Unglücke im Datacenter

Chlorgasvergiftungen und Feuer in Apple-Rechenzentren

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der Besuchereingang des Rechenzentrumskomplexes von Apple in Maiden.
Der Besuchereingang des Rechenzentrumskomplexes von Apple in Maiden. (Bild: Apple)

Es geschah in der vergangenen Woche: ImMaiden- Rechenzentrum von Apple, North-Carolina, erlitten Mitarbeiter leichte Chlorgasvergiftungen und mussten ins Krankenhaus.

Die Tageszeitung „USA Today” berichtete es schon am 2. Juni (mit Video): In einem der Apple-Rechenzentren in Maiden löste ein Leck, durch das Chlorgas austrat, nicht nur Chaos aus, sondern auch einen Notarzteinsatz. Fünf Mitarbeiter kamen mit leichten Vergiftungen ins nahegelegene Catawba Valley Medical Center, konnten aber schon bald entlassen werden und zur Arbeit gehen.

Nach Angaben von Apple wurde der Vorfall vermutlich ausgelöst durch eine falsche Verwendung von Chemikalien, die bei der Reinigung der Kühlsysteme eingesetzt wurden.

Auf dem Gelände in North Carolina befinden sich zwei Datacenter, die die Cloud-Services von Apple bedienen. Sie werden zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben, die unter anderen durch Biogas-befeuerte Brennstoffzellen von Bloom Energy Corp. und durch zwei Solar-Anlagen mit 20 Megawatt bereitgestellt wird. Die gesamte Anlage gehört zu den größten von Apple und kostet in einem Jahrzehnt etwa 1 Milliarde Dollar.

Eine Woche zuvor hatte es in einem anderen Apple-Rechenzentrum gebrannt. In diesem Fall war das Datacenter in Mesa, Arizona, betroffen, das Apple von dem angeschlagenen Hersteller von Saphirglas GT Advanced übernommen hatte. Bei dem Feuer kamen keine Menschen zu Schaden.

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