Nvidia-Technologie für professionelle Anwendungen

Schein oder Wirklichkeit?

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Die jetzt in den Vordergrund geratenden Nvidia-Entwicklungen haben ihre Ursprünge im Bereich der PC-Spiele. Das ist keineswegs anrüchig, denn hier sind die Ansprüche der Kunden hoch. Zugleich erlaubt die Nachfrage größere Produktionsmengen und damit günstige Preise. Auf der Kölner Spielemesse Gamescom in der letzten Woche war Nvidia mit seinen Grafikkarten bei verschiedenen Präsentationen von Virtual-Reality-Brillen nach Vorbild der „Oculus Rift“ dabei.

Professionelle VR will Genauigkeit

Virtual Reality (VR) ist das Feld, auf dem Nvidia auch bei professionellen Anwendern reüssieren möchte. Das Anwendungsszenario ist das Produktdesign. Für Firmen ist, was früher sehr teuer war, inzwischen mehr als „erschwinglich“. Es braucht nicht mehr Hardware als einen High-end-Windows-PC mit einer High-end-Grafikkarte wie die „Quadro M6000“ und ein VR-Headset.

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Softwareseitig präsentiert Nvidia auf der in dieser Woche stattfindenden Computergrafikmesse Siggraph „Designworks“. Dies ist ein Set von Tools, Libraries und Anwendungen, das gängige 3D-Designprogramme erweitert. Es ist eine Weiterentwicklung des Software-Entwicklungs-Kits (SDK) „Gameworks VR“ für Spieleprogrammierer. Bei Spielen ist nach Darstellung von Nvidia die Genauigkeit der Darstellung nicht so wichtig, wenn nur das Gesamtbild gut ausschaut. In professionellen Anwendungen ist Exaktheit hingegen das oberste Gebot. Designworks bringt daher verbesserten OpenGL-Support und ein paar Eigenschaften mit sich, die in professionellen Umgebungen wichtig sind.

Ein Paket mit speziellen Tools

Das Paket für industrielle Anwendungen umfasst rund zwei Dutzend Tools. Dazu gehören:

* „Iray SDK“ zum Rendering und zur Lichtsimulation,

* „Material Definition Language“ (MDL) zur Nachahmung von Materialoberflächen,

* „vMaterials“, eine fertige Kollektion solcher Oberflächen zur Nutzung mit der MDL,

* „Optix“ zur Entwicklung von Ray-Tracing-Anwendungen und

* „Designworks VR“ zur Integration des ganzen Sets in Design-Software.

Einige dieser Tools sind in verbreiteten Programmen für das Produktdesign bereits enthalten, sind den Designern also vermutlich bereits bekannt. So verwendet „Catia“ das Iray-Tool, „Autodesk VRED“ enthält ebenfalls VR-Technologie von Nvidia für „immersive“ Design. „Substance Designer“ zu Modellierung von Oberflächen, die Rendering-Programme „Chaos V-Ray“ und „Mental Ray“ von Nvidia unterstützen die MDL.

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