Damit die Flammen nicht hochschlagen und der Rauch schwelt

Brandschutz im Datacenter - zwei Hersteller, zwei Konzepte

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Integrierter Schutz

Aktive Brandlöschung: Inergen-Löschanlage für den Doppelboden oder den gesamten Server-Raum.
Aktive Brandlöschung: Inergen-Löschanlage für den Doppelboden oder den gesamten Server-Raum.
(Bild: Telehouse)
Statt die Raumluft zu analysieren lässt sich Brandschutz auch gleich in geschlossene 19" IT-Racks integrieren. Das hat der Hersteller Minimax mit dem „OneU“ Brandschutzsystem realisiert. Bei einer Bauhöhe von 44 Millimetern passt das Schutzsystem in jeden Server-Schrank.

Trotzdem gibt es alles, was man zur Branderkennung und eine rückstandsfreie Löschung braucht. Das System ist modular aufgebaut, besitzt redundante Baugruppen sowie eine integrierte Notstromversorgung.

In der 19-Zoll-Höheneinheit befinden sich:

  • ein sensibles Ansaugrauchmelder-System
  • ein Löschmittelbehälter mit Schwundüberwachung und Löschdüse
  • eine Notstromversorgung
  • die Auswerte- und Steuerelektronik
  • die Anschlüsse für externe Alarmmittel und zur Abschaltung von Stromkreisen
  • ein übersichtliches Anzeige- und Bedienfeld.

Im Brandfall öffnet ein Auslösemechanismus das Ventil mit der Treibgaspatrone und dem chemischen Löschmittel „Novec 1230“, das für ein Raumvolumen bis zu drei Kubikmeter ausreicht. Durch die spezielle Düsengeometrie wird sichergestellt, dass das Löschmittel beim Düsenaustritt verdampft und so seine volle Löschwirkung entfaltet.

Es verteilt sich gasförmig und dringt dabei in sämtliche im IT-Rack installierte Geräte und Kabelzwischenräume ein. Der Brand wird schnell und rückstandsfrei gelöscht.

Sauerstoff muss draußen bleiben

Allerdings kommt es beim Einsatz von Löschmitteln in den meisten Fällen zur Unterbrechung des IT-Betriebs. Entzieht man der Umgebungsluft den Sauerstoff durch Stickstoff oder verdrängt ihn durch Argon haben glimmende Brandherde keine Chance. Vorausgesetzt die Gebäudehülle und der Server-Raum sind luftdicht gegenüber der Umgebung abgeschlossen. Schon ein offener Kabelgang schaufelt Frischluft in den Raum, die einen Stickstoff-Kompressor an die Leistungsgrenzen treiben kann.

Der Autor:

Andreas Beuthner ist freier Autor aus Gauting bei München

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