2.600 Manager befragt: Equinix Global Tech Trends Survey IT-Entscheider erwarten langfristigen Wandel von Arbeitsmodellen und -orten

Redakteur: Ulrike Ostler

Equinix eruiert in einer Studie, wie IT-Entscheider die wichtigsten globalen Technologietrends einschätzen und wie sich die COVID-19-Pandemie auf den Ausbau der digitalen Infrastruktur auswirkt: 55 Prozent der deutschen IT-Entscheider erwarten veränderte Arbeitsmodelle.

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Mehr als die Hälfte der für die Equinix-Studie befragten IT-Entscheider in Deutschland zeigen sich überzeugt, dass die Pandemie die Arbeitswelt mit langfristigen Nebenwirlungen geimpft hat.
Mehr als die Hälfte der für die Equinix-Studie befragten IT-Entscheider in Deutschland zeigen sich überzeugt, dass die Pandemie die Arbeitswelt mit langfristigen Nebenwirlungen geimpft hat.
(Bild: Gerd Altmann auf Pixabay)

Jens-Peter Feidner, Managing Director bei Equinix in Deutschland, fasst zusammen: „Für die Mehrheit der IT-Entscheidungsträger in Deutschland hat die Digitalisierung ihrer IT-Infrastruktur heute mehr denn je oberste Priorität, nicht zuletzt, weil vernetztes und mobiles Arbeiten im Home-Office immer mehr zur Norm wird. Unsere Studie zeigt, dass die meisten Befragten erwarten, dass sich Arbeitsmodelle und -orte in ihrem Unternehmen langfristig ändern werden.“

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Über die Studie:

Im Rahmen der von Equinix in Auftrag gegebenen unabhängigen Studie „Global Tech Trends Survey“ wurden 2.600 IT-Entscheidungsträger in unterschiedlichen Unternehmen in Nord- und Südamerika (Brasilien, Kanada, Kolumbien, Mexiko, USA), dem asiatisch-pazifischen Raum (Australien, China, Hongkong, Japan, Südkorea, Singapur) und in EMEA (Bulgarien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei, VAE, Großbritannien) befragt. Die Teilnehmer der Studie sind aus dem Online-Panel von Dynata ausgewählt. Die Umfrage wurde vom 17. Dezember 2020 bis zum 8. Januar 2021 online durchgeführt.

Digitale Transformation in der Zeit nach der Pandemie

  • 48 Prozent (51 Prozent weltweit) der Unternehmen in Deutschland haben ihre IT-Infrastruktur umgestaltet, um den neuen Anforderungen an Fernarbeit und hybriden Arbeitsplätzen gerecht zu werden. Dabei wurden auch höhere IT-Budgets bereitgestellt, um die digitale Transformation zu beschleunigen.
  • 55 Prozent (64 Prozent weltweit) der IT-Entscheider sind der Auffassung, dass sich Arbeitsmodelle und Arbeitsorte der Menschen in ihrem Unternehmen langfristig verändern.
  • Nahezu die Hälfte (47 Prozent) der Unternehmen in Deutschland beabsichtigt trotz der anhaltenden Beeinträchtigungen aufgrund von COVID-19 weiterhin, in neue Regionen, Länder oder Märkte zu expandieren. Weltweit trifft dies auf mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen zu (57 Prozent).

Die Digitalisierung sowie Investitionen von Unternehmen in ihre digitale Infrastruktur haben als Folge von COVID-19 zugenommen. 47 Prozent der weltweit befragten IT-Entscheider geben an, dass sie ihre Pläne für die digitale Transformation aufgrund der Pandemie beschleunigt haben, während in Deutschland mehr als ein Drittel der digitalen Unternehmen (41 Prozent) diese Anpassungen vorgenommen hat. Gleichzeitig haben über 40 Prozent (42 Prozent weltweit und 44 Prozent in Deutschland) ihre Budgets aufgestockt, um dem rasanten Anstieg der digitalen Anforderungen gerecht zu werden.

