Drei VHD-Formate zur Auswahl

Virtuelle Disks (VHD) – die Basis der Virtualisierung, Teil 1

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Drei VHD-Formate – unterschiedliche Geschwindigkeiten

Die virtuellen Festplatten stehen in drei unterschiedlichen Ausprägungen zur Verfügung, die sich durch unterschiedliche Performance und Speicherbedarf voneinander unterscheiden. Diese drei Formate werden als „fixed“, „dynamic“ und „differential“ bezeichnet. Kommt eine VHD in der „fixed“-Version zum Einsatz, so verwendet diese virtuelle Platte eine Datei, die zum Zeitpunkt der Erstellung genau die Maximalgröße besitzt, die der Anwender für die virtuelle Festplatte vorgibt.

Diese VHD mit fester Größe belegen also auf der darunterliegenden physikalischen Platte immer genau die Größe, die auch in der „virtuellen Welt“ zur Verfügung steht. Die Größe einer solchen virtuellen Platte kann nur verändert werden, wenn sie sich im Offline-Modus befindet, also nicht von einer virtuellen Maschine verwendet wird. Zudem kann die Platte dann nur erweitert, der Speicherbereich also vergrößert werden, ein Schrumpfen beziehungsweise eine Verkleinerung der virtuellen Festplatte ist nicht möglich.

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Diese Art der VHD besitzt die beste Performance, da der gesamte Platz schon bei dem Anlegen festgelegt wird, was eine deutlich bessere Optimierung der Platte durch das Betriebssystem zulässt. Als Nachteil ist hingegen zu vermerken, dass sie immer den kompletten Bereich auf der physikalischen Platte belegt, ganz gleich wie leer oder voll die virtuelle Platte ist.

Die dynamische VHD ist zu jedem Zeitpunkt nur so groß, wie es die in ihr gespeicherte Menge an Daten verlangt (plus einem gewissen Anteil für Meta-Daten, die sich auch auf der Platte befinden). Diese Art der virtuelle Platten ist besonders dann nützlich, wenn entsprechend sparsam mit dem Platz auf den physikalischen Datenträgern umgegangen werden muss: So belegt eine „dynamic“ VHD, die eine Maximalgröße von 20 GByte besitzen soll, in der Startphase in der Regel nicht mehr als 42 KByte. Obwohl die Microsoft-Ingenieure immer wieder darauf hinweisen, dass man gerade bei den aktuellen VHD-Versionen eine ganze Reihe von Performance-Optimierungen bei den dynamischen VHD-Dateien vorgenommen habe, bleibt es unbestritten, dass die Lese/Schreib-Operationen bei diesem Typ deutlich langsamer als bei denen mit fester Größe ablaufen.

Differencing VHD

Schließlich bleibt noch die „differencing“ VHD, bei der es sich um eine Datei handelt, in der nur die Veränderungen aufgezeichnet werden, die an einer sogenannten „Parent-VHD“ vorgenommen werden. Solche „differencing“ Disks können wiederum mit einer anderen „differencing“ VHD verbunden sein: Es ist jedoch nicht möglich, sie mit physikalischen Festplatten zu verbinden. Eine „differencing“-Disk kommt vor allen Dingen dann zum Einsatz, wenn es darum geht, dass direkt in der mit ihr verbundenen Parent-VHD keine Veränderungen vorgenommen werden soll.

Unter dem Hyper-V werden diese VHDs zudem automatisch immer dann verwendet, wenn der Snapshot einer virtuellen Maschine angelegt wird. Allerdings kennzeichnet das System diese speziellen Snapshot-Dateien dann mit der Endung „.AVHD“, um sie von den anderen virtuellen Datenträgern zu unterscheiden. Da es möglich ist, mehrere unterschiedliche „differencing“-Platten mit einer Parent-Platte zu verlinken, eignen sich diese sehr gut dafür, sogenannte Master-Disks zu erstellen und zu pflegen. Zu den Nachteilen dieses VHD-Typs gehört der höhere Bedarf an Cache-Speicher und die Tatsache, dass sich diese VHDs nicht vergrößern oder verkleinern lassen.

Nachdem wir in diesem ersten Teil nun die Grundlagen der VHD-Dateien vorgestellt und erläutert haben, werden wir in einem zweiten Artikel einige Programme vorstellen, die sich bei der Arbeit an und mit den virtuellen Festplatten in der Praxis bewährt haben. Lesen Sie „Virtuelle Disks (VHDs) in der Praxis: Tools und Möglichkeiten, Teil 2 “.

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