Open Telekom Cloud[Gesponsert]

Telekom reagiert auf den Trend zur Hybrid Cloud

| Autor: Dr. Dietmar Müller

Open Telekom Cloud: Das Public-Cloud-Angebot der Telekom auf Basis des offenen Cloud-Standards OpenStack.
Open Telekom Cloud: Das Public-Cloud-Angebot der Telekom auf Basis des offenen Cloud-Standards OpenStack. (© bluebay2014 - stock.adobe.com)

Insider wissen es längst, Studien bestätigen es immer wieder: Firmen setzen zunehmend auf Hybride Cloud-Architekturen, um ihren Geschäftsanforderungen gerecht werden zu können. Public Cloud-Angebote fungieren dabei zunehmend als „Überlaufbecken“ für Unternehmensdaten. Das Public-Cloud-Angebot der Telekom auf Basis des offenen Cloud-Standards OpenStack – die Open Telekom Cloud - trägt diesem aktuell größten Trend in der Unternehmens-IT Rechnung.

Die Open Telekom Cloud bietet flexibel skalierbare Rechen- und Speicherkapazitäten, also Infrastrukturen wie Rechenleistung und Speicher, Plattform-Lösungen - etwa Datenbanken - sowie Software wie beispielsweise Hadoop für Big Data-Analysen aus einer Hand. Anwender können so ihre IT-Komponenten bedarfsgerecht auslagern.

Diese bedarfsgerechte Auslagerung erfolgt über Elastic Cloud Server (ECS) – sie bieten virtuelle Rechenkapazitäten je nach Bedarf. Mit ECS stehen für Anwender virtuelle Maschinen (VM) in insgesamt neun Leistungsklassen bereit, jede davon ist für einen bestimmten Einsatzzweck ausgelegt: grafische Anwendungen, virtuelle Arbeitsplatzsysteme, Big-Data-Anwendungen, High-Performance-Szenarien oder sogar SAP. Darüber hinaus stehen vier generische Leistungsklassen mit unterschiedlichem vCPU/RAM-Verhältnis zur Verfügung.

Das ergibt ein vielfältiges Angebot für die unterschiedlichsten Einsatzszenarien – Anwender können unterm Strich aus über 60 sogenannten „Flavors“, also Kombinationen virtualisierter Hardware-Komponenten, auswählen - mit Bandbreiten von einer bis zu 36 vCPUs und von einem bis zu 940 GB RAM. Jede VM wird zusätzlich zum Flavor noch mit einer Systemplatte und einem Betriebssystem ausgestattet. Jeder ECS kann mit bis zu 40 Storage Volumes versehen werden. Für die Virtualisierung werden KVM und Xen herangezogen, seit November 2017 kommen die Basic Flavors zusätzlich auf KVM als Hypervisor.

Die vier Basic Flavors bieten Verhältnisse von 1:1, 1:2, 1:4 und 1:8 für vCPUs zu RAM. Die General Purpose (s1) Server mit einem Verhältnis von 1:4 decken einen Großteil von Standardszenarien ab, bei geringer RAM-Abhängigkeit können kostengünstige Compute-I- (c1) und Compute-II- (c2) Instanzen eingesetzt werden. Bei hoher RAM-Abhängigkeit, wie man sie beispielsweise bei Datenbanken findet, steht der Memory Optimized Flavor (m1) bereit. Alle ECS mit Basic Flavors nutzen Prozessoren des Typs Intel Xeon E5-2658A v3 (30MByte Cache, 2.20 GHz).

Advanced Flavors

Über die Basis-Flavors hinaus bietet die Open Telekom Cloud zusätzliche fünf Flavor-Klassen an, die für spezifische Anwendungen ausgelegt sind: High Performance (HP), GPU optimized (GP), Disk-intensive (DI), Massive memory (MM) und Workspace (WP). Die Advanced Flavors greifen in der Regel auf Prozessoren des Typs Intel Xeon E5-2690 v3 mit 30 MByte Cache und einer Taktrate von 2.60 GHz zurück.

