Bitcoin ≠ Umweltfreundlichkeit, Cloakcoin rechnet sich schön

Proof-of-Stake für Kryptowährungen reduziert den Energiehunger

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die meisten Bitcoin-Miner befinden sich in Nord-China, wo der Strom hauptsächlich aus Kohlekraftwerken stammt und günstig ist.
Die meisten Bitcoin-Miner befinden sich in Nord-China, wo der Strom hauptsächlich aus Kohlekraftwerken stammt und günstig ist. (Bild: gemeinfrei: Foto-Rabe/Pixelio / CC0)

Bitcoins werden durch die Lösung hochkomplexer Rechenaufgaben und die dadurch bereitgestellte Rechenkapazität erstellt. Dafür werden spezielle Computer mit teuren, extrem schnellen Prozessoren benötigt. Das Rechnen aber benötigt Unmengen Strom. Cloakcoin, eine Bitcoin-Alternative, sagt: Das müsse nicht sein.

Zum Anreiz, die Anschaffungskosten von schnellen Spezialprozessoren auf sich zu nehmen, Bitcoins zu schürfen und somit das Netzwerk zu betreiben, wurde das Verfahren Proof of Work (POW), besser bekannt als Mining, etabliert. Mit zusätzlichen Bitcoins belohnt das Netzwerk die Miner für Ihre Mühen.

Auf diese Weise werden nicht nur die Hardwarekosten, sondern auch die Kosten für den enormen Energieverbrauch amortisiert. Ein Verfahren das sich für die Schürfer auszahlt.

Bedingt durch den enormen Kursanstieg im vergangenen Jahr (2300 Prozent), gleicht das Mining einem Goldrausch. Miner schießen wie Pilze aus dem Boden. Ganze Mining-Farmen werden errichtet.

59 Prozent der Bitcoins werden nach einer Studie der University of Cambridge in China geschürft, vor allem in Nordchina. Der führende Mining-Hardware-Hersteller Bitmain Technologies ist dort ansässig und betreibt eigene Mining-Farmen.

Strom ist günstig

Im Norden des Landes sowie in der angrenzenden Mongolei herrscht ein Überangebot an Kohlekraftwerken, was zu überschüssigen Kapazitäten und staatlicher Subvention von Strom in dieser Region führt. Somit kostet eine Kilowattstunde nur noch vier Cent und bildet somit die ökonomischste Variante des Schürfens.

Ungeachtet der Umweltkonsequenzen und der Ineffizienz des Transaktionssystems des Bitcoins wird kräftig geschürft. Die erschreckende Ökobilanz des Bitcoins erntet derzeit viel Kritik.

Warum Bitcoins Unmengen an Energie verbrauchen

Stromfresser Krypto-Mining

Warum Bitcoins Unmengen an Energie verbrauchen

22.12.17 - Der Wert der Digitalwährung „Bitcoin“ steigt rasant, an manchen Tauschbörsen wird die Krypto-Einheit schon mit bis zu 15.000 Dollar Wert gehandelt. Kritiker verurteilen Bitcoins allerdings als umweltschädlich; der immense Energie-Aufwand, der für das Netzwerk nötig wird, dürfe eine solche Wertsteigerung nicht rechtfertigen. Warum eigentlich? lesen

Die Krypto-Analyseplattform „Digiconomist“ gibt an, dass der Energie-Aufwand für eine einzige Bitcoin-Transaktion 215 Kilowattstunden beträgt. Damit könnte ein durchschnittlicher US-Haushalt für eine ganze Woche versorgt werden oder ein Kühlschrank ein ganzes Jahr betrieben werden.

Die Verknappung der Kryptowährung

Mit voranschreitender Generierung und der damit verbundenen Verknappung des Bitcoin-Volumens steigt auch die Komplexität der Rechenprozesse und damit der Energieverbrauch. Somit wird laut Hochrechnungen der Gesamtstromverbrauch für die Erzeugung von Bitcoins, von derzeit 0,12 Prozent des weltweiten Energiebedarfs, im Juli 2019 bereits dem der gesamten USA zum heutigen Zeitpunkt entsprechen. Mitte 2020 soll der Bedarf sogar schon dem der ganzen Welt zum heutigen Zeitpunkt entsprechen. Betrachtend der Ineffektivität des Systems eine inakzeptable Entwicklung.

Aktuell werden pro Tag weltweit etwa 400.000 Transaktionen durchgeführt. Mit dieser Zahl wird die Ineffizienz des Systems verdeutlicht, da die Zahl weit unter den Möglichkeiten ähnlicher Dienste, wie VISA mit rund 150 Millionen Transaktionen/Tag und Paypal mit etwa 5 Millionen Transaktionen pro Tag, liegt. Ineffizient und umweltschädigend, aber wertsteigernd. Ob diese Rechnung auf lange Sicht aufgeht?

Es gibt umweltfreundlichere, effiziente und nicht minder lukrative Alternativen.

Einige Coins bieten das Proof-of-Stake-Verfahren (POS) an. Bei diesem Verfahren spielt nicht die erbrachte, Energie-intensive Rechenleistung der User die Hauptrolle, sondern lediglich die Menge der Coins in ihrem Besitz. Es ermöglicht pro Sekunde wesentlich mehr Transaktionen abzuwickeln und bietet dem Besitzer eine jährliche nicht unbeachtliche Verzinsung seiner Coins zusätzlich zu den möglichen Kursgewinnen. Die Zinssätze variieren von Coin zu Coin. Ein Beispiel dafür ist der Cloakcoin.

Cloakcoin bietet eine jährliche Verzinsung von 6 Prozent und offeriert obendrein für die Unterstützung bei der Verarbeitung von Enigma-Transaktionen zusätzliche Belohnungen. Die vom Sender für anonyme Transaktionen gezahlte Enigma-Fee von derzeit 1,8 Prozent wird unter den Unterstützern der Transaktion aufgeteilt. Somit kann man mühe- und risikolos 6Prozent+Anteil von 1,8 Prozent auf seine Einlage erhalten, plus möglicher Kursgewinne.

Ein kurzes Rechenbeispiel:

Ausgangslage: Kauf von 1000 Cloak im July 2017 + 6 Prozent Staking; Kalkulation der Entwicklung zum 7. Januar 2018.

07.07.2017 = 1.000 x 7,85 Dollar = 7.850 Dollar

07.01.2018 = 1000 x 30,96 Dollar = 30.960 Dollar + 30 x 30,96 (= 928 Dollar) = 31.888 Dollar

Das Beispiel zeigt, dass wer 60 Cloak pro Jahr zusätzlich erhalten kann, wenn 1.000 Cloak in Besitz gehalten werden und diese staked (den Zinseszins einmal außer Acht gelassen). Eine Investition vor sechs Monaten (7.850 Dollar) hätte sich zu einem Barwert von 31.888 Dollar (ohne Zinseszins) entwickelt. Allein das „Staken“ hätte 928 Dollar ausgemacht.

Das ist nach Ansicht von Cloakcoin eindeutig ein Grund Coins wie Cloak zu „staken“. Die Funktionsweise entspreche der Verzinsung eines Giroguthabens und sei gleichzeitig umweltfreundlich.

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Und dann sagt jemand, dass es locker ist mit Bitcoin Geld zu machen. Eigentlich verstehe ich die...  lesen
posted am 06.06.2018 um 16:16 von Songi

Mit voranschreitender Generierung und der damit verbundenen Verknappung des Bitcoin-Volumens...  lesen
posted am 03.05.2018 um 23:17 von Unregistriert


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