Ressourcen schonendes Scannen bei Desktopvirtualisierung

VDI: Effiziente Endpoint-Security für virtuelle Clients

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VDI-Spezifika

Daneben gibt es aber auch besondere VDI-spezifische Anforderungen an die Sicherheitslösung. Viele virtualisierte Desktops teilen sich auf dem Server die physischen Ressourcen. Bestimmte Operationen, die auf separaten Maschinen problemlos gleichzeitig ablaufen, können so jedoch auch einen leistungsfähigen Server in die Knie zwingen. Ein Beispiel dafür ist der zuvor genannte regelmäßige Scan auf dem Client.

Bei einem vollen Scan wird das gesamte Dateisystem nach Malware abgesucht, ein Vorgang, der jeden individuellen virtuellen Rechner unter Last setzt. Da die Systemadministratoren für solche Scans meist eine bestimmte Zeit festlegen, etwa Freitag 15:00 Uhr, kann die von allen Clients genutzte gemeinsame Hardware extremen Belastungen ausgesetzt sein – was wiederum zu einer verringerten Performance der einzelnen Clients führt. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet ein serieller Scan-Ablauf auf den Clients, die denselben VDI-Host nutzen.

Ähnliche Überlegungen gelten für größere Updates oder Patches auf den Clients. Bringt der volle Scan den Zugriff auf das Dateisystem an seine Grenzen, so kann ein umfangreiches OS-Update dies beim Netzwerk-I/O bewirken. Eine gute Sicherheitslösung muss für diesen Fall ein internes Load Balancing umfassen.

Das Ziel beim Einsatz von VDI besteht letztendlich darin, möglichst viele Desktops auf einer physischen Maschine zu virtualisieren und damit möglichst kosteneffizient zu arbeiten. Die Anbieter von Sicherheitslösungen sind heute gefordert, die geschilderten Anforderungen mit ihren Produkten zu adressieren.

Neue Lösung von Trend Micro

Trend Micro etwa bietet mit Deep Security und Core Protection bereits seit geraumer Zeit Lösungen im virtuellen Umfeld an. Das neue Release der Endpoint-Security-Lösung OfficeScan ist mit verbesserten VDI-Features ausgestattet. Es schützt nicht nur physische und virtuelle Clients, sondern adressiert im Besonderen auch die Anforderungen, die eine VDI-Umgebung vorgibt.

Dazu gehört beispielsweise der serielle Ablauf der kompletten Scans auf den Client-Systemen. Gleiches gilt für das Load Balancing bei umfangreichen Updates auf den Clients. Außerdem bietet das neue Release erstmals ein so genanntes Pre-Scanning des im Unternehmen eingesetzten Standard-Images und ein entsprechendes Whitelisting für darin enthaltende Elemente. Das Deployment der Images kann so wesentlich schneller erfolgen, denn bei der Installation müssen nur noch die Abweichungen vom Standard-Image separat untersucht werden.

Zu den weiteren wichtigen Features gehört die Integration der Sicherheitslösung in das VDI-Management, etwa um den Security-Status jedes einzelnen Clients zentral zu bewerten und auf Probleme reagieren zu können.

Weitere Entlastung des Ressourcenverbrauchs bietet zudem das Trend Micro Smart Protection Network als Basis der Sicherheitslösungen, denn die Content-Sicherheitsinfrastruktur verlagert den Großteil der gespeicherten Malware-Signaturen vom Endpunkt ins Internet. Anwender können entscheiden, ob die ganzen Scan-Aktivitäten nur lokal durchzuführen sind oder ob Teile davon über das Smart Protection Network erfolgen sollen.

Schlussfolgerungen

Sicherheitslösungen auf virtuellen Desktops müssen Standardaufgaben wie Malware-Schutz oder Datenintegrität ebenso effizient erledigen können wie auf gewöhnlichen Arbeitsplatz-PCs. Ein simples Übertragen der herkömmlichen Konzepte führt in virtuellen Umgebungen allerdings zu Performance-Engpässen und konterkariert damit das gesamte VDI-Konzept.

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