Unklare Rechenzentrumsplanungen im Landkreis Rostock Dummerstorf und das 1,2-GW-Rechenzentrum: Was ist an den Gerüchten wirklich dran?

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Nach NDR-Berichten über ein geplantes 1,2-Gigawatt-Rechenzentrum in Dummerstorf herrscht Unklarheit. In Gemeindepapieren ist von „aufgebauschten Schlagzeilen“ die Rede. Eine Stellungnahme steht noch aus.

Symbolbild: Ob in Dummerstorf tatsächlich ein Großrechenzentrum entsteht, ist derzeit offen. Die Gemeinde bezeichnet Berichte darüber als übertrieben.(Bild: ©  Sepia100 - stock.adobe.com)
Symbolbild: Ob in Dummerstorf tatsächlich ein Großrechenzentrum entsteht, ist derzeit offen. Die Gemeinde bezeichnet Berichte darüber als übertrieben.
(Bild: © Sepia100 - stock.adobe.com)

Laut des ARD-Mediums NDR sollen in Dummerstorf (Landkreis Rostock) die Vorbereitungen für die Ansiedlung eines Rechenzentrums mit bis zu 1,2 Gigawatt Anschlussleistung laufen. Das Projekt wäre eines der größten weltweit und vergleichbar mit Neubauten in Texas oder Saudi-Arabien.

Nach NDR-Informationen verhandle die Gemeinde mit einem deutschen Investor, möglicherweise der Freo Group. Bürgermeister Jürgen Sprank (CDU) bestätigte dem Sender Gespräche, ohne den Investor zu nennen.

Die Gemeindevertretung habe demnach bereits die Änderung des Bebauungsplans angestoßen, um bauliche Voraussetzungen zu schaffen. Der geplante Komplex könne bis zu 34 Meter hoch werden, so der NDR weiter. Auch über Brandschutz und die Nutzung von Abwärme werde diskutiert.

Frühere Berichte über Investorengespräche

Bereits im Januar 2024 hatte NDR MV über ähnliche Pläne berichtet. Eine Holding-Gesellschaft plane demnach, im Gewerbegebiet nahe dem Amazon-Logistikzentrum ein Rechenzentrum zu errichten.

Das Areal war zuvor von der Gemeinde erworben worden. Quellen zufolge könnten dort mehrere Hundert Arbeitsplätze entstehen. Als Standortvorteil galt die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie in der Region Rostock.

Gemeinde spricht von „aufgebauschten Schlagzeilen“

In Sitzungsprotokollen der Gemeinde findet sich hingegen ein deutlich anderer Ton. Wörtlich heißt es dort: „Der Bürgermeister informiert zum Thema Rechenzentrum, dass er ein Gespräch mit dem NDR geführt hat, indem es unter anderem darum ging, dass ein Rechenzentrum entstehen könnte. Die Formulierungen seien aber zu einer veränderten sensationellen Schlagzeile aufgebauscht wurden. Gespräche mit der „Ostsee-Zeitung“ und sonstigen Medien gab es nicht. Es finden auch keine Baumaßnahmen zu dieser Thematik statt.“

Demnach sieht die Gemeinde derzeit weder konkrete Bauarbeiten noch bestätigte Investorenverträge. Eine Anfrage an die Gemeinde Dummerstorf zur aktuellen Situation blieb bislang unbeantwortet. Sobald eine Stellungnahme vorliegt, wird dieser Beitrag aktualisiert.

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