil der Applikationsserver verwendet die Programmiersprache Java, unter anderem Oracle Weblogic, IBM Websphere und Jboss. In diesem Fall läuft der Server-Teil der Web-Anwendung als Java-Programm auf dem Server (das kann zum Beispiel eine Software zum Buchen von Hotelzimmern sein), die Aufgabe der Client-Komponente übernimmt in dem genannten Szenario der Browser des Anwenders.

Um ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen, muss der Anwendungsserver eine Vielzahl unterschiedlicher Eigenschaften aufweisen. Dazu gehören Skalierbarkeit, umfassende Verwaltungsfunktionen und Features, die es den verantwortlichen Mitarbeitern erlauben, die laufenden Applikationen zu überwachen. Leistungsfähige Logging-und Software-Lifecycle-Management-Funktionen spielen in diesem Zusammenhang ebenfalls eine wichtige Rolle, das gleiche gilt für Backup-Integration und die Möglichkeit, den Server selbst problemlos und ohne großen Aufwand mit Patches und Updates auf den aktuellen Stand zu bringen. Letzteres ist von besonderer Bedeutung, da Applikationsserver leicht zu Zielen von Hackerangriffen werden können.

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