Zukunftssichere Kommunikationsnetze ADVA forscht an innovativen QKD-Projekten

Von Martin Hensel

Der Networking-Spezialist ADVA beteiligt an drei Forschungs- und Entwicklungsprojekten rund um zukunftssichere Kommunikationsnetze. Im Mittelpunkt steht dabei das Thema Quantum Key Distribution (QKD).

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ADVA forscht zum Thema Quantum Key Distribution (QKD).
ADVA forscht zum Thema Quantum Key Distribution (QKD).
(Bild: Pete Linforth / Pixabay )

Die Initiativen werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ihr Ziel ist es, Cybersicherheitsbedrohungen durch Quantenhacker zu begegnen und die nächste Generation einer quantensicheren Netzinfrastruktur mit Technologie „Made in Germany“ zu realisieren. ADVA arbeitet in diesem Rahmen mit anderen Konsortialpartnern zusammen. Gemeinsam wollen sie die QKD-Technologie robuster und einfacher integrierbar machen sowie die kommerzielle Einführung beschleunigen.

„Die sich abzeichnende Bedrohung durch leistungsstarke Quantencomputer stellt ein Risiko für unsere hochsensitiven Daten dar. Es besteht auch die unmittelbare Gefahr, dass Cyberkriminelle verschlüsselte Informationen abfangen, um sie zu einem späteren Zeitpunkt unter Zuhilfenahme von Quantencomputern zu entschlüsseln“, erklärt Michael Roth, General Manager von ADVA Network Security. Deshalb sei die Umstellung auf quantensichere Schutzmechanismen für die langfristige Sicherheit kritischer Daten unerlässlich. „QKD basiert auf physikalischen Quantenmechanismen und schützt den Schlüsselaustausch zwischen den Endpunkten einer Kommunikationsverbindung. Selbst wenn es in Zukunft Fortschritte bei klassischen Methoden der Dechiffrierung oder leistungsfähigere Quantencomputer geben wird, kann ein Angreifer die QKD-geschützten Schlüssel nicht abfangen“, so Roth.

Projekte im Überblick

An allen drei Projekten ist ein Konsortium aus Industrie- und Forschungspartnern beteiligt, die über anerkannte Expertise in den Bereichen Quantentechnologien, Kryptografie, optische Kommunikation und Netzbetrieb verfügen. Das Projekt „DemoQuanDT“ wird von der Deutschen Telekom koordiniert. Es wird den sicheren Austausch von Quantenschlüsseln über eine Glasfaserverbindung zwischen Berlin und Bonn demonstrieren sowie die herstellerneutrale Schlüsselverwaltung untersuchen.

Unter Leitung von Infosim widmet sich das Projekt „QuNet+ML“ der Erforschung von Methoden zur Optimierung der Verteilung von Quantenschlüsseln in großen Netzwerken durch maschinelles Lernen. ADVA schließlich leitet das Projekt „DE-QOR“: Hierbei dreht es sich um die Entwicklung einer kompakten und kosteneffizienten CV-QKD-Technologie („Continuous Variable QKD“), die mit bestehender Metro- und Weitverkehrsinfrastruktur von Glasfasernetzen kompatibel ist.

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