Von der Hochleistung zur Hochproduktivität

Suse: Supercomputer trifft auf Mittelstand

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Die stille Evolution: Supercomputer in der Industrie

IBM Blue Gene gehört zur Familie von skalierbaren Supercomputern. Die Architektur besteht aus einem Basisbaustein (Knoten oder Compute-Chip). Der immer wieder wiederholt werden kann, ohne dass Flaschenhälse entstehen.
IBM Blue Gene gehört zur Familie von skalierbaren Supercomputern. Die Architektur besteht aus einem Basisbaustein (Knoten oder Compute-Chip). Der immer wieder wiederholt werden kann, ohne dass Flaschenhälse entstehen.
(Bild: IBM)
Nahezu in jeder Branche werden heute Linux Cluster eingesetzt, um von höchster Rechenleistung mit HPC zu profitieren, beispielsweise für seismische Analysen zur Erkundung von Ölvorkommen, aerodynamische Simulation für Fahrzeug- und Flugzeugkonstruktion, Spezialeffekte in der Filmindustrie, Molekularforschung in der Biomedizin, höchst-skalierbares Computing für Data-Mining in Unternehmen oder Finanzmodelle für Business-Analysen. In einer stillen Evolution, die 2011 begann, wird die TOP500 Rangliste heute von 270 industriell genutzten Supercomputern bevölkert, die nicht im akademischen oder Öffentlichen Bereich zum Einsatz kommen – mit einer leichten Konzentration in den Bereichen Energie, Erdöl und Gas sowie IT-Service-Provider.

Der schnellste industriell genutzte Superrechner und Nummer elf in der TOP500-Rangliste heißt „Pangea“ (siehe: Video) und kommt bei Total Exploration Production in Frankreich zum Einsatz. Der Rechner ist ein „SGI ICE“-System und läuft auf Suse Linux Enterprise Server.

Bill Mannel, Vice President für Server bei SGI, kommentiert: „Immer mehr Kunden aus dem Unternehmensbereich nutzen High Performance Computing, um die notwendige Leistungsfähigkeit zu erhalten. Mit dem Pangea -System bei Total Exploration hat SGI den schnellsten Supercomputer entwickelt, der in der Industrie zum Einsatz kommt. Im Rahmen der Partnerschaft mit Suse setzen wir Suse Linux Enterprise Server für unsere Systeme ein, ein Betriebssystem, das eine einzigartige Kombination bietet aus Hochskalierbarkeit, einer flexiblen Architektur sowie der Fähigkeit größte Volumen von CPUs zu unterstützen.”

Die Prioritäten: Neue Funktionen und Technologien

Das Linux-Derivat Suse Linux Enterprise Server war das erste Linux Betriebssystem auf dem Markt, das 64-bit Chip Technologie unterstützte, und es ist heute Hochleistungs-Linux auf 64-bit- und Mainframe Systemen.

„Wir setzen seit 1998 im Hochleistungsrechner-Bereich am Leibniz-Rechenzentrum auf Suse.” sagt Herbert Huber, Leiter der Abteilung Hochleistungssysteme am LRZ (Leibniz-Rechenzentrum) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching. „Wichtig war uns damals, dass Suse technische Features liefern konnte, die in anderen Linux-Distributionen noch nicht enthalten waren. Das ist auch heute noch ein großer Vorteil für uns und hat ganz nebenbei dazu geführt, dass heute all unsere Hochleistungsrechner, und auch die meisten anderen Systeme, mit Suse Linux Enterprise Server betrieben werden.”

Rund 60 Millionen Euro wird Total an SGI in diesen und den kommenden drei Jahren für den Supercomputer "Pangea" zahlen. Die SGI-Maschinen Altix ICE 8200EX basieren auf Quad-Core Xeons und sind per Infiniband im Cluster vernetzt. Die Anwendungen laufen auf 10 Suse Linux Enterprise Server 10 plus der so genannten "Pro Pack Math Library Extensions" von SGI. Das Cluster zählt 10.240 Cores und weist eine theortische Leistung von 122,9 Teraflops auf. Der Energiebedarf liegt bei 278 Megaflops pro Watt.
Rund 60 Millionen Euro wird Total an SGI in diesen und den kommenden drei Jahren für den Supercomputer "Pangea" zahlen. Die SGI-Maschinen Altix ICE 8200EX basieren auf Quad-Core Xeons und sind per Infiniband im Cluster vernetzt. Die Anwendungen laufen auf 10 Suse Linux Enterprise Server 10 plus der so genannten "Pro Pack Math Library Extensions" von SGI. Das Cluster zählt 10.240 Cores und weist eine theortische Leistung von 122,9 Teraflops auf. Der Energiebedarf liegt bei 278 Megaflops pro Watt.
(Bild: SGI)
Dass Suse bereits sehr früh begann, neue Funktionen und Technologien im Bereich Hochleistungscomputing zu unterstützten, war mit ausschlaggebend für den Erfolg des Suse-Linux im HPC-Bereich. Ein Bereich, in dem Suse mit der HPC Community und Partnern wie Cray, HP, IBM, Intel und SGI intensiv zusammen arbeitet, ist die Unterstützung von "Lustre".

Das Engagement: Speichertechnologie und -plattformen

Darunter ist ein höchst-skalierbares verteiltes Dateisystem für Hochleistungscomputer zu verstehen. Lustre unterstützt multiple Computer-Cluster mit Zehntausenden von Knoten, mit vielen Petabytes Speicherkapazität auf hunderten von Servern sowie mehr als ein Terabyte I/O Gesamtdatendurchlauf pro Sekunde.

Kai Dupke, Senior Product Manager bei Suse erläutert: „Lustre ist sehr verbreitet bei Unternehmen mit sehr großen Rechenzentren und expliziten Anforderungen im HPC Bereich, besonders in Fachgebieten wie Meteorologie, Simulation, Erdöl und Gas, Biowissenschaft, Rich Media oder Finanzen. Mit der Einbindung und Verfügbarkeit von Lustre in Suse Linux Enterprise Server bietet Suse der HPC Community einen einzigartigen Vorteil.“

Suse-Techniker engagieren sich auch im Bereich der Speichertechnologie wie etwa "Ceph". Integrierte verteilte Speicherplattformen wie Ceph erlauben eine maximale Auslastung der CPUs und sorgen somit für höhere Rentabilität und werden künftig die heutigen Computer- und Speicher-CPU Silos ablösen.

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