PAC-Studie: Markt für Virtualisierung und flexible Preismodelle zieht an

Marktanalyse fördert Infrastruktur-Trends in der IT-Branche zu Tage

07.03.2008 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel

PAC-Studie zeigt Marktpotenziale für Virtualisierung und flexible Preismodelle auf.
PAC-Studie zeigt Marktpotenziale für Virtualisierung und flexible Preismodelle auf.

Flexible Preismodelle in der IT sind bisher noch nicht breit im Markt angekommen, stehen jedoch vor dem Durchbruch. Dagegen setzen bereits 87 Prozent der Unternehmen auf Virtualisierungskonzepte, mit denen sie Kosten einsparen und ihre IT-Infrastruktur flexibilisieren wollen. Dies sind Ergebnisse einer Umfrage von Pierre Audoin Consultants (PAC).

Die europäische Beratungs- und Marktanalysegesellschaft Pierre Audoin Consultans (PAC) hat in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz 117 IT-Führungskräfte nach Virtualisierungskonzepten und dem Einsatz flexibler Preismodelle in deren Unternehmen befragt.

Bisher setzt erst ein Viertel der befragten Firmen auf flexible Preismodelle in der IT, obwohl knapp 40 Prozent Kosteneinsparpotenziale als Hauptargument für die Einführung solcher Angebote identifizieren. „Es besteht demnach ein enormes Marktpotenzial für Preismodelle, die sich dem tatsächlichen Verbrauch anpassen“, prognostiziert Stephan Kaiser, Senior Consultant bei PAC.

Höhere Flexibilität und daraus resultierende Kosteneinsparungen lassen die Nachfrage nach solchen Konzepten stetig zunehmen, betont Kaiser. Dies bestätigen ihm mehr als die Hälfte der befragten IT-Manager: Sie wollen noch in diesem Jahr flexible Preismodelle und Virtualisierungskonzepte einführen und damit ihre Kosten planbarer machen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass 17 Prozent der Befragten kein Budget für die Einführung solcher Konzepte zur Verfügung steht. „Demnach erkennen sie anscheinend noch nicht die Einsparpotenziale der Modelle“, betont der Analyst.

Im Fokus der Virtualisierung stehen bei mehr als der Hälfte der Befragten die Exchange-Server sowie an zweiter Stelle die Archivierung, was die IT-Entscheider insbesondere auf neue gesetzliche Vorgaben zurückführen. Diese stellen neue Anforderungen an Geschäftsprozesse und damit auch an die IT-Landschaft. Im weiteren Fokus der Virtualisierung stehen SAP, Lotus Domino und die Mainframes.

Dienstleister sind gefordert

Erstaunlich finden die Experten, dass die Unternehmen ihre Virtualisierungsprojekte in den meisten Fällen ohne externe Dienstleister durchführen. Weniger als ein Zehntel lagern diese Projekte komplett an einen IT-Dienstleister aus, ein Fünftel holt sich zumindest teilweise externe Hilfe ins Haus. „Dies wird sich in Zukunft nachhaltig ändern. Immer mehr CIOs erkennen, dass ihr wirklicher Wertbeitrag zum Unternehmenserfolg das Umsetzen von Innovationspotenzialen ist und weniger in der Aufrechterhaltung und Optimierung des laufenden IT-Betriebs liegt“, ist Kaiser überzeugt. Hier gibt es demnach ein großes Potenzial für Service Provider, die gleichzeitig flexible Preismodelle anbieten könnten.

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