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Setup und Konfiguration
Optimierungen gibt es ferner beim Setup und der Konfiguration des Serversystems. Das Einrichten des Servers erfolgt dabei in zwei Stufen. Im ersten Schritt wird der Windows Server 2008 installiert. Dieses Setup unterscheidet sich nicht von den Abläufen, die ansonsten beim Windows Server anzutreffen sind. Im zweiten Schritt erfolgt das Einrichten des HPC-Pack. Auch das ist durch Hilfen und Assistenten gesteuert. Für Testszenarien oder in speziellen Konfigurationen, ist der Betrieb des HPC auch in einer virtuellen Maschine des Hyper-V möglich.
Nach dem Setup erhält der Anwender eine To-Do-Liste. Hierin sind die wichtigsten Konfigurationsschritte enthalten. In der To-Do-Liste wird der Anwender durch die Konfiguration geführt. Dies ist vergleichbar mit der Konfiguration eines Standard Windows Rechner. Zu diesen Schritten zählt das Einrichten der Netzwerkanbindung, der Cluster Knoten oder des Reportings. Am Ende der Konfiguration sollte eine Validierung angestoßen werden. Diese überprüft, ob der HPC-Server und die Clusterknoten korrekt konfiguriert wurden.
Die Verwaltung des Rechen-Clusters
Microsoft hat den HPC-Server mit einer Vielzahl an Verwaltungstools und Hilfen ausgestattet. Zu dessen zentralen Verwaltungstools gehört der HPC Job Manager und Cluster Manager. Auch diese Tools unterliegen dem Rollenkonzept und zeigen für die Benutzer oder zentralen Administratoren jeweils die für sie bestimmten Inhalte.
Der HPC Job Manager liefert die Informationen zu den Jobs. Er bringt beispielsweise Aufschluss welche Jobs gerade laufen, abgebrochen oder abgeschlossen wurden oder auch jene die fehlgeschlagen sind. Er umfasst auch die Möglichkeiten der Job-Steuerung mit der dedizierten Zuweisung von Ressourcen, die der Job nutzen darf. Um Jobs auch mit anderen Systemen auszutauschen, lassen sie sich in eine XML-Datei exportieren. Der zentrale Administrator kann dabei auch Job-Templates für seine Benutzer erstellen und verwalten.
Im HPC Cluster Manager werden die Rechnerknoten angezeigt und verwaltet. Eine Heat Map zeigt dabei die Auslastung der Knoten in grafischer Darstellung. Die dabei einzublendenden Parameter lassen sich durch den Anwender wahlfrei einstellen. Dies sind beispielsweise die Angaben zur Nutzung des physikalischen Speichers, dem Plattenplatz, den laufenden Jobs oder Tasks, die Aufrufe des WCF Broker oder die Anzahl der verwendeten CPU-Cores. Die Konfiguration ist mit dem Performance Manager des Standard Windows durchaus vergleichbar, aber eben auf HPC-Belange bezogen.
Microsoft hat das Setup und die Verwaltungstools des HPC so konzipiert, dass die gesamte Verwaltung des HPC durch den Benutzer des Clusters vorgenommen werden kann. Dies gilt auch für die weiteren Verwaltungswerkzeuge. Diese ermöglichen eine einfache Administration eines HPC-Clusters durch den Benutzer. Für einfache oder singuläre Cluster mag das ausreichen. In Unternehmen, in denen aber viele und große Cluster im Einsatz sind, wird man die Verwaltung an ein dediziertes Team delegieren wollen. Dies deckt sich auch mit den Verwaltungskonzepten des HPC. Durch ein integriertes Rollenmanagement lässt sich eine abgestufte Verwaltung aufbauen, bei der der Benutzer seine eigenen Systeme unter Kontrolle hat, die zentrale IT allerdings behält den großen Überblick über alle Systeme. Durch das Rollenmanagement lässt sich auch festlegen, wer beispielsweise Jobs starten, ändern oder löschen darf.
Desweiteren gibt es eine Anbindung an den System Center Operations Manager. Durch Management Packs kann dabei der HPC-Cluster auch aus dem Kontext des Operations Manager verwaltet werden. Daneben besteht außerdem auch die Möglichkeit mittels Remote Desktop auf entfernte Systeme zuzugreifen.
Abgerundet werden die Verwaltungstools schließlich durch die Hilfen des Reportings. In unzähligen Berichten können sich die Nutzer, die IT-Betreuer oder auch die Verrechnungsstellen über die Auslastung der Systeme, deren Zuordnung zu den Jobs oder Benutzer und dergleichen informieren. Diverse Grafiken zeigen dies auch in anschaulicher Form.
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