Welcome Software! Bye.bye Hardware.

Wie Hardware in Rechenzentren der Software weichen muss

| Autor / Redakteur: Maik Hähnel* / Ulrike Ostler

Zeit, die gängige Praxis für Hardware-Anschaffungen zu überdenken.
Zeit, die gängige Praxis für Hardware-Anschaffungen zu überdenken. (Bild: gustavofrazao/ Fotolia.com)

Hardware wird vom Prinzip her einfacher, sie wird austauschbar, solange die Leistung gesichert ist. Die Software dagegen wird umfangreicher, agiler und nimmt zunehmend eine Schlüsselrolle ein.

IT-Unterstützung ist heute die Basis für alle Geschäftsprozesse, unabhängig davon, ob es sich um einen global agierenden Großkonzern oder einen regional verwurzelten Mittelständler handelt. Agilität und Flexibilität innerhalb der jeweiligen IT-Prozesse sowie die Anpassungsfähigkeit des Geschäftsmodells an geänderte Wettbewerbsbedingungen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Beispielsweise führen Globalisierung und Internationalisierung zu einem wachsenden Kostendruck. Hinzu kommen verkürzte Produktzyklen und unvorhergesehene Portfolio-Änderungen. Auch gesetzliche Vorgaben und unterschiedliche Compliance-Richtlinien haben enorme Auswirkungen auf die Organisations- und IT-Struktur von Unternehmen.

Mit Hilfe von Cloud Computing, Big Data und Social Collaboration versuchen Unternehmen, eben diese IT-Prozesse zu optimieren. Die Hardware spielt dabei in der IT zunehmend eine untergeordnete Rolle, sie ist nur noch Mittel zum Zweck.

Abschied von den Rack-Brummern

Brauchte noch vor wenigen Jahren selbst ein Mittelständler riesige Hardware-Racks, so kommt er heute mit einem Bruchteil des Platzbedarfs aus – und das bei konstant steigenden Datenmengen. Eine hoch verfügbare und hoch performante Hardware ist zwar immer noch die Basis des Rechenzentrums, allerdings ist es die Software, die die Zukunft antreibt.

Dass die Informationstechnologie der Wachstumstreiber des deutschen ITK-Marktes bleibt, aber die Software an Relevanz weiter zunimmt, bestätigt auch der Branchenverband Bitkom in seiner Prognose für das laufende Jahr. Danach wird das Geschäft mit der Software um 5,5 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro wachsen, der Umsatz mit IT-Dienstleistungen um 3 Prozent auf 37,4 Milliarden Euro.

Dagegen ist in diesem Jahr beim Hardware-Geschäft ein Umsatzrückgang um 1,2 Prozent auf 22,1 Milliarden Euro zu erwarten, die Umsätze mit Desktop-PCs und Notebooks werden in Summe voraussichtlich um rund 10 Prozent zurückgehen. Der vorherige Bitkom-Präsident Professor Dieter Kemp bestätigt dies: „Die klassische IT-Hardware hat es schwer, allerdings liegen die Umsätze in diesem Segment auch 2015 über dem Wert von 2013.“

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