Zusätzliche Datacenter-Kapazität in der Main-Metropole

Cyrus One baut zusätzliche Rechenzentren in Frankfurt und anderswo

| Redakteur: Ulrike Ostler

Blick auf das Cyrus-One-Rechenzentrum in Frankfurt Sossenheim mit der Bezeichnung "Frankfurt II".
Blick auf das Cyrus-One-Rechenzentrum in Frankfurt Sossenheim mit der Bezeichnung "Frankfurt II". (Bild: Cyrus One)

Im Dezember 2017 hatte der US-amerikanischer Real Estate Investment Trust (REIT) Cyrus One von Zenium Rechenzentren in London und Frankfurt für 442 Millionen Euro übernommen. Im August 2018 wurde die Übernahme abgeschlossen. Jetzt wird ausgebaut.

Cyrus One hat sich auf den Bau und Betrieb von Carrier-neutralen Rechenzentren spezialisiert. Das Unternehmen betreibt weltweit 45 Datacenter in den USA, Europa und Asien, die den Betrieb der IT-Infrastruktur von weltweit 1000 Kunden sicherstellen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz im texanischen Dallas.

Zu den Bauprojekten gehört „Frankfurt III“; es soll im ersten Quartal 2020 fertiggestellt sein. Frankfurt III wird zwei vierstöckige, miteinander verbundene Gebäude in einer Fläche von 11.500 Quadratmetern umfassen. Die Gebäude stellen für die IT eine Leistung von 22 Megawatt (MW) bereit und binden diverse Glasfaserkabel-Provider mit ein.

In London und in Frankfurt

Auch in London geht es weiter. Wie in Frankfurt hat Cyrus One dafür ein weiteres Grundstück für den Bau des zusätzlichen Rechenzentrums gekauft. Das sich jetzt im Bau befindliche Rechenzentrum „London III“ soll im vierten Quartal 2019 bezugsfertig sein.

Es befindet sich im Stadtteil Slough, wo sich bereits zahlreiche Rechenzentren angesiedelt haben. Es wird über eine Größe von 3.670 Quadratmetern verfügen und eine IT-Leistung von 9 MW bereitstellen.

Beide Data Center in Deutschland und Großbritannien können auf die Kundenwünsche angepasst werden und verfügen über adiabatische Kühltechnik und gute Werte bei der Power Usage Effectiveness (PUE).

Gary Wojtaszek, President und CEO bei Cyrus One, sagt: „Es ist unser Ziel, die führenden Technologiefirmen der Welt im digitalen Zeitalter zu unterstützen. Mit dem weiteren Ausbau unserer Kapazitäten in Deutschland und Großbritannien helfen wir unseren Kunden dabei, ihr eigenes weltweites Wachstum weiter voranzutreiben.“

In Virginia

Doch handelt es sich hierzulande um ein großes Rechenzentrum, hat das REIT-Unternehmen in den USA ganz andere Dimensionen im Sinn. In Sterling, Virginia, kaufte Cyrus One Land und einen Neubau, dessen erste Ausbaustufe als Rechenzentrum im ersten Quartal 2019 abgeschlossen sein soll.

Das Rechenzentrum soll 33 Megawatt für die IT bereitstellen. Vorgesehen aber ist ein Ausbau auf 160 Megawatt. Ganz klar, welche Kunden Cyrus One damit anlocken will: „Hyperscaler verlangen Warp-Geschwindigkeit, und wir sind stolz darauf, dass wir in Nord-Virginia von Null auf 160 beschleunigen können, angetrieben durch die Nachfrage von Cloud- und Unternehmenskunden", sagte Tesh Durvasula, Chief Commercial Officer von Cyrus One.

Das Datacenter ist das vierte von Cyrus One in Sterling. „Sterling I“, das 2015 entstand. Doch damit ist noch nicht Schluss. Das ehrgeizigste Projekt von Cyrus One in der Region ist „Sterling V“, das voraussichtlich eine Million Quadratmeter bei voller Auslastung erreichen wird.

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