Datacenter-Bau in Kooperation Im Shamrockpark, Herne, entsteht ein Rechenzentrum

Redakteur: Ulrike Ostler

Auf einer Fläche von 900 Quadratmetern bauen die Fakt AG und Telekommunikationsanbieter Dokom21 im Herner Shamrockpark ein neues Rechenzentrum. Es findet im ehemaligen Firmensitz der RAG AG Platz.

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Im Dezember 2018 gab die Fakt Ag weitreichende Pläne für den Shamrockpark bekannt. Unter anderem befindet sich hier die Gemeindeprüfungsanstalt NRW.
Im Dezember 2018 gab die Fakt Ag weitreichende Pläne für den Shamrockpark bekannt. Unter anderem befindet sich hier die Gemeindeprüfungsanstalt NRW.
(Bild: Fakt AG)

Die Essener Fakt AG ist Eigentümerin des Shamrockpark. Für den Bau des Rechenzentrums hat das Unternehmen mit dem regionalen Telekommunikationsdienstleister Dokom21 aus Dortmund eine Kooperation für dieses Rechenzentrumsprojekt geschossen. Erst kürzlich gaben die Partner bekannt, dass sie ein Datacenter in Essen planen (siehe: „Klasse-3-Datacenter in historischem Gebäude geplant; Essen bekommt ein Rechenzentrum mit Internet-Knoten“).

Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne, sieht in den Plänen eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Herne und des Ruhrgebiets: „Ich freue mich sehr über die positiven Aktivitäten der Fakt AG in Herne und den Ausbau der digitalen Infrastruktur im Shamrockpark. Von dem geplanten neuen Rechenzentrum von Dokom21 werden die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen und Institutionen in Herne und darüber hinaus profitieren.“

Die Fakt AG stellt die Rechenzentrumsfläche und die Gebäude-Infrastruktur zur Verfügung. In der Vergangenheit wurde in den Räumen bereits ein Rechenzentrum betrieben. Die Eigentümerin will den Standort in den kommenden Monaten umfangreich modernisieren.

An Nachfrage nach Datacenter-Services gibt es offenbar nicht: „Die Nachfrage nach Rechenzentrums-Dienstleistungen ist nach wie vor hoch und steigt weiter,“ sagt Dokom21-Geschäftsführer Jörg Figura. „Aufgrund des rasant zunehmenden Datenwachstums und der immer komplexer werdenden IT-Infrastruktur entscheiden sich viele Unternehmen für die sichere Auslagerung ihrer Systeme in unsere Rechenzentren.

Die beiden Dokom21-Geschäftsführer Jörg Figura (li.) und Franz-Josef Senf vor dem Rechenzentrum in Dortmund-Huckarde,
Die beiden Dokom21-Geschäftsführer Jörg Figura (li.) und Franz-Josef Senf vor dem Rechenzentrum in Dortmund-Huckarde,
(Bild: Roland Kentrup)

Sein Unternehmen konnte gerade Ende März sein 25-jähriges Bestehen feiern: „Wesentliche Wachstumstreiber waren von Beginn an der Datentransport sowie die Bereitstellung von Internet-Zugängen und Telefonie-Anschlüssen, Dienste, die wir mittlerweile per Glasfaser realisieren“, so Figura. Das Unternehmen entstand also 1996 als Tochter der Dortmunder Stadtwerke und beschäftigte zum Start des operativen Geschäftes am 1. Juni 1997 25 Mitarbeiter*innen, die von dort gewechselt waren. Heute arbeiten 144 Menschen für das Unternehmen, das im vergangenen Jahr rund 30,14 Millionen Euro Umsatz und ein Ergebnis von 4,07 Millionen Euro erzielte. Insgesamt wurden 3,43 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert.

Im Bild: Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne (re.), Professor em. Hubert Schulte-Kemper (Mitte), Vorstandsvorsitzender und Unternehmensgründer der Fakt AG, Jörg Figura (li.), Geschäftsführer von Dokom21.
Im Bild: Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne (re.), Professor em. Hubert Schulte-Kemper (Mitte), Vorstandsvorsitzender und Unternehmensgründer der Fakt AG, Jörg Figura (li.), Geschäftsführer von Dokom21.
(Bild: Roland Kentrup)

Wie auch das Essener Projekt der Partner soll das Shamrockpark-Datacenter redundante Glasfaseranbindungen bekommen unter Berücksichtigung einer Multicarrier-Strategie und der Kategorie 3 des Leistungskataloges vom TÜV Rheinland entsprechen. Für Anbindung an die Internet-Knoten Ruhr-CIX, der vergangenes Jahr von drei Ruhrgebiets-Carriern in Zusammenarbeit mit dem DE-CIX gegründet wurde, werden auch in dem Rechenzentrum in Herne verfügbar sein. Dieses beinhaltet vor allem den Zugang in die großen Clouds wie Microsoft Azure, Amazon Web Service und Google Cloud Platform.

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