So funktioniert die automatisierte Installation von Windows über WDS

Windows-Bereitstellungsdienste nutzen

| Autor: Thomas Joos

Rechenzentren effektiv betreiben (Bild: Pixabay)
Rechenzentren effektiv betreiben (Bild: Pixabay) (Rechenzentren effektiv betreiben (Bild: Pixabay))

Ein Clientcomputer wird mit PXE wird im Netzwerk gestartet. Nach dem Laden des BIOS sendet das PXE-ROM auf der Netzwerkkarte eine Netzwerk-Dienstanforderung an den nächstgelegenen DHCP-Server. Mit der Anforderung sendet der Client seine GUID (Globally Unique Identifier). Der DHCP-Server erteilt dem Client eine IP-Lease mit Optionen für DNS (006), Domäne (015) und PXE-Server (060).

Als nächstes startet das Bootimage mit Windows PE, das in den Hauptspeicher geladen wird. Über einen Eintrag in der Antwortdatei wird die Festplatte angepasst. Das Setup führt die in der Antwortdatei enthaltene Anmeldung an den WDS-Server aus. Existiert dieser Eintrag nicht, wird um eine Authentifizierung gebeten. Soll eine unbeaufsichtigte Installation durchgeführt werden, darf immer nur ein Image in der Imagegruppe existieren.

Wurde die Antwortdatei mit Informationen, wie Product Key, Sprachversion und Domänenkonto korrekt konfiguriert, läuft die Installation völlig automatisiert ab.

Die Installation besteht aus der Installation der Serverrolle und der anschließenden Ersteinrichtung des Servers. Als erstes starten Sie den Server-Manager und installieren die Rolle Windows-Bereitstellungsdienste über das Menü Verwalten.

Standardmäßig wird sowohl der Bereitstellungsserver als auch der Transportserver installiert. Zur Installation gehört eine Ersteinrichtung, auch Initialisierung genannt, die über die Verwaltungskonsole der Windows-Bereitstellungsdienste durchgeführt wird. Während der Installation nehmen Sie keine Einstellungen vor. Die Anpassung des Dienstes wird erst nachträglich vorgenommen.

Öffnen Sie für die erste Einrichtung die Verwaltungskonsole der Windows-Bereitstellungsdienste über Tools im Server-Manager oder durch Eingabe von wdsmgmt.msc im Startmenü. Der Server wird angezeigt, ist aber noch mit einem Warnzeichen versehen.

Über das Kontextmenü starten Sie den Befehl Server konfigurieren. Es startet ein Assistent, über den Sie den WDS-Server einrichten. Auf der ersten Seite nach dem Begrüßungsfenster legen Sie den Speicherort fest, in dem die Installationsabbilder gespeichert werden. Es bietet sich an, dafür eine eigene Partition zu wählen. Statt über den Assistenten können Sie diesen Vorgang auch über die Eingabeaufforderung mit dem Befehl wdsutil /initialize-server /reminst:<Ordner> durchführen.