Auch die IT-Strategien sind grundlegend überarbeitet worden, um die mit der Pandemie einhergehenden Herausforderungen zu bewältigen. Weltweit geben sechs von zehn Unternehmen an, ihre IT-Strategie im Zuge von COVID-19 angepasst zu haben, während 58 Prozent sagten, in Technologien investieren zu wollen, um in der Zeit nach COVID-19 agiler zu sein. In Deutschland bericten nahezu die Hälfte der befragten IT-Entscheider, aufgrund von COVID-19 sowohl ihre IT-Strategie überdacht zu haben (48 Prozent) als auch höhere IT-Investitionen tätigen zu wollen (46 Prozent).

Was die wichtigsten Prioritäten für die digitale Strategie ihres Unternehmens betrifft, sehen vier von fünf Befragten (80 Prozent weltweit, 78 Prozent in Deutschland) die Digitalisierung ihrer IT-Infrastruktur als oberste Priorität an. Dabei bestätigen 57 Prozent (46 Prozent in Deutschland) Interconnection als einen wesentlichen Faktor für die digitale Transformation.

Während diese Einschätzung weltweit um 9 Prozent über dem Vorjahresergebnis liegt, ist die Bedeutung, die IT-Infrastruktur zu digitalisieren in Deutschland sogar um 21 Prozent angestiegen. Insgesamt werden in Deutschland die meisten bewährten IT-Strategien in diesem Jahr von deutlich mehr IT-Entscheidern priorisiert als im letzten Jahr.

Insgesamt zeigt die Studie, dass die Pandemie die Expansionspläne der Unternehmen ausbremsen könnte. Nach Aussage der befragten Entscheider planen 57 Prozent der Unternehmen (47 Prozent in Deutschland) weiterhin, in neue Regionen, Länder oder Märkte zu expandieren.

Von diesen 57 Prozent haben fast zwei Drittel (63 Prozent) vor, diese Expansion auf virtuellem Weg zu erreichen, anstatt in physische IT-Infrastrukturen vor Ort zu investieren. Dies deckt sich mit den Erkenntnissen aus Deutschland: 62 Prozent der Entscheider, deren Unternehmen expandieren, setzen dafür auf virtuelle Verbindungen, anstatt in physische IT-Infrastruktur zu investieren.

Interconnection spielt eine Hauptrolle

Grundlegende Voraussetzung dafür seien effektive digitale Infrastrukturen, erläutert Feidner. „Gerade mittelständische Unternehmen, aber auch der öffentliche Sektor, stehen hier noch vor Herausforderungen und in Deutschland sehen digitale Entscheider veraltete Infrastrukturen als Hindernis.“

  • 58 Prozent der IT-Führungskräfte weltweit und knapp die Hälfte in Deutschland (49 Prozent) sind der Ansicht, dass Interconnection – also der direkte und private Austausch von Daten zwischen Unternehmen – wesentlich ist, um die mit COVID-19 einhergehenden Herausforderungen zu bewältigen.
  • Der Anteil unter den Befragten, die Interconnection als maßgeblich für das Überleben ihres Unternehmens einschätzen, stieg zudem auf 50 Prozent, im Vergleich zu 45 Prozent im vergangenen Jahr.
  • In Deutschland liegt dieser Anteil bei 33 Prozent. Allerdings sind heute im Vergleich zum letzten Jahr mehr IT-Entscheider in Deutschland der Ansicht, dass Interconnection die digitale Transformation wesentlich erleichtert (Anstieg von 39 Prozent auf 46 Prozent).

Laut der 4. Ausgabe des „Global Interconnection Index“ (GXI), einer kürzlich von Equinix veröffentlichten Marktstudie, wird die gesamte Interconnection-Bandbreite, also das Maß der privaten Konnektivität für den Datenaustausch zwischen Organisationen, von 2019 bis 2023 in der EMEA-Region voraussichtlich eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 45 Prozent aufweisen. Das erwartete Wachstum wird durch die digitale Transformation angetrieben, insbesondere durch den steigenden Bedarf, digitale Infrastrukturen von zentralen Standorten auf verteilte Edge-Standorte auszuweiten. Frankfurt wird in dem Bericht als der größter europäischer Wachstumsmarkt für private Konnektivität hervorgehoben – mit einer prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von 50 Prozent bis 2023.

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