Vista-Deployment – automatisierte Verfahren III

Windows Deployment Services (WDS)

21.02.2007 | Autor / Redakteur: Frank Castro Lieberwirth / Andreas Donner

Abends nach Hause gehen und morgens alle Rechner neu installiert vorzufinden ist der Traum jedes Administrators. Dieser Traum geht mittels Windows Deployment Services jetzt fast in Erfüllung. Netzwerkbasierende Installationen verringern die TCO (Total Cost of Ownership), da Arbeitsschritte verkürzt und Personal eingespart werden kann.

Fabrikneue Computer sollen mit Microsoft Vista installiert und in eine Active Directory Domäne eingebunden werden. Hierfür werden die Rechner mit dem LAN verbunden. Falls nicht ab Werk vorkonfiguriert, muss das PXE-Boot im BIOS des Client-Computers eingerichtet werden. Das PXE (Pre-boot Execution Environment) ist eine Funktion der Netzwerkkarte und des BIOS und erlaubt eine automatische IP-Adressenzuweisung beim Computerstart über einen DHCP-Server.

Im Netzwerk muss neben dem ohnehin notwendigen DNS-Server auch ein DHCP-Server eingerichtet sein. Auf diesem müssen ein aktivierter Bereich (Scope) und entsprechende Optionen (siehe unten) erstellt sein. Der WDS-Server muss das Betriebssystem Windows Server 2003 SP1 besitzen und ebenfalls Mitglied der Installations-Domäne sein. Nach der Konfiguration von Active Directory und WDS-Server braucht der neue Client nur gestartet zu werden, um ein fertiges Windows Vista zu erhalten.

Windows Deployment Services (WDS)

Das WDS (Deutsche Übersetzung: Windows Bereitstellungs-Dienste) ist das Update von Remote Installation Services (RIS), eine Komponente von Windows Server 2003. Das Update ist notwendig, da RIS kein Windows Vista unterstützt. WDS ist im Windows Automated Installation Kit (WAIK) und im Windows Server 2003 Service Pack 2 enthalten und kann von dort aus „über“ einen bestehenden RIS installiert werden. WDS unterstützt die folgenden Features:

  • Windows PE als Boot-Betriebssystem
  • Windows Imaging (WIM) Dateiformat
  • Mehr Performance des PXE-Servers
  • Neues Client-Menü zur Verwaltung
  • WDS arbeitet auch mit Windows Systems Management Server und anderen PXE-Servern zusammen
  • Fehler aus RIS wurden behoben, wie zum Beispiel das instabile Verhalten bei großen Installationen

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