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Anpassungsbedarf bei Kyoto-Kühlung
Um böse Überraschungen auszuschließen, erfordern neu konzipierte oder konsolidierte Rechenzentren angepasste Brandschutzkonzepte. Beispiel Kyoto-Kühlung.
Die sechs Meter großen Rotationswärmetauscher sind zwar sehr effizient in punkto Raumkühlung, aber aus Brandschutzsicht erfordern sie ein Umdenken: Durch die Aluminiumräder bewegen sich je nach Auslegung große Mengen an Luft. "Mit dem Wärmetauscher-Rad würde zu viel sauerstoffreduzierte Atmosphäre aus dem Schutzbereich verloren gehen und dies wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll", sagt Kock.
Wagner geht folglich im Falle der Kyoto-Kühlung bereits einen anderen Weg. Sobald die Brandsensoren Rauchgase erkennen, stoppt das Wärmetauscher-Rad und das Klimatisierungssystem schaltet auf eine Umluftkühlung um.
Anschließend wird über eine Flaschenbatterie das Sauerstoffniveau auf ein sicheres Niveau gefahren und über Oxyreduct so lange gehalten bis Rückzündungen ausgeschlossen sind. Der Vorteil liegt darin, dass die IT-Infrastruktur weiterhin am Stromnetz bleibt. Im Gegensatz dazu muss bei einer Gaslöschanlage aus Sicherheitsgründen der Strom abgeschaltet werden.
Die Brandgefahr steigt
Einfluss auf das Brandschutzkonzept nehmen weitere aktuelle Trends im RZ-Design. Dichtgepackte High-Density-Racks mit einer Stromdichte von mehr als zehn Kilowatt je Rack sind auf dem Vormarsch. Das bedeutet höhere Luftströmung aufgrund zunehmender Energiedichte, Einhausungen mit Warm- und Kaltgängen, größere Druckunterschiede vom Doppelboden zum Raum oder Wasserkühlung der Server-Schränke.

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