High Performance Server adressieren Hochleistungsszenarien, etwa für Teilchenphysik, Ingenieurwissenschaften oder für Simulationen/Modellierung. Bei GPU-optimierten Flavors werden die Basis-Ressourcen um einen virtuellen Grafik-Chip erweitert. Bei Disk-intensive Flavors erhalten die Basis-Ressourcen zusätzliche lokale Disks. Massive Memory Flavors adressieren In-Memory/SAP-HANA-Szenarien. Auf Basis der Workspace Flavors erzeugt der Workspace Service cloudbasierte Desktops.

Der ECS-Dienst wird in drei verschiedenen Preismodellen angeboten: Beim Elastic-Modell werden die Kosten auf Stundenbasis abgerechnet, beim Reserved-Modell bucht der Nutzer VMs für mindestens 12 Monate und erhält dafür einen Rabatt. Im einfachen Reserved-Modell bezahlt der Nutzer fixe Monatsraten, bei Bezahlung des kompletten Betrags im Voraus (Reserved Upfront) erhält er einen zusätzlichen Rabatt.

Elastic-Instanzen können auf Bedarf bestellt und wieder gekündigt werden. Die Verrechnung erfolgt dabei auf Stundenbasis. Es wird dabei nur die Zeit in Rechnung gestellt, zu der die bestellten Instanzen aktiv, also im Status "Running", sind.

OpenStack macht frei

Die Angebote der Open Telekom Cloud bauen auf die OpenStack-Architektur: Das offene Softwareprojekt macht es möglich, dass Firmen die Open Telekom Cloud als schnellen, temporären Speicher zur Überbrückung von Engpässen nutzen. Ein sogenannter „Vendor-Lock-in“ ist damit ausgeschlossen. Das sich damit auch die Disaster/Recovery-Fähigkeit erhöht, sei nur am Rande angemerkt.

OpenStack sorgt auch dafür, dass die Elastic Cloud Server horizontale und vertikale Skalierung unterstützen. Das heißt, Anwender können den Typ einer gebuchten virtuellen Maschine jederzeit ändern – etwa für den Wechsel von GP1 auf GP5 – oder aber die Anzahl der Elastic Cloud Server manuell oder regelbasiert via Auto-Scaling anheben/senken – alles dank OpenStack.

OpenStack besteht heute aus einer Vielzahl an Komponenten und Funktionen, drei Kernkomponenten bilden jedoch die Basis der OpenStack-Architektur: Compute, Storage und Netzwerk.

  • Compute: „Nova“ ist die OpenStack-Komponente, die die Computing-Ressourcen verwaltet. Virtuelle Maschinen können mit Nova gestartet und stillgelegt werden.
  • Storage: Mit der Komponente „Swift“ wird Object Storage möglich, mit „Glance“ die Speicherung und Wiederherstellung von Festplatten-Images für virtuelle Maschinen.
  • Netzwerk: Die Komponente „Neutron“ erlaubt Network-Connectivity-as-a-Service, wie sie für andere OpenStack-Services wie Compute benötigt wird.

Verbunden werden diese drei Kernelemente durch den zentralen Authentifizierungsdienst „Keystone“. Er erlaubt Anwendern etwa eine Anmeldung in der Cloud, um virtuelle Maschinen starten zu können. Diese drei Komponenten und Keystone reichen aus, damit Unternehmen die Berechtigungen der Cloud-Nutzer flexibel verwalten können. Und so ist es dann auch möglich, in der Hybrid Cloud die besten Eigenschaften von Public und Private Cloud zu vereinen.

Und so kommen wir zum Ausgangspunkt zurück: Die Open Telekom Cloud ermöglicht es Unternehmen dank OpenStack, ihre Auslastungs-Peaks – zum Beispiel während des Weihnachtsgeschäfts im Online-Handel, bei der Veröffentlichung einer neuen App oder der Abrechnung der Buchhalter zum Jahresende – flexibel aufzufangen. Anders als im klassischen Rechenzentrum, können in der Open Telekom Cloud je nach Bedarf Rechenkapazitäten dynamisch erhöht werden. So findet sich der passende „Flavor“ für jedes Anwendungsszenario – und dank der OpenStack-Architektur ist der Anwender jederzeit frei, dieses ganz nach Belieben zu verändern.

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