Messaging-Umgebung in Microsoft-Netzwerken

Planung einer Exchange 2016-Infrastruktur

| Autor: Thomas Joos

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Mit Exchange 2016 hat Microsoft wieder einiges an der Serverinfrastruktur geändert. Daher sollten sich Administratoren vor der Einführung von Exchange genau Gedanken machen, wie die Hardware der Umgebung für die Umstellung zu Exchange 2016 aussehen soll.

Ein wesentlicher Bestandteil bei der Planung ihrer Exchange-Umgebung ist die Anzahl der Postfächer. Die Anzahl reicht alleine aber nicht aus, um die Hardware optimal zu planen. Administratoren sollten sich vorher darüber informieren wie viele E-Mails die Benutzer täglich senden und erhalten. Auch die Größe der durchschnittlichen E-Mails spielt eine wichtige Rolle. Microsoft geht bei den Standard-Planungen von einer durchschnittlichen Größe von 75kb aus.

Microsoft geht in typischen Umgebungen von etwa 50-500 Nachrichten pro Benutzer und Tag aus sowie einer durchschnittlichen E-Mail-Größe von 75 GB. Wenn Sie in Ihrer Umgebung von einem Mittelwert von etwa 200 Nachrichten am Tag ausgehen, und jede E-Mail etwa 75 kB Größe hat, ergibt sich ein zusätzlicher Speicherplatz von etwa 15 MB am Tag, der über die Exchange-Server abgewickelt werden muss.

Exchange 2016 benötigt etwas leistungsstärkere Prozessoren als Exchange 2013. Diese höheren Ansprüche hat Microsoft in seinem Tool „Exchange Server Role Requirements Calculator“.

Vor allem in großen Umgebungen sollte aber auch darauf geachtet werden, dass Exchange-Server nicht zu groß dimensioniert werden. In vielen Fällen ist es besser mehrere kleinere Server zu betreiben, als weniger große Server. Exchange Server 2016 unterstützt maximal 24 CPUs und maximal 96 GB Arbeitsspeicher.