KI-Infrastruktur Dell erweitert HPC-Portfolio mit KI-Server und Forschungsinitiative

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Dell Technologies stellt mit dem „PowerEdge XE8812“ eine Plattform für HPC- und KI-Workloads vor – parallel hierzu beteiligt sich das Unternehmen mit AMD am Aufbau einer Forschungsinfrastruktur für Künstliche Intelligenz an der University of Cambridge.

Dell Technologies erweitert sein Portfolio für KI- und HPC-Infrastrukturen um eine  Rack-Scale-Plattform mit hoher GPU-Dichte.(Bild: ©  Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Dell Technologies erweitert sein Portfolio für KI- und HPC-Infrastrukturen um eine Rack-Scale-Plattform mit hoher GPU-Dichte.
(Bild: © Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Dell Technologies hat sein Portfolio für rechenintensive KI- und High Performance Computing (HPC) erweitert. Auf der Supercomputing-Konferenz ISC in Hamburg stellte das Unternehmen den Server „PowerEdge XE8812“ vor. Das System basiert auf der „Vera-Rubin-NVL4“-Architektur von Nvidia und lässt sich im „Dell PowerRack 9100“ auf bis zu 144 GPUs pro Rack ausbauen. Es richtet sich an Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die große KI-Modelle oder wissenschaftliche Simulationen betreiben.

Nach Angaben von Dell ist der Server direkt flüssigkeitsgekühlt und auf hohe Rechendichte ausgelegt. Gegenüber der vorherigen Generation stehen unter anderem mehr CPU-Kerne, zusätzlicher Arbeitsspeicher und mehr GPU-Speicher zur Verfügung. Dadurch sollen sich größere Modelle vollständig im Hauptspeicher ausführen lassen, ohne auf Staging oder Swapping zurückzugreifen, was laut Dell bei KI- und HPC-Anwendungen die Latenz erhöht.

KI und HPC wachsen zusammen

Mit der Vorstellung reagiert Dell auf eine Entwicklung, die sich seit einiger Zeit im Markt abzeichnet. Klassische HPC-Anwendungen wie wissenschaftliche Simulationen und moderne KI-Workloads stellen zunehmend ähnliche Anforderungen an Rechenleistung, Speicherkapazität und Interconnects. Entsprechend erweitern Hersteller ihre Angebote um Rack-Scale-Systeme, die Server, Beschleuniger, Netzwerk und Management enger miteinander verzahnen.

Neben der Hardware integriert Dell Verwaltungsfunktionen wie den „Integrated Dell Remote Access Controller“ (Idrac) und „OpenManage Enterprise“. Sie sollen den Betrieb großer Rack-Umgebungen vereinfachen und Telemetriedaten für Überwachung und Wartung bereitstellen.

Forschungsprojekt in Cambridge ergänzt die Strategie

Parallel zum Ausbau seines Produktportfolios beteiligt sich Dell gemeinsam mit AMD am Aufbau des „Sovereign AI Innovation Lab“ (Sail) an der University of Cambridge. Die Einrichtung soll Forschenden, öffentlichen Institutionen und Industriepartnern eine gemeinsame Umgebung für die Entwicklung und den Einsatz von KI-Anwendungen bieten.

Das Labor arbeitet mit dem KI-SupercomputerZenith“, der auf AMD-„EPYC“-Prozessoren und „Instinct“-GPU-Beschleunigern basiert und in Dell-Infrastruktur eingebettet ist. Ergänzt wird die Plattform durch das KI-System „Sunrise“, das unter anderem für Anwendungen in der Fusionsforschung vorgesehen ist.

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