Hochverfügbarkeit mit Geschwindigkeit verbinden

SSD und NVMe in Storage Spaces Direct in Server 2016

| Autor: Thomas Joos

Netzwerke mit Windows (Quelle: Pixabay)
Netzwerke mit Windows (Quelle: Pixabay) (Netzwerke mit Windows (Quelle: Pixabay))

Mit Windows Server 2016 verbessert Microsoft die Storage Spaces aus Windows Server 2012 R2. Die Software-Defined-Storage-Lösung erlaubt seit Windows Server 2012 R2 das Zusammenfassen mehrerer Datenträger zu einem zentralen Speicherpool. Diesen können Sie in verschiedene Volumes aufteilen und wie herkömmliche Datenträger nutzen.

In Windows Server 2016 kann ein solcher Speicher nicht nur mehrere Festplatten umfassen, sondern auch mehrere Server. Das erhöht die Flexibilität der Datenspeicherung. Die Server werden dazu mit einem Cluster verbunden. Die Lösung trägt die Bezeichnung Storage Spaces Direct, und lässt sich auch hochverfügbar betreiben. Storage Spaces Direct stellen sicherlich die wichtigste Neuerung im Storage-Bereich von Windows Server 2016 dar. Mit diesem System können Sie lokal zugewiesenen Speicherplatz von Clusterknoten zu einem gemeinsamen, virtuellen Speicher im Cluster zusammenfassen. Der Speicher lässt sich im Cluster als gemeinsamer Datenträger nutzen, zum Beispiel zur Datenablage von virtuellen Servern im Cluster.

Hochverfügbarkeit mit Geschwindigkeit verbinden

Als Datenspeicher in einem Cluster mit Storage Spaces Direct werden die lokalen Datenträger der Clusterknoten verwendet. Storage Spaces Direct benötigen einen Cluster mit mindestens drei Hosts. Unter vier Hosts unterstützt die Technik nur die Spiegelung der Daten zur Absicherung (mirrored resiliency). Sollen auch Paritiäts-basierte Datenträger (parity-based resiliency) erstellt werden, sind mindestens vier oder mehr Hosts notwendig. Storage Spaces Direct sind standardmäßig vor dem Ausfall eines Hosts geschützt. Die Technik kann den Ausfall eines ganzen Racks mit Servern verkraften, die Bestandteil eines Storage Spaces Direct sind.  Das hängt natürlich von der Konfiguration ab sowie der Anzahl der Server, die Bestandteil des Clusters sind.

In Windows Server 2016 lassen sich in den Storage Spaces drei Storage-Tiers nutzen: NVMe, SSD und HDD. Windows Server 2012 R2 hat für Storage Tiers in den Speicherpools und Storage Spaces nur zwei Tiers unterstützt. NVMe-Speicher wird zum Zwischenspeichern der Daten verwendet, während die SSD und HDD zur herkömmlichen Datenspeicherung und zur Archivierung dienen. Administratoren können aber auch verschiedene Kombinationen von Storage Tiers mit diesen drei Datenträgertypen erstellen.