Hyperscale-Ausbau im FLAP-Markt Yondr nimmt 20-Megawatt-Rechenzentrum bei Frankfurt in Betrieb

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Der Hyperscale-Spezialist Yondr hat die ersten 20 Megawatt seines neuen Rechenzentrums in Bischofsheim fertiggestellt – ein Standort mit strategischer Bedeutung im stark umkämpften FLAP-Markt.

Symbolbild: Yondr auf Expansionskurs. Der Rechenzentrumsbetreiber und -entwickler stellte erst kürzlich das 100-MW-Datacenter in London fertig und nun kommt ein weiteres nach Frankfurt.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
Symbolbild: Yondr auf Expansionskurs. Der Rechenzentrumsbetreiber und -entwickler stellte erst kürzlich das 100-MW-Datacenter in London fertig und nun kommt ein weiteres nach Frankfurt.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Der Rechenzentrumsentwickler Yondr hat die ersten beiden Phasen seines 40-Megawatt-Projekts im südhessischen Bischofsheim erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen hat 20 Megawatt (MW) Kapazität nach nur 20 Monaten Bauzeit an einen nicht genannten Hyperscale-Kunden übergeben. Damit liefert Yondr innerhalb eines Jahres nach dem 100-MW-Campus in London bereits zum zweiten Mal eine größere Anlage in Europa aus.

Das Bischofsheimer Rechenzentrum erfüllt laut Yondr hohe Nachhaltigkeitsstandards, darunter eine geplante LEED-Gold-Zertifizierung. Mit Solarpanels auf dem Dach, einer begrünten Fassade und Ladepunkten für E-Fahrzeuge erfüllt das Gebäude bereits Anforderungen des deutschen Energie-Effizienzgesetzes (EnEfG), das ab 2027 den vollständigen Einsatz erneuerbarer Energien vorschreibt.

Strategisch positioniert im Raum Frankfurt

Mit dem Standort in Bischofsheim stärkt Yondr seine Präsenz im FLAP-Markt (Frankfurt, London, Amsterdam, Paris). Dieser Markt gilt als Vorreitermarkt für den Rechenzentrenmarkt in Europa. Die Region Frankfurt profitiert von ihrer Nähe zur Finanzwirtschaft, internationalen Internet-Knotenpunkten und exzellenten Strom- und Netzkapazitäten.

Yondr positioniert sich dabei als Developer mit globalem Footprint und einem Fokus auf Hyperscale-Infrastrukturen. In der Region EMEA ist das Unternehmen bereits in Amsterdam, Berlin und London aktiv, in Asien unter anderem in Tokio, Jakarta und Mumbai. Der Markteintritt in Indien erfolgt über das Joint Venture „Ever Yondr“ mit dem Investmenthaus Everstone.

Standardisierte Designplattformen für schnelle Skalierung

Technologisch verfolgt Yondr zwei modulare Infrastrukturansätze: Mit „Metro Bloc“ adressiert das Unternehmen verdichtete urbane Lagen und setzt auf skalierbare, kompakte Designs. „Hyper Bloc“ ist auf großflächige Hyperscale-Standorte ausgelegt und erlaubt flexible Hallengrößen bis 40 MW. Beide Plattformen basieren auf einer standardisierten Architektur mit niedrigen PUE-Werten (Power Usage Effectiveness), adaptiver Redundanz und kurzen Time-to-Market-Zeiten.

Bis heute hat Yondr nach eigenen Angaben weltweit über 450 MW Rechenzentrumskapazität gebaut. Das Unternehmen gibt keine Auskunft über Kunden oder spezifische Technologien; denn Diskretion sei Teil des Geschäftsmodells.

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