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Der RZ-Strombedarf in London, Amsterdam, Paris und Frankfurt Immobiliendienstleister CBRE über Co-Location in Europa

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der Co-Location-Markt in Europa wächst, und zwar um 27 Prozent. Das besagt eine Untersuchung des nach eigenen Angaben weltweit größten Immobiliendienstleisters CBRE. Allerdings hatte das Unternehmen nur Rechenzentren in Frankfurt, London, Amsterdam und Paris im Blick und nimmt den Strombedarf als Maßstab. London liegt vorne.

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Gemessen am Stromverbrauch legt der europäische Co-Location-Markt derzeit in London am kräftigsten zu.
Gemessen am Stromverbrauch legt der europäische Co-Location-Markt derzeit in London am kräftigsten zu.
(Bild: gemeinfrei: sumanley/Pixabay / CC0 )

Im ersten Quartal 2017 wurde in den genannten europäischen Metropolen 38 Megawatt Strom mehr verbraucht. Davon entfielen auf die bereitgestellet Leistung in den Rechenzentren 26,6 Megawatt.

Davon wiederum entfielen auf die Londoner Rechenzentren rund 60 Prozent, während in den drei anderen Städten die Leistung lediglich um insgesamt 9 Megawatt stieg. Nach Erläuterungen in der Studie ist das Wachstum hauptsächlich dem Cloud Computing zu schulden, doch CBRE erwartet, dass auch die Enterprise-Aktivitäten über das Jahr die Nachfrage nach Energie weiter anheizen werden.

Die Wachstumszahlen, die London derzeit vorlegt, zeichnen ein komplett anderes Bild als noch im Vorjahr. 2016 hatte nämlich Amsterdam mit mehr als 50 Megawatt über das Jahr am kräftigsten zugelegt. Damit hatte die niederländische Stadt das dritte Mal in Folge die größte Steigerung gezeigt.

Auswirkungen des Brexit

CBRE hatte kürzlich bereits einen anderen Bericht vorgelegt, in dem die Auswirkungen des Brexit untersucht wurden. Demnach wird dieser den Stromverbrauch durch das Datacenter-Wachstum weiter anschwellen lassen, insbesondere aufgrund der neuen EU-Datenschutzregelung, die 2018 in Kraft treten wird. Ohnehin sei London bereits der größte Rechenzentrumsmarkt unter den vier Städten.

Insgesamt war 2016 der Zubau in allen vier Regionen um 155 Megawatt gestiegen und Andrew Jay, Executive Director im CBRE-Bereich Datacenter, erwartet auch für dieses Jahr eine starke Zunahme, zumal noch weitere Rechenzentren hinzukommen. Er geht von mehr als 100 Megawatt aus. Ohnehin ist die bereitgestellte Leistung schon jetzt beeindruckend: In den vier europäischen Datacenter-Knoten gingen bereits im ersten Vierteljahr 2017 rund 996 Megawatt auf das Konto von Rechenzentren.

Laut CBRE führen diese drei Konzerne den weltweiten Datacenter-Markt an: Equinix, Digital Realty und NTT; in Europa Equinix, Interxion, Global Switch, IIiad Data Centres und Data4.

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