Ablösung des BS2000-Mainframes durch ein modernes Linux-System

Mainframe-Anwendungen auf Linux portiert: Schifffahrtsunternehmen Hamburg Süd spart Kosten

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Die Kommunikation in deutscher Sprache erleichterte die Projektarbeit.

Dieses Konzept überzeugte die Verantwortlichen. Die Entscheidung für das Team aus HP und Twinsoft fiel jedoch auch aus anderen Gründen: „Wir haben die Projektmitarbeiter von HP und Twinsoft schon vorher kennen gelernt. So wussten wir, mit wem wir es zu tun haben und konnten deren Know-how einschätzen“, argumentiert Huwald. Dabei hatte er für ähnliche Konzepte Angebote aus dem europäischen Ausland auf dem Tisch, die bedeutend günstiger waren. „Aber uns fehlte das Vertrauen“, gesteht er. Schaldach pflichtet ihm bei: „Wir hätten Sprachprobleme gehabt.“ Vor allem, als es darum ging zu erklären, wie einzelne Programme oder ein UTM-Controller (Transaktionssteuerung der BS2000) funktionieren, sei dies in deutscher Sprache wesentlich einfacher gewesen. Er ist überzeugt: „In englischer Sprache wäre einiges verloren gegangen.“

Der ständige Austausch zwischen Kunde und Dienstleister war vor allem bei einem Monitor notwendig, den die Hamburg Süd zwischen dem klassischen UTM-Monitor der BS2000 und der eigentlichen Anwendung im Einsatz hatte. Diese Zwischenschicht musste komplett neu entwickelt werden.

Offene Kommunikation half bei der Problemlösung

Die regelmäßige und offene Kommunikation hat nach Einschätzung des Projektleiters dazu beigetragen, dass Probleme während der komplexen Migration rasch beseitigt wurden. So hakte es beispielsweise bei den Funktionstests beim Zusammenspiel zwischen dem UTM-Controller und den Programmen. „Wenn man an einer Ecke etwas gedreht hat, funktionierte es an anderer Stelle nicht mehr, wo es vorher keine Probleme gegeben hatte“, so Schaldach.

Es gab Telefonkonferenzen und als der Detaillierungsgrad höher und der Abstimmungsbedarf größer wurde, wurden Workshops mit den Entwicklern der Hamburg Süd und dem HP/Twinsoft Projektteam initiiert, um das Projekt wieder auf die richtige Bahn zu bringen. „Das war eine sehr enge Zusammenarbeit und hat uns extrem viel gebracht“, freut sich der Projektleiter.

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