Klasse-3-Datacenter in historischem Gebäude geplant Essen bekommt ein Rechenzentrum mit Internet-Knoten

Redakteur: Ulrike Ostler

Die Fakt AG aus Essen und Dokom21 aus Dortmund planen ein neues Rechenzentrum in der ehemaligen Ruhrgas-Hauptverwaltung. Ein weiteres Rechenzentrumsprojekt der Partner soll in Kürze folgen.

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Das Gebäude an der Ruhrallee 80 in Essen, genannt Ruhrturm2, war schon Ruhrgas-Zentrale und auch schon einmal Heimat für ein Rechenzentrum.
Das Gebäude an der Ruhrallee 80 in Essen, genannt Ruhrturm2, war schon Ruhrgas-Zentrale und auch schon einmal Heimat für ein Rechenzentrum.
(Bild: Fakt AG)

„Die Fakt AG, die als Eigentümerin der ehemaligen Ruhrgas-Zentrale die Rechenzentrumsfläche und die Gebäude-Infrastruktur zur Verfügung stellt, und der regionale Telekommunikationsdienstleister Dokom21 wollen den Standort „Ruhrturm2“ in den kommenden Monaten modernisieren; denn in der Vergangenheit wurde in den Räumen bereits ein Rechenzentrum betrieben.

Dokom21-Geschäftsführer Jörg Figura beleuchtet den Hintergrund: „Die Nachfrage nach Rechenzentrums-Dienstleistungen ist nach wie vor hoch und steigt weiter: Aufgrund des rasant zunehmenden Datenwachstums und der immer komplexer werdenden IT-Infrastruktur entscheiden sich viele Unternehmen für die sichere Auslagerung ihrer Systeme in unsere Rechenzentren.“ Die Kombination der Kompetenzen der Fakt AG auf dem Gebiet der Projektentwicklung für kommunale Infrastruktur und die Erfahrungen im eigenen Hause bezüglich Aufbau und Betrieb von Rechenzentren biete „ideale Synergien“.

An der Ruhrallee 80 soll ein 700 Quadratmeter großes Rechenzentrum entstehen; im Bild: Professor em. Hubert Schulte-Kemper (2.v.l.), Vorstandsvorsitzender und Unternehmensgründer der Fakt AG, Jörg Figura (2.v.r.), Geschäftsführer von Dokom21, Norbert Boddenberg (re.), Vorstand der Fakt AG, und Thomas Schnürer (li.), Projektleiter Rechenzentrum Essen von Dokom21.
An der Ruhrallee 80 soll ein 700 Quadratmeter großes Rechenzentrum entstehen; im Bild: Professor em. Hubert Schulte-Kemper (2.v.l.), Vorstandsvorsitzender und Unternehmensgründer der Fakt AG, Jörg Figura (2.v.r.), Geschäftsführer von Dokom21, Norbert Boddenberg (re.), Vorstand der Fakt AG, und Thomas Schnürer (li.), Projektleiter Rechenzentrum Essen von Dokom21.
(Bild: Roland Kentrup)

Viel ist noch nicht über das Rechenzentrum an der Ruhrallee bekannt. Es soll über redundante Glasfaseranbindungen in Multicarrier-Strategie angeschlossen sein und dadurch eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent sicherstellen. Dazu komme ein Sicherheits- und Brandschutzsystem sowie eine redundante Stromversorgung, Energie-effiziente Kühlung und die Anbindung an die großen Internet-Backbones wie DE-CIX (Frankfurt), E-CIX (Düsseldorf) und Ruhr-CIX (Dortmund, Herne, Gelsenkirchen).

Aussagekräftiger ist dann schon die Zusicherung von Figura, dass die Infrastruktur den Anforderungen des Leistungskataloges des TÜV Rheinland der Kategorie 3 genügen soll.

Außerdem beheimatet Dokom21 den Internet-Knoten Ruhr-CIX, den das Unternehmen zusammen mit drei Ruhrgebiets-Carrier und dem DE-CIX im vergangenen Jahr gegründet hat. Auch das Essener Rechenzentrum wird deshalb schnellsten Zugang zu großen public Clouds wie „Microsoft Azure“, Amazon Web Services“ und „Google Cloud Patform“ gewähren können.

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Über Fakt und Dokom21

Die Fakt AG mit Sitz in Essen wurde im Jahre 2010 gegründet und ist eine Beteiligungs-Holding, die in Projekte aus drei Segmenten investiert: Immobilien, erneuerbare Energien und sonstige Finanzinvestments. Die Unternehmensgruppe hat ihren Schwerpunkt in der Projektentwicklung. Kernsektoren sind die Bereiche Immobilien, ausgewählte kommunale Infrastruktur- und Kapitalmarktthemen sowie Projekte zur umweltfreundlichen Energie-Erzeugung und effizienten Nutzung knapper Ressourcen.

In Deutschland und im internationalen Markt agiert die Fakt-Unternehmensgruppe mit einem Netzwerk aus Kooperationspartnern. Unter ihrem Dach bündelt die Unternehmensgruppe derzeit 26 Tochter- und Projektgesellschaften.

Dokom21

Dokom21 ist ein regionaler Telekommunikationsdienstleister mit Sitz in Dortmund. Das Unternehmen wurde 1996 als Tochter der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) gegründet. Das Anschlussgebiet von umfasst neben Dortmund die Städte Hagen, Herdecke, Holzwickede, Essen, Unna und Werl sowie Halver, Iserlohn, Kierspe, Lüdenscheid, Meinerzhagen, Menden und Schalksmühle im Märkischen Kreis.

Die Dienstleistungen reichen von Telefonanschlüssen, Internet-Zugängen über Voice-over-IP und Festverbindungen für Standortvernetzungen bis hin zu Kabel-TV und Mobilfunk. Darüber hinaus umfasst das Angebot Online-Datensicherung und Rechenzentrums-Dienstleistungen sowie Multimedia-Dienste für die Wohnungswirtschaft. Dokom21 ist Mitgründer des Internet-Knotens Ruhr-CIX, der unter anderem in den Rechenzentren des Unternehmens beheimatet ist.

Dokom21 ist nach eigenen Angaben der größte Rechenzentrumsbetreiber im Ruhrgebiet - mit insgesamt 4.600 Quadratmetern Fläche. Zur Kundschaften gehören etwa Leifheit, Wilo, Gfos oder Volkswohl Bund Versicherungen. Die Datacenter bieten Platz für die komplette oder teilweise Auslagerung der eigenen Serversysteme und für die Einrichtung von parallel betriebenen Notfall-Rechenzentren. Dabei stehen den Unternehmen individuelle Flächenkonzepte zur Verfügung.

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