Mit Verdunstung chillen

Schneider Electric bringt große Chiller mit Adiabatik

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Chiller von Uniflair, einem Zukauf von Scheider Electric, kühlen unter anderem per Verdunstung.
Die Chiller von Uniflair, einem Zukauf von Scheider Electric, kühlen unter anderem per Verdunstung. (Bild: Schneider Electric)

Reduzierte Kosten bei maximierter Freikühlung sollen sie erbringen: Die neuen „Aquaflair“ Chiller von Schneider Electric setzen auf adiabatische Kühlung für eine erhöhte Energie-Effizienz. Der durch das Redesign der kompakt gestalteten „Aquaflair Chiller“ steigert die Kälteleistung und reduziert den ökologischen Fußabdruck.

Schneider Electric stellt mit der „Aquaflair BCEF“- und „BREF“-Serie intelligente Kühlsysteme für die Bereiche 300 bis 1.200 Kilowatt beziehungsweise 400 bis 1.200 Kilowatt vor. Die Freikühlsysteme lassen sich über einen Mikroprozessor regeln und verfügen über einen selbsttragenden Rahmen aus verzinktem Stahl. Der Aquaflair BREF ist mit zwei Kältekreisläufen gemäß EC Norm (PED 97/23/EC) ausgestattet, Aquaflair BCEF hingegen mit einem Kältekreislauf gemäß EC Norm (PED 97/23/EC).

Beide Geräte können über Fern-Ein-Aus-Schalter bedient werden und sind mit einem freien Kontakt für Sammelalarme und zwei weiteren Kontakten für zusätzliche Alarmfunktionen ausgestattet. Zusätzlich besteht beim Aquaflair BREF die Möglichkeit eines Schnellstarts, bei dem die volle Kühlleistung innerhalb von drei Minuten erreicht wird. Der Aquaflair BCEF verfügt zusätzlich über eine Soft-Start-Funktion, die den Anlaufstrom des Kompressors beim Einschalten begrenzt.

Eine integrierte LAN-Karte verbindet die Aquaflair Chiller mit mehreren Systemen innerhalb eines lokales Netzwerkes. Des Weiteren ist über RS485-Karten eine Verbindung zu Modbus-Protokollen möglich. Beide Geräte lassen sich über BACnet, LonWorks, Trend, Metasys, TCP/IP und SNMP anbinden, wobei der Aquaflair BCEF noch zusätzlich über KNX kommunizieren kann.

Adiabate Kühlung

Mit Hilfe der adiabatischen Kühlung wird Wasser vom flüssigen Aggregatzustand in den gasförmigen überführt, ohne dem Wasser zusätzliche Wärme-Energie zuführen zu müssen. Dabei entzieht das Wasser beim Phasenwechsel der Umgebungsluft die Wärme und kühlt diese ab.

Durch die Verwendung spezieller Düsen vergrößert Schneider Electric bei gleichbleibender Wassermenge die Oberfläche der Wassertröpfchen um 115 Prozent. Das senkt die Betriebskosten erheblich und maximiert die Kühlleistung und den adiabaten Effekt der Aquaflair Chiller.

Thomas Nieschalk, Systems Engineer Cooling bei Schneider Electric, erläutert: „Um diese beiden Modelle noch effizienter zu gestalten, haben wir auf adiabatische Kühlung gesetzt. In diesem Zuge wurden die internen Komponenten optimiert, um eine maximale Kühlleistung bei höchster Energie-Effizienz zu erreichen.“

Elektrische und hydraulische Kompeneneten sind ab Werk integriert.
Elektrische und hydraulische Kompeneneten sind ab Werk integriert. (Bild: Schneider Electric)

Design für hohe Temperaturdifferenzen

Durch die V-förmige Anordnung der Kühllamellen ist das Design kompakt gehalten. Zudem sind die Düsen komplett in das System integriert, wodurch volle Zugänglichkeit bei Wartungsarbeiten gewährleistet ist. Das wiederum erleichtert die technische Pflege und senkt Kosten, da aufwendige Demontage-Schritte entfallen und Zeit gespart wird.

Um die Korrosion der Lamellen zu verhindern, sitzt ein spezieller Filter direkt davor. Dieser fängt die Tröpfchen ab und schützt die Wärmetauscher somit vor nichtverdampftem Wasser.

Ausgelegt sind die Aquaflair Chiller zudem für hohe Temperaturen und Temperaturdifferenzen. Im Zuge des Redesigns wurden die internen Regelkomponenten der Chiller optimiert, wodurch sie effizienter arbeiten und eine wasserseitige Temperaturspreizung von zehn Grad Celsius, statt der üblichen sechs, zulassen. Hinzu kommt eine Rücklauftemperatur von plus 30 Grad Celsius sowie eine Vorlauftemperatur des Kühlwassers von plus 23 bis plus 25 Grad Celsius.

Besuch bei Uniflair, ein Unternehmen von Schneider Electric
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