Investieren Sie in Datacenter!

Das Rechenzentrum als lohnende Immobilie

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das geplante Rechenzentrum in Offenbach "Maincubes One" soll 2017 den Betrieb aufnehmen.
Das geplante Rechenzentrum in Offenbach "Maincubes One" soll 2017 den Betrieb aufnehmen. (Bild: Maincubes)

Der Rechenzentrumsbetreiber Maincubes GmbH und einer ihrer Partner, die Art-Invest Real Estate, haben den Rechenzentrumsmarkt in Deutschland analysiert und kommen zum Schluss, dass nicht nur der Betrieb für Anbieter und Nutzer ein hohes Wachstumspotenzial aufweist, sondern auch die Investition in Rechenzentrumsimmobilien einen hochlukrativen Markt darstellt.

Die langfristige Entwicklung lässt sich beispielsweise anhand der Stromdichte darstellen. Die Stromdichte beschreibt, wie viel Kilowatt pro Quadratmeter in einem Rechenzentrum infrastrukturell zur Nutzung vorgehalten werden. Während zwischen 1970 und 1990 lediglich zwischen 200 und 300 Watt pro Quadratmeter gefordert waren, sind es im Jahr 2015 bis zu 2.000 Watt.

Die Kühlung für das Rechenzentrum Maincubes One ist in die Außenhülle integriert.
Die Kühlung für das Rechenzentrum Maincubes One ist in die Außenhülle integriert. (Bild: Maincubes)

In Deutschland bestehen exzellente Wachstumsaussichten, da Rechenzentren eines der Kernelemente der digitalen Infrastruktur darstellen, die für viele Entwicklungen die Voraussetzung für den technischen Fortschritt sind. Es existieren gegenwärtig zirka 2,65 Millionen Quadratmeter Rechenzentrumsfläche in Deutschland, von der rund 500.000 Quadratmeter am Vermietungsmarkt angeboten werden. Der wird Rest von Unternehmen inhouse betrieben.

Damit ist Deutschland bereits heute der größte Co-Location-Markt in Europa. Für Deutschland wird ein zusätzliches Wachstum bis ins Jahr 2020 von 18 Prozent prognostiziert, was einer Rechenzentrumsfläche von 3,14 Millionen Quadratmetern entspricht. Bedenkt man, dass bis heute lediglich 13 Prozent aller deutschen Unternehmen ihre Daten beziehungsweise IT ausgelagert haben, wird schnell klar, welches Potenzial im Rechenzentrumsmarkt steckt.

Die Markttreiber

Cloud Computing, Internet of Things, Industrie 4.0 und Big Data sind die wichtigsten Wachstumsfaktoren. Diese werden in Deutschland für ein Datenwachstum auf das Fünffache (1,1 Zetabyte) sorgen.

Das Wachstum der Rechenzentrumsfläche im Verhältnis zum Datenwachstum weist sogar auf einen künftigen Engpass hin, selbst wenn man die Weiterentwicklung von IT-Technologien wie höhere Datendichten einbezieht. Allein schon aus dieser Sicht verspricht der Rechenzentrumsmarkt hervorragende Aussichten für Betreiber und institutionelle Anleger.

Albrecht Kraas, CTO von Maincubes, sagt: „Unternehmen werden in Zukunft allein aufgrund technischer Gründe aber auch wegen Gesetzen und Sicherheitsbestimmungen noch viel mehr auf externe Rechenzentren setzen müssen. Auch aus finanzieller Sicht ergeben externe Rechenzentren für jegliche Art von Unternehmen immer mehr Sinn.“

Maincubes baut Hochleistungsrechenzentrum

Erste Baumaßnahmen

Maincubes baut Hochleistungsrechenzentrum

18.03.16 - Der Frankfurter Rechenzentrumsbetreiber Maincubes hat mit den nötigen Erdarbeiten die ersten Baumaßnahmen für ein neues Hochleistungsrechenzentrum in Offenbach bei Frankfurt begonnen. Durch den milden Winter finden direkt im Anschluss die Arbeiten für Stromversorgung und die Legung des Fundaments statt. lesen

