Sören Paulußen InvenSor GmbH

Mit ADsorptionskälte zur kostensparenden Serverraumkühlung

| Redakteur: Ralph Hintemann

NeRZ
NeRZ (NeRZ - Energie effiziente Rechenzentren, Bildquelle: InvenSor)

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich dazu, ihr Energiesystem nachhaltig zu gestalten. Der Faktor Wirtschaftlichkeit ist nicht mehr alleine ausschlaggebend für solch eine Entscheidung. Auf der Suche nach einem ausfallsicheren und möglichst umweltfreundlichen Versorgungssystem hat sich der Lebensmittel-Logistiker Transgourmet erstmalig für ein Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungs(KWKK)-System entschieden, welches gleichzeitig Strom, Wärme und Kälte für die neue Zentrale in Riedstadt bereitstellt. Es besteht aus zwei Blockheizkraftwerken (BHKWs) und drei parallel arbeitenden ADsorptionskältemaschinen (AdKMs) und verhilft dem Unternehmen zu Energiekosten-Einsparungen von bis zu 70%.

Das kontinuierliche Bestreben von Transgourmet nachhaltig zu handeln, wurde durch den Einsatz der umweltverträglichen Kälteanlage weiter ausgebaut. Die AdKMs verwenden nicht nur Wasser als Kältemittel, sondern nutzen zudem auch die überschüssige Wärme der BHKWs als Antriebsquelle zur optimalen Kälteerzeugung.

Die BHKWs liefern insgesamt 100 kW elektrische Leistung und 160 kW thermische Leistung. Sie erzeugen durch den Wärmeantrieb für die Kältemaschinen zusätzlich jährlich ca. 287.000 kWh Strom für den eigenen Verbrauch und werden ebenfalls als Notstromaggregat verwendet.

Dadurch verzichtet Transgourmet komplett auf ein wartungsintensives Diesel-Notstromaggregat. Die AdKMs und die darin integrierte Freikühlfunktion reduzieren zusätzlich den Stromverbrauch für die Kühlung des Serverraums pro Jahr um 110.000 kWh im Vergleich zu einer herkömmlichen Kompressionskältemaschine.

Darüber hinaus kann die BHKW-Abwärme während dem Freikühlbetrieb zur Deckung des Heizwärmebedarfs verwendet werden. „Mit dieser Investition können wir Ökonomie, Ökologie und Versorgungssicherheit in Einklang bringen.“, berichtet Frau Jonasson begeistert, Energiemanagerin bei Transgourmet Deutschland.

Die jährliche CO2-Einsparung liegt bei 63 Tonnen und bereits nach 3,8 Jahren ist das System vollständig amortisiert.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.