Virtualisierung ist nicht alles, auch auf eine durchdachte Konzeption des IT-Equipments kommt es an

Vier Tipps zur Steigerung der Energieeffizienz in Rechenzentren

25.09.2009 | Redakteur: Florian Karlstetter

Energieeffizienz im Data Center sollte mit einer Analyse und Konzeption der physikalischen Infrastruktur beginnen.
Energieeffizienz im Data Center sollte mit einer Analyse und Konzeption der physikalischen Infrastruktur beginnen.

Um den Stromverbrauch in Rechenzentren und Serverräumen zu senken, setzen IT-Verantwortliche zunehmend auf Virtualisierung. Energieeffizienz sollte jedoch unter ganzheitlichen Aspekten betrachtet werden. So gilt es, die gesamte physikalische Infrastruktur einer eingehenden Analyse zu unterziehen und altbekannte Stromfresser wie Kühlgeräte ausgewogen zu konzeptionieren.

„Die Energiefresser in Rechenzentren und Serverräumen sind schnell gefunden“, sagt Francisco Alvarez, Country General Manager Switzerland und Enterprise Sales Manager Germany und Austria bei APC by Schneider Electric: So sind gerade im Bereich des IT-Equipments in aller Regel eine Menge Einsparungen möglich. Exemplarisch nennt der Experte Transformatoren, USV-Anlagen, Verkabelung, Lüfter, Kompressoren, Klimaanlagen, Pumpen, Befeuchter und die Beleuchtung.

Nachfolgende von APC by Schneider Electric zusammengestellten Tipps sollen Rechenzentrumsbetreiber dabei unterstützen, den Stromverbrauch zu senken und so eine höhere Energieeffizienz zu erreichen.

1. Reihenkühlung oder Hot Aisle Containment (Warmgangeinhausung)

APC by Schneider Electric empfiehlt dieses energieschonende Prinzip zur Kühlung im Rechenzentrum: Lösungen zur Reihenkühlung werden dabei als eigenständige Kühleinheiten innerhalb der Serverschrankaufstellung platziert. Die Racks werden in Reihen nach dem Kaltgang-Warmgang-Prinzip angeordnet. Eine überlegte Verteilung des unterschiedlich performanten IT-Equipments auf die Racks und eine durchdachte Verlegung der Strom- und Datenkabel und der Kaltwasserrohre sind ebenfalls positive Einflussgrößen.

Ein Vermischen von gekühlter Luft und erwärmter Abluft wird durch entsprechende Abschottungsmaßnahmen vermieden. Das sorgt für eine deutlich verbesserte Warmluftführung zwischen den IT-Geräten und den Kühl- und Klimaanlagen. Durch die Nähe zum IT-Equipment lassen sich zudem zum einen höhere Leistungsdichten absichern, zum anderen reduziert sich auch die Stromaufnahme der Lüfter um bis zu 50 Prozent.

2. Mehr Energieeffizienz durch Skalierbarkeit

Im Hinblick auf eine optimale Auslastung nahe an der Kapazitätsgrenze von Serverräumen sollte die komplette physikalische Infrastruktur inklusive der Kühlung skalierbar konzipiert sein. Nur so ist das Energiekonzept problemlos erweiterbar, wenn neue Serverkapazitäten benötigt werden. Daneben sollte die Versorgung mit Ressourcen, beziehungsweise die zu erbringende Leistung durch eine intelligente Management-Lösung justierbar, überwachbar und rapportierbar sein. Als Beispiel nennt APC die InfraStruXure-Architektur.

3. Optimierung durch korrekte Dimensionierung

Ein hoher Energieverbrauch in Rechenzentren ist häufig die Folge von Überdimensionierung und veralteter USV-Technologie, die nicht der Arbeitsweise der IT-Verbraucher entspricht. An die IT-Last anpassbare Lösungen bieten ein spürbares Potenzial für die Verringerung von unnötigem Stromverbrauch und übermäßigen Kosten. Besonders wirksam ist die korrekte Dimensionierung zusammen mit der Virtualisierung der IT-Geräte.

4. Vorausschauende Planung

Die zukunftsorientierte Planung der physikalischen Topologie birgt in virtualisierten Umgebungen enorme Einsparpotenziale: „Mit einer stromsparenden Konzeption der IT-Architektur und der richtigen Kühlung lässt sich der Energieverbrauch ebenso drastisch drücken, wie mit Virtualisierungsmaßnahmen“, erklärt Alvarez abschließend.

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