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Interview zum Großauftrag für T-Systems, Compuware und Amasol Verfügbarkeit und Performance bei der Bundesagentur für Arbeit

| Autor / Redakteur: Werner Grohmann / Ulrike Ostler

2.200 IT-Mitarbeiter, drei zentrale Rechenzentren, 170.000 vernetzte PCs, 12.400 Server, 100 betreute IT-Verfahren – allein schon diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung einer leistungsfähigen und zuverlässigen IT-Infrastruktur für die Bundesagentur für Arbeit (BA). T-Systems, Compuware und Amasol sollen nun dafür sorgen.

Aufnahme vom Eingang der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg (Bild: Bundesagentur für Arbeit)
Aufnahme vom Eingang der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg (Bild: Bundesagentur für Arbeit)

Fakt ist: Das Tagesgeschäft der über 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BA basiert auf funktionierender und performanter IT. Zur besseren Messung und Beurteilung von Performance und Verfügbarkeit sowie frühzeitigen Einleitung von Maßnahmen entschied sich die BA für einen Ausbau der Monitoring-Systeme.

Mit der Konzeption und Umsetzung des neuen Systems beauftragte die BA nun die Firmen T-Systems, Compuware und Amasol. In einem Kurzinterview aus Anlass der Bekanntgabe der Auftragserteilung an die drei Unternehmen erklärt Rainer Gundacker, der verantwortliche Geschäftsbereichsleiter bei der BA-Informationstechnik, die Ausgangssituation, die Gründe für die Entscheidung sowie die Ziele für das gemeinsame Projekt.

Wie beschreiben Sie die Ausgangssituation, in der die Ausschreibung für die Beschaffung eines neuen Verfahrens zur Performance- und Verfügbarkeitsmessung notwendig wurde?

Rainer Gundacker: Die Aufgabe für uns im IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit lautete, eine Möglichkeit zur objektiven Überprüfung der von Anwenderseite subjektiv nicht immer als optimal empfundenen End User Experience (Verfügbarkeit, Performance) unserer bestehenden IT-Infrastruktur zu finden. Dazu wird einerseits das bestehende aktive Monitoring-System optimiert und durch ein passives Monitoring-System ergänzt. So erhalten wir einen wirklich vollständigen Überblick über Performance und Verfügbarkeit und nutzen dabei die Vorteile beider Mimiken: 24 x 7 Simulation durch aktive Monitoring-Roboter und Live-Monitoring während der Geschäftszeit durch passive Client-Agenten.

Darüber hinaus ist das Ziel, das bestehende Monitoring-System zu integrieren, um die dann erfassten Performance Monitoring-Ergebnisse mit den bereits vorhandenen Systemdaten abzugleichen.

Aus der Ausschreibung ging letztendlich das Team aus T-Systems, Compuware und Amasol als Sieger hervor. Können Sie etwas zu den Gründen für diese Entscheidung sagen?

Rainer Gundacker: In einem Satz: Das von den drei Unternehmen gemeinsam ausgearbeitete Angebot deckte sich am besten mit den in der Ausschreibung formulierten Anforderungen und bot für den Preis die beste Leistung. Wir können schon heute davon ausgehen, dass wir mit dem neuen System alle unsere vorher genannten Aufgaben und Anforderungen erfüllen werden.

Wie sieht aus Ihrer Sicht die Aufgabenverteilung der drei beteiligten IT-Unternehmen aus?

Rainer Gundacker: T-Systems hat die Generalunternehmerschaft übernommen, Compuware liefert die Softwarelösungen für das neue Performance Monitoring System und Amasol kümmert sich federführend um die notwendigen Integrationsarbeiten. Dazu gehört auch das Erstellen der entsprechenden Konzepte und notwendigen Vorlagen (Templates).

Welche Ziele haben Sie sich für dieses Projekt gesteckt? Gibt es einen konkreten Fahrplan?

Rainer Gundacker: Den gibt es – und er ist mehr als „sportlich“. Bereits zum dritten Quartal 2012 soll die bestehende aktive Performance-Monitoring-Lösung auf die Compuware-Lösung migriert werden. Darüber hinaus erwarten wir im ersten Halbjahr des nächsten Jahres die Einführung des passiven Monitoring-Systems. Zudem werden wir zu diesem Zeitpunkt bereits erste Konzepte für neue Verfahren auf der Grundlage des neuen Gesamtsystems entwickelt haben, die dann sukzessive umgesetzt werden.

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