Wärmekalkulator vereinfacht Berechnung des Kühlbedarfs im Rechenzentrum

Abgeschlossen Kalt-Warmluftgänge sorgen für optimale Kühlung

31.10.2007 | Redakteur: Ulrich Roderer

Modulan setzt auf geschlossen Kalt-Warmgänge
Modulan setzt auf geschlossen Kalt-Warmgänge

Modulan setzt auf ein neues geschlossenens Raumsystem von Warm- und Kaltluftgängen zur Kühlung von Rechnern in Serverräumen als Alternative zu teurer und wenig beliebter Wasserkühlung. Ein Kalkulator berechnet Möglichkeiten bei der Kühlung Strom zu sparen.

Das neue Raum-im-Raum-Konzept besteht aus zwei sich gegenüberstehenden Schrankreihen, zwei Servicegangtüren an den Stirnseiten und einer Plexiglasbedachung, die den „Raum im Raum“ nach oben hin abdichtet. Der Raum, der so mittig zwischen den beiden Schrankreihen entsteht, bildet einen Gang, in den die Kaltluft geleitet wird, die von dort direkt von den Rechnern angesaugt werden kann. „Damit stellen wir sicher, dass die Kaltluft auch bis an das oberste Rack gelang, ohne dass zusätzlich Ventilatoren eingesetzt werden müssten“, sagt Michael Husseini von Modulan. Spezielle Luftblockadevorrichtungen im Doppelboden unterhalb des Schrankes verhindern, dass die Kaltluft an den Stellen eindringen kann, an denen Daten- und Stromkabel aus dem Boden heraus geführt werden. Luftleitbleche, die zwischen den 19“-Einheiten montiert sind, sorgen dafür, dass vom rückwärtigen Teil der Rechner keine warme Luft zurück in den Kaltluftgang gelangen kann. Somit ist sichergestellt, dass sich zum einen Warm- und Kaltluft nicht miteinander vermischen und zum anderen die Kaltluft ausschließlich den Rechnern zugeführt wird. Da einzig der Kaltluftgang von den Klimageräten mit kalter Luft versorgt wird, ist zur Kühlung eine wesentliche niedrigere Energieleistung notwendig. „Wir bieten auch die Möglichkeit an, die Warmluft aus dem Warmgang über eine Rohr direkt an die Klimaanlage zur Weiterverwendung abzuleiten, beispielsweise zu Heizung von anderen Räumen“, sagt Husseini.

Die Raum-in-Raum-Lösung wird nicht allein des geringen Platzbedarfs wegen in mittelständischen und in Großbetrieben eingesetzt. „Für unsere Kunden gehören Wasser und Strom einfach nicht zusammen“, erklärt Sven Husseini, Geschäftsführer der modulan GmbH. „Unsere Lösung arbeitet mit Luft. Neben dem Sicherheitsaspekt spielen für unsere Anwender auch die im Vergleich niedrigen Anschaffungs- und Betriebskosten eine große Rolle.“

Seit der Firmengründung ist das Produktportfolio der modulan GmbH darauf ausgerichtet, alle Racksysteme auch im Nachhinein noch flexibel in Tiefe und Breite erweitern zu können. Nach einem Baukasten-Prinzip können alle Elemente individuell zusammengestellt werden. Sowohl offene als auch geschlossene Einzel- sowie System-Schränke in verschiedenen Breiten lassen sich miteinander kombinieren. Die Systemschränke lassen sich mit Schiebetüren ausstatten, die unter anderem das Mindestmaß von Fluchtwegen ganz sicher einhalten.

Optimales Kabelmanagement

Das Kabelmanagement des Modulan-Systems besteht aus Gitterbahnen, in denen die Kabel verlegt werden. Klettverschlüsse verhindern, dass sie bei der vertikalen Anbringung herausfallen. Umständliches und zeitaufwendiges Einbringen der Kabel in Führungsbügel wird damit überflüssig. Auf Kabelbinder kann dabei komplett verzichtet werden. Das ermöglicht Administratoren und Technikern flexibleres und schnelleres Arbeiten, sobald Änderungen in den Serverräumen vorgenommen werden müssen. Die Gitterbahnen lassen sich sowohl vertikal als auch horizontal an jeder beliebigen Stelle im Serverschrank anbringen. Auch zwischen den einzelnen Racks können Kabel mit den Gitterbahnen verlegt werden.

Blindplatten mit Clips, die direkt an den Profilschienen befestigt werden sorgen für eine komfortable Anbringung, indem auf den sonst üblichen Einsatz von Käfigmuttern und Schrauben verzichtet wird. Solche Platten sind für große Rechenzentren konzipiert, wo sie in hoher Stückzahl zum Einsatz kommen. Die spezielle Befestigungsvariante bringt eine enorme Zeitersparnis mit sich. Blindplatten werden innerhalb der Serverschränke montiert, wenn diese nicht vollständig bestückt sind. Damit verhindern sie, dass sich kalte und warme Luft innerhalb der Racks vermischen kann.

Energieverbrauch optimal kalkulieren

Moduan bietet seinen Kunden ebenfalls einen-Kalkulator als Dienstleistung, der die Kühllast in Serverräumen berechnet. Wesentliche Bedingungen, die sich auf den Energieverbrauch auswirken, werden festgehalten. Beispielsweise werden so die Raumgröße und die Anzahl und Größe der Fenster und Türen ermittelt. Aber auch die Beschaffenheit der Fensterverglasung und die der Innen- und Außenwände werden berücksichtigt. Schließlich wird errechnet, wie hoch die Kühllast im Serverraum tatsächlich ist. Außerdem wird festgelegt, welche Leistung das Klimagerät erbringen muss, um eine optimale Temperatursenkung zu erzielen. Daraus ergibt sich, ob die Leistung der vorhandenen Klimageräte zu hoch oder zu niedrig ist. Bei zu niedriger Leistung wird anschließend überprüft, ob die vorhandenen Kühlgeräte die erforderliche Leistung überhaupt erbringen können. Das Berechnungstool bietet Unternehmen damit eine wertvolle Entscheidungsgrundlage, ob beziehungsweise ab welchem Energieverbrauch der Einsatz eines alternativen Kühlsystems sinnvoll ist. „Grüne IT bedeutet mit den zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten den Energiebedarf nicht zu erhöhen, um das Equipment angemessen zu kühlen,“ sagt Sven Husseini, Geschäftsführer der Modulan GmbH.

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