Studie der Goethe Universität Frankfurt in Kooperation mit Interxion

Vernetzte Wertschöpfung durch Colocation-Rechenzentren

13.09.2010 | Autor / Redakteur: Peter Knapp* / Ulrich Roderer

Colocation steigert die Performance von Geschäftsaktivitäten, Studie der Goethe Universität Frankfurt.
Colocation steigert die Performance von Geschäftsaktivitäten, Studie der Goethe Universität Frankfurt.

Carrier und Internet Service Provider haben Colocation-Rechenzentren als perfekte Marktplätze für digitale Geschäfte wiederentdeckt. Eine neue Studie der Goethe Universität Frankfurt zeigt die Vorteile auf.

Die Datenmengen in den Netzen steigen vor allem aufgrund der verstärkten Nutzung digitaler Inhalte wie IPTV, Musik-Diensten, End- und Geschäftskundenapplikationen im Internet sowie mobiler Anwendungen explosionsartig an. Gleichzeitig kommen vor allem die Einnahmen bei den Netzbetreibern angesichts der Verbreitung von Flatrate-Tarifen nicht hinterher.

Um die eigenen Geschäftsmodelle weiterhin rentabel gestalten zu können ist kontinuierliche Optimierung das Gebot der Stunde. Um Effizienzgewinne zu erzielen, gehen Carrier und ISPs wieder verstärkt dazu über, Points of Presence (PoP) und weitere geschäftskritische Applikationen, die sie im Auftrag von Kunden hosten, in Colocation-Rechenzentren zu betreiben.

Colocation-Rechenzentren bieten Carriern und ISPs eine Infrastruktur, die sowohl hochverfügbar als auch ausfallsicher ist, über eine optimale Stromversorgung sowie Klimatisierung verfügt und gleichzeitig physisch optimal abgesichert ist.

Laut einer aktuellen Studie zum Thema „Wertschöpfung in digitalen Netzen“ der Goethe Universität Frankfurt in Kooperation mit dem Anbieter von Colocation-Rechenzentren Interxion konnten Carrier und ISPs die IT- und Zugangskosten durch Colocation durchschnittlich um acht Prozent innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten senken, obwohl sich gleichzeitig der IP-Traffic um durchschnittlich 13 Prozent erhöht hat.

In diesem Zusammenhang gaben die Befragten an, dass vor allem die hohe Verfügbarkeit, Redundanz und Stabilität des Rechenzentrumsbetriebs sowie die hohe Performance und redundante Anbindung an Glasfasernetze für sie als Wertschöpfungsfaktor hohe Relevanz besitzen.

Gleiches gilt für die kostengünstige Anbindung an andere Carrier, ISPs und Wide-Area-Network-(WAN-)Provider. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Carrier und ISPs zur Unterstützung ihrer Geschäftsmodelle an durchschnittlich mehr als 25 Colocation-Standorten vertreten – im Regelfall ist mindestens einer von diesen in Frankfurt beheimatet.

Besondere Wettbewerbsvorteile bietet dieser Standort, da nicht nur zentrale Internetknoten und eine Vielzahl von Carriern vertreten sind, sondern die ortsansässigen Rechenzentrums- und Colocation-Betreiber auch eine verlässliche IT-Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Netzeffekte als treibende Kraft

Betrachtet man die Geschäftsaktivitäten in einem Colocation-Rechenzentrum losgelöst von der jeweiligen Industrie, so gehört laut Studie der Betrieb von Webseiten, Internet-Portalen und E-Business-Infrastrukturen zu den am stärksten genutzten Bereichen. Die in einer Colocation nutzbaren Markt- oder Netzeffekte haben zudem einen positiven und gleichzeitig starken Einfluss auf den Umfang, in dem Unternehmen diese Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Das Geschäftsmodell der Rechenzentrumsbetreiber selbst zielt auf die direkte Unterstützung von Carriern, ISPs und WAN-Providern ab, deren Ansiedlung an einem zentralen Standort zur Bildung eines Marktplatzes für IT- und Telekommunikationsdienstleistungen führen kann. Darüber hinaus werden aber auch andere Branchen und deren Wertschöpfung unterstützt, die ihrerseits besonders von der Verfügbarkeit verschiedener ITK-Dienstleister profitieren.

Diese Unternehmen erzielen direkten und indirekten Nutzen für ihre eigenen Geschäftsmodelle bzw. -tätigkeiten. So nutzen Application Service Provider (ASPs), Hosting Service- sowie Managed IT-Service-Provider möglichst viele Verbindungen zu unterschiedlichen Carriern und ISPs, um „noch näher an ihren Kunden“ zu sein. 91 Prozent der befragten Nutzer in dieser Gruppe gaben an, dass sie durch Colocation deutliche Leistungssteigerungen erzielen konnten.

Weiter mit „Interconnection lautet das Motto“

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