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Asperitas erhält den Zuschlag Tauchkühlung für Tier-4-Datacenter der Bank Crédit Agricole

Redakteur: Ulrike Ostler

Das französische Finanzinstitut Crédit Agricole setzt für den Ausbau des Rechenzentrums am Standort Chartres auf die Tauchkühlung von Asperitas. Diese soll die Energiekosten in den Rechenzentren senken, den ökologischen Fußabdruck erheblich reduzieren und gleichzeitig auf eine nahe Zukunft mit hoher Dichte vorbereiten.

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Asperitas bietet Immersion Cooling mithilfe einer Flüssigkeit, die von Shell produziert wurd. Tauchkühlung reduziert den Bedarf an Energie, die in Rechenzentren für die Kühlung der IT aufgewendet werden muss, drastisch.
Asperitas bietet Immersion Cooling mithilfe einer Flüssigkeit, die von Shell produziert wurd. Tauchkühlung reduziert den Bedarf an Energie, die in Rechenzentren für die Kühlung der IT aufgewendet werden muss, drastisch.
(Bild: (c) Jean Buet - www.photo.buet.us)

Jean Buet, Leiter der Rechenzentren des Crédit Agricole, kommentiert: „Die von Asperitas angebotene Tauchkühlung ermöglicht es uns, die Dichte unseres Rechenzentrums ohne großen Aufwand zu erhöhen. Auf diese Weise können wir unseren Kunden eine Lösung mit hoher thermischer Dichte anbieten, die sowohl ihrer wachsenden Nachfrage als auch den neuen technologischen Herausforderungen gerecht wird, die mit der neuen Generation von IT-Geräten auftreten.“

Die Bank hat bereits Erfahrung im Bereich Immersion Cooling. Im Jahr 2018 wurde für Credit Agricole ein Pilotprojekt mit „Asperitas Immersed Computing“ installiert. In dessen Verlauf wurde die Technologie für alle ihre Tier-4-Rechenzentrums- und Unternehmensstandards validiert und für den Einsatz in ihren Hauptrechenzentren als qualifiziert eingestuft.

Das Pilotprojekt der Asperitas-Lösung im Greenfield-Rechenzentrum, dem größten innerhalb des Crédit Agricole, bewältigt mehr als 40 Prozent des Arbeitsaufkommens der Bank in Chartres. Das Modul ist bereits zahlreichen Witterungsschwankungen ausgesetzt. Dabei hat sich Energie-Effizienzindikator (PUE) von 1,4 auf 1,03 im Winter und 1,04 während einer Hitzewelle verbessert.

Die Kühlflüssigkeit liefert Shell

Auf dieser Grundlage werden nun mehrere Asperitas-Module „AIC24“ noch vor Ende 2020 in zwei Rechenzentren installiert, die eine potenzielle Nutzfläche von 150 Quadratmetern beanspruchen, bei derzeit 6.000 Quadratmetern im Whitespace. Rolf Brink, CEO von Asperitas, sagt: „Die Flexibilität und Einfachheit der AIC24-Module machen sie zu einer hochskalierbaren Lösung, ohne dass die Umweltinfrastruktur geändert werden muss. Dieses Ergebnis ermöglicht es dem Crédit Agricole, den nächsten Entwicklungsschritt recht einfach zu gestalten.“

AIC24 nutzt die natürliche konvektionsbedingte Flüssigkeitszirkulation im Inneren. Dieser Ansatz ermöglicht es, dass die Tauchkühlung sowohl Klima-unabhängig - freie Kühlung ist bis zu 48 Grad Celsius möglich - als auch vollständig wiederverwendbar ist - mehr als 98 Prozent der Energie werden in Warmwasser umgewandelt. Unter Verwendung des Shell-Tauchkühl-Fluids, das mit der Gas-to-Liquids (GTL)-Technologie des Entwicklungspartners Shell hergestellt wird, eignet sich die Lösung für die anspruchsvollsten Rechenzentren auf Unternehmensebene und ermöglicht eine effiziente Kühlung unabhängig von der äußeren Umgebung des Rechenzentrums.

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