Expertenvortrag beim Deutschen Rechenzentrumspreis

Das Rechenzentrum als Energielieferant

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Ausgleich von Frequenzschwankungen

"Man braucht nur eine Autobatterie ... ", heißt es unter anderem in einem Video über das Elektrolyt-Verfahren vom Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie. (Link am Ende des Artikels)
"Man braucht nur eine Autobatterie ... ", heißt es unter anderem in einem Video über das Elektrolyt-Verfahren vom Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie. (Link am Ende des Artikels)
(Bild: Fraunhofer Institut)
Im Zuge des Politikwechsels weg von Atomstrom und hin zu erneuerbaren Energien wurden für die Privatwirtschaft Anreize geschaffen, um Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen. Derzeit gibt es vielfältige Überlegungen, Kapazitätsmärkte für die dauerhafte Versorgungssicherheit mit Strom einzurichten.

Als Beispiel für das Funktionieren eines solchen Marktes dient der seit Jahren erprobte „Minutenreservemarkt“. Heute wird er zum Ausgleich von kurzfristigen – ungeplanten und unvorhergesehenen - Frequenzschwankungen genutzt.

Bislang lag die Teilnahme an diesem Markt bei einer Mindestleistung von 15 Megawatt, war also nur für Großanlagen wie Pumpspeicher geeignet. Jetzt wurde diese Mindestleistung auf 5 Megawatt gesenkt, was auch für große Rechenzentren interessant sein kann.

Unabhängigkeit von Wetter

Hinzu kommt, dass Rechenzentren nicht ortsgebunden sind, „also auch in der Nähe von Solarfeldern oder Offshore-Windparks errichtet werden, wodurch der Gleichstrom auf kurzem Wege geregelt und effizient genutzt werden kann“, propagiert Ulrich Terrahe, Inhaber der DC-CE RZ-Beratung.

Im April wird es in Frankfurt am Main anlässlich der Verleihung des Deutschen Rechenzentrumspreise 2013 unter dem Schwerpunkt „Das Rechenzentrum als Stromspeicher“ eine Vortragsserie geben.

Die Autorin:

Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Coach in München.

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