Rechenzentrums-Klimatisierung

Warmwasserkühlung spart Rechenzentren viel Energie

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Luftkühlung benötigt mechanisch erzeugte Kälte

Zur Kühlung von Servern stehen grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Verfügung: Luftkühlung, Kaltwasserkühlung und Warmwasserkühlung. Klassische, luftgekühlte Rechenzentren benötigen für die Kühlung circa 50 Prozent ihres Energiebedarfs zusätzlich, weil die Kälte mechanisch erzeugt werden muss. Einen Vorteil bieten warmwassergekühlte Server-Racks.

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Bei ihnen wird für die Wärmeabfuhr keine mechanische Kälte eingesetzt. Der Trend bei Hochleistungsrechnern geht daher zu vollständig warmwassergekühlten Servern.

Die Warmwasserkühlung erfolgt direkt am Blade. Die Vorlauftemperatur beträgt dabei 40 Grad, die Rücklauftemperatur 45 Grad. Dieses Temperaturniveau eignet sich für die indirekte freie Kühlung in klimatisch gemäßigten Regionen, in denen die Außentemperatur nicht über 39 Grad steigt.

Nutzung der Abwärme

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit zur Abwärmenutzung. Die als Abfallprodukt verfügbare Wärme wird dann genutzt, um beispielsweise in anderen Gebäudeteilen Heizenergie einzusparen. Ähnlich der Kaltwasserkühlung wird bei der Konzeption größerer Rechenzentren auch dieses System häufig mit luftgekühlten Servern kombiniert, um mehr Flexibilität zu erreichen.

Das nachfolgende Beispiel zeigt exemplarisch eine Gegenüberstellung von Kalt- und Warmwasserkühlung sowie jeweils geeignete Rückkühlvarianten. Beide Varianten gehen von einem Rechenzentrum mit einer installierten Rechenleistung von 1 MW aus. Für diese Rechenleistung ist eine Kühlung vorzusehen.

Veranstaltungstipp: Kühlung von Rechenzentren am 21. Oktober auf den Cooling Days

Außerdem wird unterstellt, dass ein zusätzlicher Kältebedarf für die Kühlung der peripheren technischen Einrichtungen, wie Batterieräumen oder Nieder- und Mittelspannungshauptverteilungsräumen, erforderlich ist. Dieser wird über eine dynamische Luftkühlung, die erfahrungsgemäß circa 25 Prozent der installierten Rechnerleistung ausmacht, angesetzt.

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