Europäische Service Provider registrieren starke Nachfrage nach IaaS

Aus traditionellem Hosting wird Infrastructure as a Service

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Mehrheit der Studienteilnehmer (76 Prozent) besitzt und betreibt noch eine eigene IT-Infrastruktur (Hardware wie etwa Server, Router und Switches), die entweder im eigenen Rechenzentrum oder im Datacenter eines Drittanbieters betrieben wird.
Die Mehrheit der Studienteilnehmer (76 Prozent) besitzt und betreibt noch eine eigene IT-Infrastruktur (Hardware wie etwa Server, Router und Switches), die entweder im eigenen Rechenzentrum oder im Datacenter eines Drittanbieters betrieben wird. (Bild: Interxion)

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage nach IaaS und SaaS deutlich gestiegen, besagt eine Studie von Interxion Holding NV. 2013 lag traditionelles Hosting (einschließlich Managed, Dedicated und Web Hosting) noch vorne. Mittlerweile haben Cloud Services Hosting-Dienste überholt.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Markt in einer Umbruchphase befindet: Zahlreiche Unternehmen stellen auf die Cloud um und fragen vor allem Infrastructure as a Service (IaaS) nach. Gleichzeitig schwindet die Nachfrage nach traditionellen Hosting Services, besagt die Marktuntersuchung.

Interxion bietet Cloud- und Carrier-neutralen Rechenzentrumsdienstleistungen für Colocation. Im Rahmen seiner Studie „2014 European Hosting and Cloud Survey” wurden über 400 Führungskräfte und IT-Entscheider aus der Hosting- und Cloud-Branche befragt.

43 Prozent der Auskunftgeber registrieren jetzt eine starke Nachfrage nach IaaS, im vergangenen Jahr waren es 36 Prozent. Lediglich 23 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzen die Nachfrage nach Hosting-Angeboten höher ein. In der letztjährigen Studie war dies noch mehr als jeder Zweite (56 Prozent). Durch den steigenden Bedarf an Cloud-Diensten sind Service Provider hervorragend positioniert, um zusätzliche Umsätze zu generieren.

Die Konkurrenz nimmt zu

Die Umfrage zeigt auch, dass sich der Wettbewerb zwischen weltweiten Cloud-Plattformen und regionalen sowie lokalen europäischen Anbietern verschärft. Im vergangenen Jahr haben lediglich 13 Prozent der Befragten internationale Cloud Provider als Konkurrenz betrachtet. Diese Zahl ist in der diesjährigen Umfrage auf 37 Prozent gestiegen.

Je mehr internationale Provider ihre Plattformen in Europa anbieten, desto stärker müssen sich lokale Anbieter von ihnen differenzieren. Die Mehrheit der Befragten (86 Prozent) hält Kundenservice für das wichtigste Differenzierungsmerkmal.

82 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass der Umsatz mit IaaS derzeit nicht mehr als 40 Prozent des gesamten Umsatzes ausmacht. Nur 54 Prozent glauben jedoch, dass das 2016 noch immer so sein wird
82 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass der Umsatz mit IaaS derzeit nicht mehr als 40 Prozent des gesamten Umsatzes ausmacht. Nur 54 Prozent glauben jedoch, dass das 2016 noch immer so sein wird (Bild: Interxion)

JF van der Zwet, Director, Business Development & Marketing bei Interxion, bewertet die Entwicklung: „Je mehr Unternehmen ihre Daten und Anwendungen in die Cloud verlagern, desto mehr bauen Europäische Service Provider ihr Cloud-Angebot zulasten des traditionellen Hostings aus und erwarten dadurch deutliche Umsatzzuwächse.“

Angesichts des schärferen Wettbewerbs hätten sowohl lokale Provider als auch multinationale Plattformen ihre Berechtigung im Cloud-Markt. Um sich gegenüber weltweiten Anbietern zu behaupten, konzentrierten sich lokale Provider stärker auf ihren Kundenservice und ein breit gefächertes Angebot. „Dadurch werden sie langfristig erfolgreich sein“, vermutet Zwet.

Weitere Studienergebnisse:

  • Cloud Computing nimmt zunehmend Einfluss auf den Umsatz. Während zwölf Prozent der Befragten schätzen, dass sie im vergangenen Jahr 60 Prozent oder mehr Umsatz mit IaaS generiert haben, erwarten dies 24 Prozent für 2016.
  • Service Provider besitzen und betreiben ihre IT-Infrastruktur bevorzugt selbst. Die Mehrheit der Befragten (76 Prozent) verwaltet ihre Computing-Hardware (Server, Router, Switches) in einem eigenen oder dem Rechenzentrum eines Drittanbieters.
  • Mehr als ein Drittel der Service Provider (35 Prozent) hat ein eigenes Rechenzentrum gebaut und nutzt es als primären Standort. Weitere 38 Prozent arbeiten mit einem Drittanbieter zusammen. Die verbleibenden 27 Prozent setzen auf eine Cloud-Infrastruktur.
Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43069192 / IT-Services)