Zudem seien Rechenzentren in Deutschland überproportional gefragt. „Die extrem gute Anbindung an das weltweite Internet, die sichere geologische Lage, die stabile Wirtschaft verknüpft mit „Made in Germany“ und der rechtlichen Sicherheit sind nicht nur Argumente für deutsche Unternehmen. Wir verzeichnen auch einen Trend, dass europäische und internationale Unternehmen auf deutsche Rechenzentrumsbetreiber mit internationaler Ausprägung setzen. Aus unserer Sicht ist der Markt noch vergleichsweise jung und bietet hervorragende Chancen für Betreiber und Anleger.“

Das Maincubes Rechenzentrum Schiphol, Amsterdam (NL)
Das Maincubes Rechenzentrum Schiphol, Amsterdam (NL) (Bild: Maincubes)

Maincubes modernisiert Rechenzentrum in Amsterdam

Maincubes ist ein deutsches Rechenzentrumsunternehmen mit internationalen Lokationen. Der Hauptsitz ist in Frankfurt am Main. Mit dem Frankfurter Objekt Maincubes One will der Rechenzentrumsbetreiber „den Co-Location-Markt auf ein neues Niveau heben“: außergewöhnlich hohe Energie-Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit durch ein neuartiges Raumdesign in Verbindung mit innovativer Technologie. Maincubes One hat den Deutschen Rechenzentrumspreis 2012 für visionäre Rechenzentrumsarchitektur erhalten und steht für Nachhaltigkeit sowie einen ökologischen Betrieb durch ein neues und zukunftsorientiertens Design.

Vor kurzem kündigte Maincubes zudem an, dass das Unternehmen sein im April 2016 neu erworbene Rechenzentrum in Schiphol (Flughafen Amsterdam) mit einem zweistelligen Millionenbetrag auf den neuesten Stand der Technik bringen und zugleich die nutzbare Rechenzentrumsfläche vergrößern will. Die Lokation bietet mit derzeit rund 1.000 Quadratmeter Datacenter-Fläche hohes Ausbaupotenzial für zusätzliche Kunden. Bei voller Auslastung kann das Rechenzentrum mehr als 4.500 Quadratmeter zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus wird Maincubes die gesamte Kühltechnologie neu planen und installieren. Ziel ist es sowohl für die existierenden als auch für neue Kunden überdurchschnittlich gute PUE (Power Usage Effectiveness)- beziehungsweise EUE-Werte zu erreichen und damit deutlich die Stromkosten für die Kühlung zu senken. Im gleichen Zug wird auch die Stromdichte pro Quadratmeter auf 1,6 bis 1,8 Kilowatt erhöht. Damit haben Kunden die Möglichkeit, pro Quadratmeter deutlich mehr IT effizient zu installieren. Die Umbaumaßnahmen werden in Zusammenarbeit mit dem existierenden Service-Personal und mit Technologiepartnern durchgeführt.

Oliver Menzel ist der CEO von Maincubes.
Oliver Menzel ist der CEO von Maincubes. (Bild: Maincubes)

„Das Umfeld des Flughafen Schiphol ist ein stark nachgefragter Standort für Datenzentren. Unsere Expansionsstrategie ist ganz klar: Amsterdam ist mit London und Frankfurt der wichtigste RZ-Standort in Europa. Daher werden wir das Rechenzentrum auch möglichst schnell modernisieren und zusätzliche Fläche bereitstellen. Gespräche mit einem Großmieter über eine Anmietung von rund 2.100 Quadratmetr und 3,5 bis 4 Megawatt IT-Last mit einer Laufzeit über 15 Jahre sind bereits terminiert. Dies zeigt sehr deutlich, dass wir mit der Übernahme dieses Rechenzentrums den richtigen Schritt in unserer europäischen und globalen Expansionsstrategie getan haben“, führt Oliver Menzel, neuer Geschäftsführer der Maincubes B.V., aus.

Maincubes-Services

Neben der Vermietung von Rechenzentrumsfläche bietet das Unternehmen auch Premium-Services, die deutlich über die klassischen Leistungen von Co-Location-Rechenzentrumsbetreibern hinausgehen. Diese umfassen beispielsweise deutlich schnellere Reaktionszeiten, individuelle Vertrags-Bundles sowie DCIM-Services, welche technische Komponenten des Rechenzentrumsbetriebs und die IT der Kunden für eine bessere Ressourcenauslastung zusammenführen.

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Jannis Walter aus Facebook: Wunderbar, dann werden DCs zu Spekulationsobjekten und ein Cage wird...  lesen
posted am 15.06.2016 um 12:27 von Unregistriert


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