Investitionen in Höhe von 156,4 Millionen Euro geplant

Rechenzentrumsbetreiber Equinix baut Frankfurter Standort aus

| Redakteur: Ulrike Ostler

Erst kürzlich eröffnet: „FR6“ befindet sich auf dem „Campus Kleyer“ in unmittelbarer Nähe zu FR4 und FR5, mit latenzoptimierten Verbindungen zu den Rechenzentren FR1, FR2, FR3 und FR7. FR6 kann mehr als 2.000 Cabinets auf einer Rechenzentrumsfläche von mehr als 4.000 Quadratmeter aufnehmen. Jetzt kommt FR2.6 hinzu.
Erst kürzlich eröffnet: „FR6“ befindet sich auf dem „Campus Kleyer“ in unmittelbarer Nähe zu FR4 und FR5, mit latenzoptimierten Verbindungen zu den Rechenzentren FR1, FR2, FR3 und FR7. FR6 kann mehr als 2.000 Cabinets auf einer Rechenzentrumsfläche von mehr als 4.000 Quadratmeter aufnehmen. Jetzt kommt FR2.6 hinzu. (Bild: Equinix)

Equinix, Inc., Anbieter von Interconnection- und Datacenter-Dienstleistungen, hat die Erweiterung seines Hochleistungsrechenzentrums „International Business Exchange FR2“ am Standort Frankfurt angekündigt. Das Rechenzentrum wird durch den Neubau „FR2.6“ ergänzt, der im Februar 2019 den Betrieb aufnehmen wird.

Mit einem Investitionsaufwand von 103 Millionen Dollar (90,48 Millionen Euro) für FR2.6 ist das Projekt der aktuell größte Neubau von Equinix in Deutschland. Bis Mitte 2019 sind weitere Investitionen in den Frankfurter IBX-Rechenzentren „FR5“ und „FR6“ von insgesamt 75 Millionen Dollar (65,9 Millionen Euro) geplant. Erst im Juni 2017 eröffnete Equinix mit FR6 sein siebtes Rechenzentrum vor Ort.

Da neben dem Neubau des FR2.6 bis zum zweiten Quartal 2019 zusätzliche Investitionen für die IBX Hochleistungsrechenzentren FR6.2, FR5.3 und FR5.4 geplant sind, beläuft sich das Investitionsvolumen auf insgesamt 178 Millionen Dollar (156,4 Millionen Euro).

FR2.6 wird in zwei Phasen eröffnet: Ab 1. Februar 2019 stehen den Kunden drei Module des Rechenzentrums zur Verfügung. Am 1. Mai werden die restlichen fünf Module für Interconnection- und Co-Location-Dienstleistungen in Betrieb genommen.

Das neue Rechenzentrum

Der Neubau bietet Raum für Co-Location und Network-Edge Einsätze und beschleunigt die Leistung an der Digital Edge. Insgesamt wird das FR2.6 über 3.360 Cabinets und 8.800 Quadratmeter Whitespace verfügen, die rund um die Uhr durch Mitarbeiter betreut werden. Der Neubau erreicht eine Leistung von 22 Megawatt.

Laut Equinix ist Frankfurt als deutsches Wirtschaftszentrum von besonderer Bedeutung für das Unternehmen: Mit über 400.000 nationalen und internationalen Unternehmen biete die Mainmetropole ideale Voraussetzungen für den Rechenzentrumsbetreiber Unternehmen, Netzwerke und Endkunden in seinen Datacenter untereinander zu verbinden. FR2 eröffne die Möglichkeit direkter Verbindungen zu wichtigen Banken-, Handels- und Telekommunikationsinfrastrukturen.

Auch der auch der „Global Interconnection Index“ (GXI) von Equinix zeige Frankfurts zunehmende Bedeutung als Digitalstandort. Der Index misst und prognostiziert das Wachstum von Interconnection, dem Austausch von Daten über direkte und private Verbindungen innerhalb von Rechenzentren. In den nächsten Jahren wird die Nachfrage nach Interconnection Kapazitäten noch stärker anwachsen. Für Frankfurt sagt der Index bis 2021 ein Wachstum der Interconnection Bandbreite, die für Interconnection benötigte Kapazität, um 58 Prozent voraus.

Verbindungen zählen

Dieses Wachstum wird nicht zuletzt durch die fortschreitende Digitalisierung von Banken und Versicherungen im Finanzzentrum Frankfurt vorangetrieben. Mit mehr als 8.200 Terabit pro Sekunde (Tbit/s) werden die durch Interconnection übertragenen Daten bis 2021 das 10-fache des Datenvolumens erreichen, welches über das öffentliche Internet übertragen wird. Dies macht Frankfurt, nach London, zu einem der größten und am schnellsten wachsenden Interconnection-Hubs weltweit.

Durch Equinix Partnerschaft mit dem weltweit größten Internet Exchange, dem DE-CIX Frankfurt, gehören die Frankfurter Rechenzentren zu den internationalen Standorten mit der höchsten Netzwerkdichte. Im Frankfurter Rechenzentrum FR5 bestehen zudem Verbindungsmöglichkeiten zu über 450 Netzwerkdienstleistern.

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