Windows-Subsystem für Linux in Windows 10 und Windows Server 2019 verwalten WSL verwalten und nutzen

Autor: Thomas Joos

Mit dem Windows Subsystem for Linux (WSL) können Linux-Programme und -Befehle in Windows genutzt werden. Es stehen verschiedene Distributionen zur Verfügung. Nach der Installation von WSL steht auch die Linux-Bash in Windows zur Verfügung und damit auch zahlreiche Linux-Programme, zum Beispiel zur Überwachung und Verbesserung der Sicherheit in Microsoft-Netzwerken.

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Linux im Rechenzentrum einsetzen (Quelle: Image by MasterTux from Pixabay)
Linux im Rechenzentrum einsetzen (Quelle: Image by MasterTux from Pixabay)
(Linux im Rechenzentrum einsetzen (Quelle: Image by MasterTux from Pixabay))

Um die Installation des WSL zu prüfen und das WSL nach der Installation auch zu verwalten, steht das Tool „wsl“ in der Befehlszeile zur Verfügung. Um sicherzustellen, dass die Version 2 des WSL genutzt wird, geben Sie den Befehl „wsl --set-default-version 2“. Die Version 2 setzt auf Virtualisierungstechnologien der Linux-Distribution und nutzt dazu Hyper-V. 

Das bedeutet aber nicht, dass Distribution als virtueller Computer angebunden wird. WSL2 nutzt Technologien aus Hyper-V um die Linux-Distribution in Windows bereitzustellen, Hyper-V selbst hat damit nichts zu tun. Es gibt beim Einsatz von WSL keinen Overhead durch eine VM.WSL ermöglicht den Einsatz von Tools wie grep, sed, awk oder andere ELF-64-Binärprogramme. Auch Bash-Shell-Skripte und GNU/Linux-Befehlszeilenanwendungen sind verfügbar. Tools wie vim, emacs und tmux können mit dem WSL ebenfalls auf Windows genutzt werden.

WSL unterstützt verschiedene Programmiersprachen, zum Beispiel NodeJS, Javascript, Python, Ruby, C/C++, C#, F#, Rust und Go. Auch Linux-Dienste sind integrierbar unter anderem SSHD, MySQL, Apache, lighttpd, MongoDB und PostgreSQL. Software kann natürlich mit dem Paketmanager der installierten Linux-Distribution installiert werden.

Das Tool „wslconfig“ bietet verschiedene Optionen, mit denen grundlegende Verwaltungsaufgaben durchgeführt werden können:

  • /l - Listet registrierte Distributionen auf.
  • /l /all - Listet optional registrierte Distributionen auf, einschließlich der Distributionen, die gerade installiert oder deinstalliert werden.
  • /l /running - Listet nur die Distributionen auf, die momentan ausgeführt werden.
  • /s - Legt die Distribution als Standard fest.
  • /t - Beendet die Distribution.
  • /u - Hebt die Registrierung der Distribution auf.

Eine umfassende Hilfe von „wsl“ zeigen Sie mit dem Befehl „wsl --help“ an.  Um eine Linux-Distribution, zum Beispiel Kali, im Nachhinein auf WSL 2 umzustellen, können Sie ebenfalls das Tool „wsl“ verwenden:

wsl --set-version kali-linux 2

Eine Liste der aktuellen Distributionen und deren Status zeigen Sie mit dem folgenden Befehl an:

wsl --list --verbose

Mit „wsl“ kann auch die Linux-Distribution ausgewählt werden, in der zum Beispiel Programme installiert werden sollen. Ist auf einem Computer zum Beispiel Kali und Ubuntu installiert, kann mit den folgenden Befehlen Kali ausgewählt und danach Programme installiert werden, zum Beispiel die grafische Oberfläche Kex:
wsl -d kali-linux

sudo apt update

sudo apt full-upgrade

sudo apt install kali-win-kex

Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist