Neben den positiven Umwelt- und Kostenaspekten spielte auch die doppelte Ausfallsicherheit der KWKK-Anlage eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für das System – immerhin ist der Betrieb von über 700 Computern der öffentlichen Verwaltung von den Anwendungsprogrammen der zentralen Server abhängig.
Würden die Server ausfallen, käme die Arbeit, zum Beispiel in der Passstelle, im Jugend- oder Sozialamt, zum Erliegen. Mit dem BHKW und dem öffentlichen Stromnetz sind nun zwei voneinander unabhängige Stromquellen vorhanden. Die mit Netzstrom betriebene redundante Kompressionskältemaschine lieferte dabei passend zum Gesamtkonzept ebenfalls Invensor.
Die vorhandene Raumklimatisierung wurde gegen die Invensor Kältemaschine, einen Kaltwasserpufferspeicher sowie einen Rückkühler mit EC-Ventilator ersetzt. Jeder Server-Schrank verfügt dabei über seine eigene Umluftkühlung, die über einen Kaltwasser-Wärmetauscher reguliert wird. Die gesamte KWKK-Anlage ließ sich platzsparend in einem Raum installieren.
Ein Projekt mit Modelcharakter
Das Marburger Modell einer energie- und kostensparenden Server-Kühlung könnte auch in anderen Kommunen Schule machen, davon ist man in der Stadtverwaltung Marburg überzeugt. Bisherige effizienzsteigernde Anwendungen im Bereich der Server-Kühlung hätten nur partielle Lösungen für einzelne Energieströme geboten.
Dank der speziell auf den ganzjährigen Kühl- und Strombedarf von Rechenzentren entwickelten Lösung von Invensor lasse sich nun die Server-Kühlung zu einem Bruchteil der bisherigen Stromkosten verwirklichen, so der Technische Leiter der Stadt. Das Bundesland Hessen kam nach intensiver Prüfung des Konzepts zu demselben positiven Ergebnis und förderte die Installation der Anlage mit 32.000 Euro.