Aktive Überwachung, Alarmierung und Reaktionsplan auf Vorfälle einrichten Overmonitoring vermeiden - Zuviel ist oft keine Lösung

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Thomas Joos

Im Rahmen der Einrichtung der Überwachung, sollte frühzeitig ein Mittelweg erarbeitet werden, der zwischen Minimal-Überwachung und "Overmonitoring" liegt.

Rechenzentren effektiv betreiben
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(Rechenzentren effektiv betreiben)

Das System kann nur dann aktiv werden, wenn es über alle notwendigen Informationen verfügt. Das heißt aber nicht, dass jeder Indikator überwacht werden muss. Denn das führt zwangsläufig zu einer unnötigen Auslastung der Ressourcen von den überwachten Servern. Auch das Monitoring-System kommt schnell an seine Grenzen, wenn zu viele Daten überwacht werden. Daher ist die Planung der zu überwachenden Indikatoren ein wichtiger Schritt bei Einrichtung und Betrieb.

Damit ein Monitoring-System funktioniert, müssen die verwendeten Datenquellen natürlich so angebunden werden, damit das System alle Informationen in der Geschwindigkeit und dem Umfang auslesen kann, die notwendig sind, um bei einzelnen Workloads und Diensten Probleme rechtzeitig zu erkennen. Gleichzeitig gilt es zu vermeiden, zu viele Daten auszulesen oder zu viele Warnungen zu versenden. Ein "Spam" an Informationen hilft weder dem Monitoring-System noch den Administratoren.

Protokolldaten stellen eine riesige Menge von Datensätzen dar, die sich auf Leistung und Kosten auswirken. Wenn Sie bestimmen, welche Daten Sie überwachen sollten, sollten Sie zunächst nichts auslassen. Sie müssen herausfinden, welche Systeme/Anwendungen überwacht werden sollen und welcher Grad der Überwachung erforderlich ist.

Zusätzlich sollten Projektverantwortliche die Daten und Systeme entsprechend den gesetzlichen, behördlichen oder vertraglichen Anforderungen des Unternehmens klassifizieren. Auf Basis dieser Informationen ergibt sich eine Liste an Anwendungen und Komponenten, die überwacht werden sollen und wie diese Komponenten zusammenhängen.

Migration von vorhandenen Monitoring-Lösungen planen

Wenn bereits eine Überwachungslösung im Einsatz ist, sollte auch rechtzeitig geplant werden, wie die Migration erfolgen soll. Hier sollten die Vorteile und Funktionen des bereits eingesetzten Tools auch in der neuen Lösung umsetzbar sein. Darüber hinaus sollte bereits bei der Einführung eines neuen Tools geprüft werden, was das neue Tool besser und effektiver kann. Ideal ist es, die Vorteile des neuen Tools nach und nach einzubinden. Zunächst sollten die vorhandenen Funktionen auch im neuen System schnell einsatzbereit sein.