Einblick in und Steuerung von VMs und Storage

Pernix Data beschleunigt Speicher und VMs Server-seitig

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der effiziente Einsatz von Pernix-Data-Software beruht auf einer vorhergehenden Analyse. Diese können Kunden anfordern, bevor sie sich endgültig entscheiden.
Der effiziente Einsatz von Pernix-Data-Software beruht auf einer vorhergehenden Analyse. Diese können Kunden anfordern, bevor sie sich endgültig entscheiden. (Pernix Data)

Ein Softwarehaus mit mehr Geschäftspartnern als Kunden: Pernix Data optimiert mit „FVP“ Speicher für virtualisierte Umgebungen durch die Entkopplung der Storage-Performance- und Management-Funktionen von der zu Grunde liegenden Speicher-Hardware. Das Produkt gibt es jetzt in der Version 3 und dazu das Management-Tool „Architect“, das Einblicke in Speicherressourcen und in virtuelle Maschinen erlaubt.

Das kalifornische Unternehmen Pernix Data, San José, legte im Januar 2014 damit los, im europäischen Raum Geschäfte zu machen. Derzeit zählt das Unternehmen 149 Kunden in 21 europäischen Ländern, dem Nahen Osten und Afrika, 12 Distributoren und 315 Partner in diesem Wirtschaftsraum. Weltweit kann das Unternehmen rund 500 Kunden benennen – mit Installationen zwischen 2 und 400 Knoten beziehungsweise mehr als 300.000 virtuelle Maschinen (VMs) – und 630 Handelspartner in 36 Ländern.

Die Große Anzahl der Geschäftspartner wertet Thilo Süßmuth, in Deutschland für die Vermarktung von Pernix-Data-Software zuständig, als Zeichen von übergroßem Interesse. Computacenter jedenfalls gehört seit 2014 zu den 20 bis 25 Prozent „Prime“-Partnern und deren Kunde, das Leipziger Universitätsklinikum, setzt Pernix Data FVP ein und testet derzeit die Beta-Version der Management-Software Architect.

„Bis jetzt wussten wir nicht, was in einer einzelnen VM passiert“, erläutert Daniel Pfuhl, Abteilungsleiter System-Management Universitätsklinikum Leipzig. „Jetzt erhalten wir auf Basis einer Metrik Einsicht und können etwa sehen, wie viel aktuell im Cache einer VM liegt, um so ein besseres Sizing zu erreichen.“

Speicherintelligenz und Big Data

Das ist der Anspruch für das Pernix-Data-Tool: Die Software soll einen proaktiven Ansatz für Gestaltung, Einführung, Betrieb und Optimierung von Speichersystemen in virtualisierten Rechenzentren bieten sowie VM und Speicherintelligenz mit Big-Data-Analytik kombinieren. Das kann dazu beitragen, wegzukommen von der rein reaktiven Störungsbehebung und unnötigen Speicherkosten.

Das Software Defined Datacenter erfordert auch eine neue Art des Storage-Managements.
Das Software Defined Datacenter erfordert auch eine neue Art des Storage-Managements. (Bild: Pernix Data)

Zu diesem Zweck bietet Architect Echtzeit-Analytikfunktionen für alle virtualisierten Applikationen und Speichergeräte an, unabhängig von der zugrundeliegenden Hardware. Das Ganze funktioniert In Verbindung mit intuitiven Dashboards. Die proaktiven Empfehlungen zur Systemgestaltung helfen Anwendern dabei, Applikationsprobleme von Anfang an auszuschließen, Kosten durch Überdimensionierung der Speicherkapazität zu vermeiden.

Pernix-Data-Manager Süßmuth erläutert, dass bei den periodischen Health-Checks der VMware-Kunden die Hälfte Performance-Probleme berichtet. Rund 80 Prozent davon gingen auf Probleme mit externen Storage zurück. Wenig hilfreich sei dabei, dass zwar die diversen Storage-Anbieter als auch VMware Analyse-Tools anböten, jedoch der gegenseitige Einblick verwehrt bliebe.

Pernix Data schließt Gräben

Satyam Vaghani, CTO und Mitbegründer von Pernix Data führt aus: „Die Verwaltung von Applikationen und Infrastruktur in den heutigen Rechenzentren ist eine völlig fragmentierte Angelegenheit. CIOs, CTOs und Infrastruktur-Architekten verfügen selten über die richtigen Daten, um die Rechenzentren proaktiv für die aktuellen und künftigen Anforderungen auslegen zu können, und ihnen fehlen meistens die richtigen Instrumente, um auftretende Problemen zu verstehen.“

Das Ergebnis sei eine sehr reaktive Vorgehensweise bei der Verwaltung der IT-Umgebung, die unnötige Zeit- und Kostenaufwand verursacht und strategische Projekte durch ungenügende Performance der Applikationen gefährden kann. Abhilfe könne jedoch die Architect-Software verschaffe. Er beschriebt die Software als „eine Hardware-unabhängige Plattform, die VM- und Speicherintelligenz mit Echtzeit-Analytik kombiniert, um eine ganzheitliche Verwaltung des gesamten IT-Lifecycles zu erzielen, von der Gestaltung und Bereitstellung bis hin zum Betrieb und der kontinuierlichen Optimierung.“

Auch Analysten zeigen sich angetan: Mark Peters ist Practice Director und Senior Analyst bei ESG. Er sagt: „Die meisten IT-Administratoren bevorzugen eine einzige, umfassende Steuerkonsole, in der sie sich jeden Morgen einloggen können und ihre gesamte, sich ständig verändernde Applikations- und Speicherumgebung im Blick haben. Pernix Data Architect ist die ideale Lösung, um diese Funktionalität zu realisieren.“Da die Software innerhalb des Hypervisors angesiedelt sei, könne sie enorme Mengen von nützlichen Daten über Applikationen und Infrastruktur sammeln und wertvolle Empfehlungen für das bestmögliche Design eines virtualisierten Rechenzentrums liefern.

Pernix Data Architect bietet laut Hersteller die folgenden Leistungsmerkmale:

  • Big Data wird Big Knowledge. Die Architect-Software generiert kontinuierlich neue Daten auf der Grundlage der dynamischen VM- und Infrastruktur-Bedingungen und korreliert diese mit externen Informationen, um sicherzustellen, dass Entscheidungen immer anhand der exaktesten und relevantesten Informationen getroffen werden.
  • Echtzeit-Analyse. Architect bietet deskriptive, prädiktive und präskriptive Echtzeit-Analytik für die optimale Gestaltung der Speicher- und VM-Gestaltung. So lässt sich beispielsweise leicht erkennen, ob einzelne VMs eine ungenügende Leistung aufweisen und was die Gründe hierfür sind. Auf diese Weise lassen sich Blockgrößen und Schreib-/Leseverfahren besser als bislang konfigurieren, um geplante Rollouts oder Upgrades von Applikationen zu unterstützen. Die Kapazität der Speicher-Arrays kann immer exakt auf die veränderlichen Anforderungen von Applikationen abgestimmt werden, so dass Kosten für eine unnötig überdimensionierte Hardware vermieden werden.
  • Dashboard. Von einer einzigen Benutzerkonsole aus hat der Administrator alle Rechenzentren im Blick und die Kontrolle über alle zugehörigen Applikationen und Speichermedien. Ad hoc-Analysefunktionen wie Drilldowns und Pivot-Tabellen sind jederzeit verfügbar, um detailliertere Analysen und Reports zu generieren.
  • Hardware-Neutralität. Architect ist zu 100 Prozent Software, die sich in Minutenschnelle im Hypervisor-Kern installieren lässt, so dass sie mit der gesamten Hardware auf der VMware Hardware Compatibility List (HCL) kompatibel ist. Es sind keinerlei Änderungen an vorhandenen VMs, Servern oder Speichern erforderlich.
  • Architect lässt sich mit oder ohne FVP-Software einsetzen, die Plattform von Pernix Data für die Server-seitige Beschleunigung von Speichersystemen.

Pernix Data Architect wird im vierten Quartal 2015 allgemein verfügbar sein. Eine Betaversion der Architect-Software ist ab sofort zu haben.

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